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Der Bullenreiter von Omaha

17.05.201817. Mai 2018 2 min Lesezeit

Omaha, Nebraska. Eine kleine Stadt in einem unbedeutenden amerikanischen Bundesstaat. Vermutlich wäre sie in Europa gänzlich unbekannt, wenn nicht John Wayne, Henry Fonda und Clint Eastwood am Missouri für Recht und Ordnung gesorgt hätten. Ein Anderer sitzt seit über 50 Jahren fest im Sattel des Börsenbullen. Er reitet ihn wie keiner sonst. Wenn er etwas zu sagen hat, hängen alle an seinen Lippen.

Einmal jährlich wird Omaha zum Mekka der Kapitalisten. Am ersten Samstag im Mai findet dort die Jahreshauptversammlung einer ganz besonderen Aktiengesellschaft statt. Viele Fondsmanager, Vermögensverwalter und Investoren hören auf das Orakel von Omaha. Diesmal waren über 40.000 Aktionäre aus der ganzen Welt live dabei. Ungezählt sind die Fans, die alles via Livestream im Internet verfolgten.

Richtig gelesen. 40.000 Aktionäre aus der ganzen Welt. Und sie feiern den 87-jährigen Vorstand und seinen älteren (!) Kollegen für deren Leistungen wie Rockstars. Wenn Warren Buffett und Charlie Munger einladen, kommen sie aus allen Erdteilen. Ab fünf Uhr stellen sie sich an, um einen guten Platz für die „Party“ zu bekommen.

Berkshire Hathaway

Berkshire Hathaway ist eine amerikanische Holdinggesellschaft. Der CEO ist Warren Buffett. Ihm gehören 36,8%. Berkshire ist an über 80 Unternehmen maßgeblich beteiligt und macht einen Jahresumsatz von mehr als 200 Milliarden US-Dollar. Coca-Cola, Apple, Heinz Ketchup, Eisenbahnen, Fluglinien, Energie, Versicherung... Vieles gehört zu Berkshire. Und dessen Geschichte liest sich wie ein Märchen aus 1001er Nacht. Sie beginnt im Jahr 1955 als mittelständisches Textilunternehmen. Heute hat das Unternehmen einen Wert von über 400 Milliarden US-Dollar.

Buffett und Munger

Was haben Warren Buffett und Charlie Munger anders gemacht als viele andere? Einmal wurde Buffett gefragt, wie man reich würde. Seine Antwort war ebenso einfach wie genial: ich kaufe Firmen zu einem Preis von 50, wenn sie eigentlich 100 wert sind. Das ist keine epochale Erkenntnis. Die Identifikation einer solchen Gesellschaft ist weitaus schwieriger. Sie erfordert eine große Marktkenntnis. Dies ist ein wesentlicher Grund, warum Berkshire nicht in China investiert. Buffett sagt, er kenne sich dort nicht aus. Er kaufe, was er verstehe. Seit über fünfzig Jahren erzielt er durchschnittlich 20% p.a.! Das ist mehr als doppelt so viel wie der amerikanische Index S&P 500. So verdoppelte sich der Wert von Berkshire Hathaway alle vier Jahre. Die Mannschaft um Warren Buffett hat sich dem Value Investing verschrieben.

Value Investing

Weitere Vertreter des Value Investings führen die Ranglisten der erfolgreichsten Investmentmanager an. Peter Lynch, Hendrik Leber, Benjamin Graham, Joel Greenblatt, John Templeton und andere. Alle haben den S&P 500 Index zwischen 10 und 55 Jahren deutlich outperformt. Die meisten haben den Value-Ansatz um weitere Ertragsbringer erweitert. So auch der Fondsmanager des Capital Bank Opportunities (CBO) Manfred Zöhrer. Wie er seinen Fonds bereichert und warum er den deutschen Aktienindex DAX übertrifft, erfahren Sie in der Präsentation, die Sie über diesen Button downloaden können:

Peter Halbschmidt, CFP, EFA © Capital Bank
geschrieben von Peter Halbschmidt

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