Besser als die Benchmark © Capital Bank Private Banking

Können aktive Vermögensverwalter passive ETFs schlagen?

14.06.202114. Juni 2021 2 min Lesezeit

Wie der Schatten dem Läufer folgt, so bildet der Exchange Traded Fonds (ETF) einen beliebigen Index ab. Eine Outperformance ist völlig ausgeschlossen. Liefert der Index eine negative Performance, machen Sie ebenfalls ein Minus. Dabei gilt: Je höher die Aktienquote und je spezieller das gewählte Aktienuniversum, desto wahrscheinlicher ist es, dass der aktive Manager den Index übertrifft. Warum das so ist, lesen Sie im folgenden Blog.

Was versteht man unter aktivem bzw. passivem Fondsmanagement?

Das passive Fondsmanagement bildet einen Index ab. Der sogenannte ExchangeTradedFund -ETF- kauft zB alle Aktien, die in einem Index, wie dem DAX oder S&P 500, enthalten sind mit der gleichen Gewichtung. Wird ein Unternehmen aus dem Index entfernt und durch ein anderes ersetzt, folgt der "Fondsmanager" einfach dieser Entscheidung und die Zusammensetzung des Fonds ändert sich entsprechend. Für ExchangeTradedFunds der neueren Generation werden auch eigene Indizes entwickelt. Der aktive Fondsmanager versucht, die Benchmark zu schlagen, indem er es anders macht als der Index.

Aktive Vermögensverwalter vs. passive Benchmark (ETF)

Alle Vertreter der Branche der ExchangeTradedFunds werden Ihnen sagen, dass der Index auf längere Sicht unschlagbar ist. Allein schon wegen der Kosten, die im ETF deutlich geringer seien. Und wenn eine Outperformance durch einen aktiven Vermögensverwalter überhaupt möglich sei, dann nur kurzzeitig. Keinesfalls auf eine längere Periode. Das nenne ich eine starke Ansage! Warum sollte ein aktiver Manager eine schlechtere Performance erzielen müssen? Wenn man es genau betrachtet, dann hinkt der Vergleich. Warum? Im Gegensatz zu einem Fondsmanager beschäftigen sich Vermögensverwalter selten mit nur einem Markt oder einer Assetklasse. Vielmehr handelt es sich bei einer professionellen Vermögensverwaltung um mehr oder weniger komplexe Strategien im Sinne des Anlegers.

Wie viel Performance (Wertentwicklung) verträgt der Anleger?

Sie finden diese Frage seltsam? Bedenken Sie, dass Chance und Risiko einander bedingen und nicht isoliert betrachtet werden können. Der Risikoappetit schwankt nicht nur von Anleger zu Anleger, sondern variiert auch im Zeitverlauf. Laufen die Börsen gut, will der durchschnittliche Anleger mehr Aktien. Er traut sich mehr Risiko/Chance zu. Fallen die Aktien, fürchten sich viele Anleger und wollen weniger Risiko/Chance in Form von Aktien. Diese „Stimmungsschwankungen“ hat der Vermögensverwalter ebenso. Auch deshalb schafft er einen Rahmen, in dem er sich bewegen kann.

Die Asset Allocation entscheidet über den Erfolg - nicht der Zeitpunkt

Die Komposition der verschiedenen Assetklassen übernimmt der Asset Manager, also Vermögensverwalter. Er wird immer einem aktiven Ansatz folgen. Das kann er auch mit passiven Instrumenten, wie ETF oder ETC usw., machen. Tatsächlich müssen aber auch die passiv gemanagten Fonds aktiv in der Asset Allocation - also in deren Zusammensetzung zueinander - verwaltet werden.

Wer einen fairen Vergleich zwischen einer Vermögensverwaltung mit aktiven oder passiven Instrumenten machen will, muss je eine Benchmark pro Kunden (Risiko-)gruppe erstellen.

Das hat die Private Banking Prüfinstanz „Fuchsbriefe“ gemacht und Banken aufgefordert, sich der Herausforderung zu stellen.

Herausforderung angenommen: Die Capital Bank gegen eine Benchmark aus passiven ETF

Wir sind überzeugt, dass wir gegenüber eines Vergleichsportfolios - auch auf Dauer - besser sind. Die entsprechenden Benchmarks wurden von der international renommierten „Private Banking Prüfinstanz“ erstellt. An diesem Wettbewerb nahmen in Deutschland, Liechtenstein, der Schweiz und Österreich 73 Banken und Vermögensverwalter teil. Beginnend mit Januar 2016 konkurrierten die Teilnehmer miteinander, aber vor allem mit den Vergleichsportfolios aus passiv „gemanagten“ ETFs.

Fünf Jahre später steht fest: Aktive Verwalter können passive Benchmarks schlagen, auch längerfristig

Das Ergebnis war für viele Marktteilnehmer überraschend. Für einen kurzen Betrachtungszeitraum konnten sich Einige vorstellen, dass die aktiven Vermögensverwalter die passive Benchmark in der Perfomance übertreffen würden. Nicht aber längerfristig. Kurzfristige Outperformance hätte auch Zufall sein können. Mittel- und längerfristige Mehrrendite ist nur mit einer durchdachten Strategie und einem sauberem Vermögenshandwerk der Asset Manager zu begründen.

Nach fünf bewegten Jahren mit steigenden und kräftig fallenden Kursen steht fest, dass aktive Vermögensverwalter bessere Ergebnisse erzielen können, auch nach Kosten.

Wie häufig konnten aktive Vermögensverwalter die passive Benchmark schlagen?

Von den 73 Teilnehmern am fünfjährigen Performance-Projekt der Private Banking Prüfinstanz konnten 27 die Benchmark dauerhaft schlagen. Das sind 37 %.

Zu diesem feinen Kreis gehört auch die Capital Bank mit ihrer durchdachten Strategie der Global Brands, Global Innovators und Emerging Leaders auf der Aktienseite und der Staats-, Unternehmens- und Schwellenländer-Anleihen auf der Anleiheseite.

Fuchsbriefe Siegel Performance-Projekt ©Fuchsbriefe - Capital Bank Private Banking

Stärke beweist man durch Resultate. Wir sind stolz darauf, diesen Nachweis erbracht zu haben.

Vertrauen ist gut. Die richtige - ausgezeichnete - Privatbank ist besser.

Peter Halbschmidt, CFP, EFA © Capital Bank
geschrieben von Peter Halbschmidt

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