Russland erstmals seit 2011 vor Haushaltsüberschuss

14.05.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Keine Änderung des Leitzinses durch die Bank of England

Die britische Notenbank gab am Donnerstag bekannt, den Leitzins zur Versorgung der Banken mit Geld unverändert bei 0,5% zu belassen. Die wirtschaftlichen Aussichten für Großbritannien bleiben wegen der durch den Brexit verursachten Unsicherheiten weiter getrübt. So wuchs das englische Bruttoinlandsprodukt im 1. Quartal um lediglich 0,1% und damit am geringsten seit 2012. Für das gesamte Jahr 2018 prognostiziert die Notenbank ein Wirtschaftswachstum von lediglich 1,4%.

AMERIKA

Unverändert gute Verbraucherstimmung in den USA

Die gute Stimmung unter den Konsumenten in den USA hat sich auch im Mai konstant gezeigt. Der von der Universität berechnete Stimmungsindex blieb auf dem Wert des Vormonates bei 98,8 Punkten unverändert. Von den Ökonomen wurde ein Rückgang auf 98,5 Zähler erwartet. Der Subindex für die künftigen Erwartungen legte von 88,4 Punkte aus dem Vormonat auf 89,5 Zähler deutlich zu. Die aktuelle Lage schätzen die US-Verbraucher etwas verhaltener ein. Der entsprechende Index ging von 114,9 auf 113,3 Zähler zurück. Die amerikanischen Konsumenten spielen eine wichtige Rolle für das US-Wachstum, sie erwirtschaften etwa 70% des Bruttoninlandsproduktes (BIP) der USA.

ASIEN

Neue Verhandlungen zwischen China und den USA

Um eine Lösung für die ins Stocken geratenen Verhandlungen wegen der Handelsstreitigkeiten zwischen China und den USA voranzutreiben, hat sich eine hochrangige Regierungsdelegation mit amerikanischen Amtskollegen in Washington getroffen. Gleichzeitig sollen auch der ankündigte Besuch des chinesischen Vize-Ministerpräsidenten und Handelsexperten Liu He in den USA vorbereitet werden. Chinas Präsident Xi Jinping hatte zuletzt die Bereitschaft seines Landes an der Beendigung der Handelsdifferenzen zugesichert.

UNTERNEHMENS-NEWS

APPLE ARBEITET MIT GOLDMAN SACHS AN KREDITKARTE

Der Techriese arbeitet mit der Investmentbank an einer gemeinsamen Kreditkarte. Diese soll ab dem nächsten Jahr mit dem Logo von Apple-Pay erhältlich sein. Damit endet dann wohl auch die bisherige Partnerschaft mit der britischen Großbank Barclays. Bis dato war es mit der Kreditkarte aus dieser Kooperation möglich, Punkte zu sammeln und diese dann zu einem späteren Zeitpunkt in Apple-Gutscheine zu tauschen oder sich auf den Kauf eines Apple-Produktes anrechnen zu lassen. Apple erhofft sich dadurch, den Umsatzanteil des Geschäftes mit Dienstleistungen und Inhalten weiter ankurbeln zu können. Zuletzt war man ja noch immer stark abhängig von den Verkäufen der iPhone-Modelle. Im Geschäftsjahr 2017 war dieses noch für rund 62% des Gesamtumsatzes von Apple verantwortlich.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

RUSSLAND ERSTMALS SEIT 2011 VOR HAUSHALTSÜBERSCHUSS

Russland könnte infolge der angestiegenen Ölpreise erstmals seit 2011 wieder einen Haushaltsüberschuss erzielen, wie die Nachrichtenagentur Reuters mitteilte. Der Überhang könne dieses Jahr bei knapp 0,5% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) oder umgerechnet rund sechs Milliarden Euro liegen, wie der Entwurf des Haushaltsgesetzes zeigt, der am Freitag vorlag. Ein früherer Entwurf hatte noch einen Fehlbetrag von über 1% des BIP ausgewiesen. Allerdings wurde dieser noch auf Basis eines Ölpreises von 40 Dollar erstellt. In den ersten vier Monaten des Jahres lag er jedoch bei über 66 Dollar.

Die Preisentwicklung ist für das Export-Land von großer Bedeutung. 40% der Staatseinnahmen stammen aus dem Öl-Geschäft. Dem wiedergewählten Präsidenten Wladimir Putin könnten höhere Einnahmen dabei entgegen kommen, seine Wahlversprechen einzulösen. Er beabsichtigt den Lebensstandard der Russen zu verbessern und der Wirtschaft des Landes zusätzliche Impulse zu geben.

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