Britischer Arbeitsmarkt verzeichnet starken Stellenzuwachs

16.05.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

ZEW-Konjunkturerwartungen verbessern sich in der Eurozone leicht

Die Stimmung unter den Finanzexperten und institutionellen Investoren ist im Mai in Deutschland wie erwartet stabil geblieben. Der ZEW-Index der Konjunkturerwartungen verharrte bei minus 8,2 Punkten, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) mitteilte. Die Einschätzung der aktuellen Lage fiel etwas besser aus als erwartet. Sie sank leicht auf 87,4 Punkte, hier wurde von den Experten ein Rückgang auf 85,0 Zähler erwartet. Die aktuellen politischen Unsicherheiten drücken auf die Konjunkturerwartungen in Deutschland, meinte dazu ZEW-Präsident Achim Wambach. Für die Eurozone haben sich die Konjunkturerwartungen im Mai leicht verbessert. Hier legte der entsprechende Indikator um 0,5 Punkte auf plus 2,4 Zähler zu.

AMERIKA

US-Einzelhandel steigert Umsätze im April

Die Einzelhändler in den USA haben im April wieder mehr Geld in den Kassen als im Monat zuvor. Wie das US-Handelsministerium am Dienstag berichtete, lagen die Umsätze zum Vormonat um 0,3% höher. Für den März wurde das Ergebnis von plus 0,6% auf plus 0,8% nachträglich berichtigt. Die Umsatzzuwächse wurden auf breiter Basis erzielt. Sowohl der Lebensmittel- und Getränkehandel als auch die Verkäufe von Bekleidung legten deutlich zu. Die Verkaufsumsätze an den Tankstellen stiegen im April um deutliche 0,8% an. Dieser Zuwachs dürfte auf die jüngst gestiegenen Benzinpreise zurückzuführen sein.

ASIEN

Industrieproduktion in Japan zieht weiter an

Die Produktion der Industriebetriebe in Japan hat sich von ihrem Einbruch zu Jahresbeginn weiter erholt. Der Produktionsausstoß erhöhte sich im März um 1,4% und lag damit über den Erwartungen der Experten mit einem Plus von 1,2%. Das gab das japanische Handelsministerium in einem Bericht am Mittwoch bekannt. Die Industrieproduktion misst die Veränderung der gesamten Produktionsmengen der japanischen Fabriken und Minen. Die Produktionsdaten bieten einen guten Indikator für die Stärke des Industriesektors.

UNTERNEHMENS-NEWS

VODAFONE SCHREIBT WIEDER SCHWARZE ZAHLEN

Der Mobilfunkriese konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Gewinn von 2,8 Milliarden Euro verbuchen. Im Jahr zuvor belastete noch das Indien-Geschäft mit einer Abschreibung in Milliardenhöhe und drückte den Konzern tief in die roten Zahlen. Dank einem rigorosen Sparprogramm, der starken Nachfrage nach Datenpaketen sowie einem Plus an Neukunden kehrte man wieder in die Gewinnzone zurück.

Die Erlöse von Vodafone gingen zwar leicht zurück, dies ist jedoch auf die Ausgliederung des Geschäfts in den Niederlanden und einer ungünstigen Wechselkursentwicklung zurück zu führen. Überraschenderweise gab auch Vittorio Colao, der langjährige CEO des Konzerns, seinen Rücktritt bekannt. Ab Oktober wird dann der bisherige Finanzchef Nick Read das Steuer übernehmen.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

BRITISCHER ARBEITSMARKT VERZEICHNET STARKEN STELLENZUWACHS

In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres – rund ein Jahr vor dem EU-Ausstieg Großbritanniens – stieg die Zahl der Beschäftigten um knapp 200.000 an. Dies teilte das Statistikamt ONS am Dienstag mit. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Experten rechneten lediglich mit einem Plus von 130.000. Der Anstieg entspricht dem stärksten Zuwachs seit 2015. Zudem lag die Arbeitslosenquote mit 4,2% auf dem niedrigsten Wert seit mehr als 40 Jahren.

Die Löhne und Gehälter konnten ebenfalls kräftig zulegen. Mit einem Plus von 2,9% konnte nach Abzug der durchschnittlichen Preissteigerung im ersten Quartal ein Anstieg der Reallöhne von 0,2% erzielt werden. Noch im gesamten Jahr 2017 waren die Reallöhne stets gefallen. Seit dem Brexit-Referendum im Juni 2016 sind die Verbraucherpreise in Großbritannien stark angestiegen. Ausgelöst durch das schwache Pfund, trugen vor allem die Importe zu dieser Preissteigerung bei.

Im ersten Quartal lag das Wirtschaftswachstum bei 0,1% im Vergleich zum Vorquartal und war damit so niedrig wie seit 2012 nicht mehr. Der IWF erwartet für Großbritannien heuer ein Wachstum von 1,6%.

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