China: Trotz Senkung der Importzölle keine Einigung mit den USA

04.06.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Stimmung im verarbeitenden Gewerbe im Euroraum stagniert im Mai

Das verarbeitende Gewerbe in der Eurozone hat sich im Mai wie erwartet moderat entwickelt. Der vom IHS Markit-Institut für diesen Sektor erhobene Einkaufsmanagerindex (PMI) bleibt für den Mai bei 55,5 Punkten. Mit diesem Wert wurden die Erwartungen der Analysten bestätigt. Während sich die Zuwächse bei Produktion und beim Auftragseingang etwas verringerten, sind die Einkaufs- und Verkaufspreise angestiegen. Die Geschäftsaussichten werden weiterhin positiv eingeschätzt. Auf Länderebene gab es im Mai leichte Wachstumsabschwächungen vor allem in Deutschland und Italien. Frankreich, Irland und Griechenland konnten dagegen zulegen.

AMERIKA

US-Arbeitsmarkt zeigt sich in ausgezeichneter Verfassung

Wie die US-Regierung in ihrem Arbeitsmarktbericht am Freitag berichtete, wurden im Mai 223.000 neue Stellen geschaffen. Das waren deutlich mehr als von den Experten erwartet wurde, diese hatten nur mit Stellenzuwachs von 188.000 Jobs gerechnet. Gleichzeitig fiel auch die Arbeitslosenrate mit 3,8% auf den niedrigsten Wert seit 18 Jahren. Auch die durchschnittlichen Stundenlöhne stiegen mit 0,3% mehr als erwartet an. Mit diesen guten Arbeitsmarktzahlen dürfte der Weg frei sein, für eine weitere Zinserhöhung. Die Währungshüter der US-Notenbank entscheiden Mitte Juni über eine weitere Anpassung des Leitzinses.

UNTERNEHMENS-NEWS

GENERAL ELECTRIC ZIEHT SICH AUS DEM IRAN ZURÜCK

Nach dem Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen hat nun auch der amerikanische Mischkonzern General Electric Konsequenzen angekündigt. GE wird den Verkauf von Ausrüstung für die Öl- und Gasindustrie in den Iran bis zum Ende dieses Jahres einstellen, wie mit der Sache vertraute Personen berichten. Der Industrieriese hatte große Ambitionen im Iran, nachdem die Weltmächte, sich bereit erklärt hatten, viele Sanktionen gegen Teheran im Jahr 2016 aufzuheben. Den Angaben zufolge hatten Tochtergesellschaften von GE bereits Gebote im Wert von bis zu 150 Millionen US-Dollar für Pipelines, Kompressoren und Unterwasserausrüstung im Iran vorbereitet und waren in Gesprächen mit einem iranischen Hersteller um Energieausrüstung herzustellen.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

CHINA: TROTZ SENKUNG DER IMPORTZÖLLE KEINE EINIGUNG MIT DEN USA

Das chinesische Finanzministerium gab am Freitag bekannt bei 1500 Produkten die Importtarife um knapp 60 Prozent zu senken. Die Waren umfassten jegliche Art von Konsumgütern, von Kosmetik bis zu Haushaltsgeräten.

 

Durch die Reduktion des durchschnittlichen Zollsatzes um 6,9 von derzeit 15,7 Prozent, ging die Volksrepublik auf seinen amerikanischen Handelspartner zu und stellte außerdem eine stärkere Öffnung der heimischen Wirtschaft in Aussicht. Bereits im Dezember wurden die Zölle von 200 Produkten um 7,7 Prozent gesenkt. Neben dem Zugeständnis an die US-Regierung gab es aber auch noch einen zweiten Grund für die Senkung der Einfuhrzölle. China produziert inzwischen in vielen Bereichen selbst genügend Produkte, die von der eigenen Bevölkerung in immer größerem Ausmaß konsumiert wird. Egal ob Autos, Smartphones, Luxusgüter oder Haushaltsgeräte: "Made in China" wird für viele Chinesen eine wirkliche Alternative zu ausländischen Produkten. Darum war es auch nicht verwunderlich, dass China diesen Schritt setzte und teilweise auf die Forderungen der Amerikaner einging.

 

Die Gespräche am Wochenende zwischen Vize-Premierminister Liu He und US-Handelsminister Wilbur Ross verliefen trotz der Verringerung der Importzölle jedoch nicht nach Wunsch Pekings. Zwar lobten beide Seiten das Gesprächsklima, doch konnten weder bei der Landwirtschaft noch im Bereich Energie und Stahl Fortschritte erzielt werden. Darum machte die chinesische Seite auch unmissverständlich klar, dass ein etwaiges Handelsabkommen, über das die beiden Regierungen derzeit verhandeln„ nicht in Kraft treten werde“, wenn Washington angedrohte Zölle auf chinesische Importe erlasse.

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