Griechische Wirtschaft wächst wieder stärker

05.06.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Erzeugerpreise in der Eurozone steigen nur moderat

Die Preisentwicklung auf Erzeugerebene hat sich im April schwächer als erwartet gezeigt. Wie die Statistikbehörde Eurostat am Montag berichtete, stagnierten die Erzeugerpreise auf dem Niveau des Vormonates. Von den Volkswirten wurde mit einem Preisanstieg um 0,5% gerechnet. Auch im Jahresvergleich fiel die Teuerung mit plus 2,0% geringer aus als erwartet. Die Produzentenpreise geben einen wichtigen Hinweis auf die Entwicklung der Inflationsrate. Preisänderungen werden früher oder später an den Handel und somit an die Kunden weitergegeben.

AMERIKA

US-Industrieaufträge fallen etwas schwächer aus als erwartet

Die Aufträge für die amerikanischen Industriebetriebe sind im April etwas schwächer ausgefallen als erwartet. Wie das Handelsministerium am Montag in Washington mitteilte, konnte die Betriebe um 0,8% weniger Aufträge an Land ziehen als im Monat zuvor. Im Vormonat hatte es einen Anstieg um 1,7% gegeben. Ohne die schwankungsanfälligen Bestellungen aus dem Transportbereich verzeichneten die Unternehmen aber ein Plus bei den Aufträgen von 0,4%. Auf Jahressicht lagen die Industrieaufträge im April um 8,3% höher.

ASIEN

Wachstum von Chinas Dienstleistern bleibt unverändert zum Vormonat

Der chinesische Caixin Dienstleistungs-PMI, der die Geschäftsaktivitäten der chinesischen Dienstleistungsunternehmen misst, ist zum Vormonat bei 52,9 Punkten unverändert geblieben. Das wurde von den Analysten auch so erwartet. Das Neugeschäft mit chinesischen Dienstleistungsunternehmen ist im Mai weiter gestiegen. Laut einer Umfrage haben eine stärkere Kundennachfrage und neue Produktangebote zur Umsatzsteigerung beigetragen. Bei den Preisen verlief die Steigerung, bedingt durch den Wettbewerbsdruck, nur moderat. Der Caixin Dienstleistungs-PMI zielt darauf ab, möglichst aktuelle Hinweise aller Geschehnisse in der Privatwirtschaft durch Verfolgen von Variablen wie Umsatz, Beschäftigung, Lager und Preisen zu liefern.

UNTERNEHMENS-NEWS

MICROSOFT ÜBERNIMMT GITHUB

Der Softwareriese gab gestern bekannt, dass man sich mit dem Onlinedienst Github auf eine Übernahme geeinigt hat. 7,5 Milliarden US-Dollar dürfte Microsoft dafür auf den Tisch legen. Github ist eine Open-Source-Plattform die Software-Entwicklungsprojekte bereitstellt. Derzeit arbeiten mehr als 27 Millionen Entwickler an rund 80 Millionen Programmen. Für Microsoft ist die Akquisition ein bedeutender Schritt. Das Unternehmen hatte den Fokus bis zuletzt auf Standardlösungen gelegt. Die Neuauflagen von Windows gab es immer nur in wenigen Versionen. Mit Github könnte man nun aber vermehrt auf individuelle Lösungen setzten.

SIEMENS BEKENNT SICH ZU HEALTHINEERS

In einem Interview mit der Börsen-Zeitung bekräftigte Michael Sen, Vorstandsmitglied des deutschen Industrieriesen und Aufsichtsratsvorsitzender von Siemens Healthineers, das langfristige Engagement von Siemens in seiner Medizintechniksparte. Diese wurde Mitte März mit einem Emissionserlös von 4,2 Milliarden Euro an die Börse gebracht. Seitdem hält Siemens eine Beteiligung von 85% an Healthineers, welche auch weiterhin aufrechterhalten werden soll. In weiterer Folge rechnet man damit, dass im Zuge der Neuordnung der DAX-Indexfamilie die Papiere der Medizintechniksparte sowohl im TecDAX wie auch im MDAX notieren werden.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

GRIECHISCHE WIRTSCHAFT WÄCHST WIEDER STÄRKER

Zuletzt hat die griechische Regierung neue Kredite strikt abgelehnt. Nun scheint ihr das ökonomische Umfeld den Rücken zu stärken: Die griechische Wirtschaft ist im ersten Quartal infolge steigender Exporte wieder stärker gewachsen. Wie das Statistikamt in Athen am Montag mitteilte, legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von Jänner bis März im Vergleich zum letzten Quartal 2017 um 0,8% zu.

Damit fiel der Zuwachs viermal so kräftig aus wie im Vorquartal und doppelt so stark wie im Schnitt der Euro-Zone. Die griechische Wirtschaft wächst bereits seit fünf Quartalen ununterbrochen. Während die Warenexporte diesmal um 5,1% zulegten, verbuchte man beim Konsum ein Plus von 0,1%. Die Investitionen schrumpften indes.

Im Vergleich zum Auftakt des Vorjahres expandierte die Wirtschaftsleistung in den ersten drei Monaten 2018 um 2,3%. "Das war das höchste Wachstumstempo in einem Jahrzehnt", teilte Ökonom Nikos Magginas von der National Bank mit. Es unterstützt die optimistischen Prognosen der Industriestaaten- Organisation OECD. Diese traut Griechenland 2018 ein Wachstum von 2,0% zu, das 2019 sogar auf 2,3% steigen soll. Griechenland verharrte lange in einer Rezession. Das führte in weiterer Folge dazu, dass die Wirtschaftsleistung um rund ein Viertel einbrach. Ministerpräsident Alexis Tsipras beabsichtigt das Land nach dem Auslaufen der europäischen Rettungsprogramme im Sommer mit einem Wachstumsplan in einen nachhaltigen Aufschwung zu steuern.

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