Mexiko bleibt trotz Handelssanktionen optimistisch für Nafta-Einigung

07.06.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Deutsche Maschinenbaubranche profitiert von starker Inlandsnachfrage

Dank großer Nachfrage aus dem Inland haben die Bestellungen von deutschen Maschinen und Anlagen im April kräftig angezogen. Der Chefvolkswirt des Branchenverbandes VDMA, Ralph Wiechers, meldete ein Orderplus aus dem Inland von satten 20,0%. Insgesamt konnte der Maschinenbau ein Plus an neuen Aufträgen von 12,0% verbuchen. Die Unternehmen des Maschinen-und Anlagenbaues in Deutschland beschäftigen rund eine Million Angestellte. Aufgrund der guten Zahlen will der Branchenverband an seiner Produktionsprognose für das laufende Jahr von 5,0% weiter festhalten.

AMERIKA

Handelsbilanzdefizit in den USA fällt immer April deutlich geringer aus

Der Fehlbetrag in der US-Handelsbilanz ist im April spürbar zurückgegangen. Wie das US-Handelsministerium berichtete, fiel der Passivsaldo mit 46,20 Milliarden Dollar deutlich geringer als erwartet aus. Für den Vormonat weist der Bericht ein Minus von 48,70 Milliarden Dollar aus, somit ist das Defizit um 2,1% zurückgegangen. Die US-Exporte von Waren und Dienstleistungen erreichten mit 211 Milliarden Dollar einen Rekordwert für einen einzelnen Monat, während die Importe leicht zurückgingen. Bessere Ergebnisse konnten unter anderem im Handel mit Mexiko und Japan erwirtschaftet werden. Das Defizit mit China fiel dagegen etwas höher aus. Es kletterte um 8,1% auf 28 Milliarden Dollar, da die US-Exporte nach China deutlich zurückgegangen sind.

ASIEN

Japanischer Leitindex steigt wie erwartet

Der japanische Gesamtindustrieindex ist im April wie erwartet leicht angestiegen. Wie das Kabinettsbüro am Donnerstag meldete, ist er auf 105,6 Punkte gestiegen. Der Wert des Vormonates wurde von 105,6 auf 104,4 Zähler nachträglich berichtigt. Der japanische Leitindex misst die generelle Gesundheit der Wirtschaft in Japan, indem er 12 verschiedene Indikatoren kombiniert, wie zum Beispiel Maschinenbestellungen und Aktienpreise.

UNTERNEHMENS-NEWS

GROSSAUFTRAG FÜR SIEMENS

Die Kraftwerkssparte des deutschen Industrieriesen konnte erneut einen Großauftrag an Land ziehen. Das schottische Energieunternehmen SSE gab den Bau eines Gas- und Dampfkraftwerkes in Auftrag. Rund 400 Millionen werden dadurch in die Kassen von Siemens gespült.

 

Die Kraftwerkssparte hatte zuletzt mit dem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld zu kämpfen und in weiterer Folge mit deutlichen Auftragsrückgängen. Siemens will dem mit einem massiven Sparprogramm entgegentreten. Weltweit will man bis zu 6.900 Arbeitsplätze einsparen – die Hälfte davon in Deutschland. Da kommt ein Auftrag in dieser Größenordnung gerade richtig.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

MEXIKO BLEIBT TROTZ HANDELSSANKTIONEN OPTIMISTISCH FÜR NAFTA-EINIGUNG

Das mexikanische Wirtschaftsministerium veröffentlichte am Dienstag eine Liste von amerikanischen Metall- und Agrarprodukten auf denen Zölle von bis zu 25 Prozent eingehoben werden sollen. Die Abgaben bei Fleischprodukten, Äpfel und Kartoffeln sollen bei 20 Prozent liegen und bereits ab Mittwoch in Kraft treten. Für die restlichen Erzeugnisse wurde kein genauer Zeitrahmen genannt.

 

Bei der Präsentation der Sanktionen im mexikanischen Fernsehen zeigte sich der Wirtschaftsminister jedoch kalmierend. Ildefonso Guajardo glaube trotz des aktuellen Handelsstreits mit den Vereinigten Staaten weiterhin an einen neuen Nafta-Deal. Die wichtigsten Fragen der neuen Struktur wären bereits von allen Parteien geklärt, lediglich der politische Wille und die Flexibilität zur Umsetzung des Deals würden noch fehlen.

 

Diese Flexibilität der USA sehen Analysten aufgrund der Abgabenerhöhung Mexikos jedoch nicht mehr gegeben. US-Wirtschaftsberater Larry Kudlow sprach von einer strategischen Änderung bei den Nafta-Verhandlungen. Die gemeinsamen Gespräche aller Parteien zum nordamerikanischen Freihandelsabkommen werden derzeit ausgesetzt. Präsident Donald Trump würde nun getrennte Verhandlungen mit beiden Handelspartnern bevorzugen.

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