China will zusätzliche US-Güter um 70 Milliarden Dollar importieren

08.06.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Deutscher Großhandel setzt im ersten Quartal 2018 mehr um

Die deutschen Großhandelsunternehmen haben im ersten Quartal 2018 mehr Geld in den Kassen gehabt als im Jahr zuvor. Nach den Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) stiegen die Umsätze auf preisbereinigter Basis um 0,8% zum Vorjahr an. Beim Produktionsverbindungshandel (Großhandel mit Rohstoffen, Halbwaren und Maschinen) blieben die Umsätze unverändert. Bei den Umsätzen im Großhandel mit Konsumgütern konnte dagegen ein Umsatzplus von 1,2% erzielt werden.

AMERIKA

Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe gehen weiter zurück

Die Erstanträge auf eine Arbeitslosenunterstützung in den USA sind in der Woche zum 2.Juni etwas zurückgegangen. Wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag berichtete, fiel die Anzahl der Anträge im Vergleich zur Vorwoche um 1.000 auf 222.000 Neuanträge. Der Wert der Vorwoche wurde von ursprünglich 221.000 auf 223.000 Anträge nach oben berichtigt. Der etwas aussagekräftigere Vierwochendurchschnitt lag mit 225.500 etwas höher. Insgesamt erhielten in den USA in der Woche zum 26.Mai 1,741 Millionen Personen eine Arbeitslosenunterstützung.

ASIEN

Chinas Handelsüberschuss fällt überraschend deutlich geringer aus

Der Überschuss in der chinesischen Handelsbilanz ist im Mai deutlich gefallen. Nach offiziellen Angaben lag er im Mai bei 24,92 Milliarden Dollar. Die Experten hatten mit einem höheren Wert von 31,9 Milliarden Dollar gerechnet. Während im Jahresvergleich um 12,6% mehr Waren und Dienstleistungen exportiert wurden, legten die Einfuhren mit plus 26,0% deutlich mehr als erwartet zu. Diese Zahlen dürften für die Verhandlungen im Handelsstreit mit den USA gute Nachrichten sein.

UNTERNEHMENS-NEWS

MICROSOFT VERSENKT RECHENZENTRUM IM MEER

Der Softwareriese will seine Energieeffizienz steigern. Im Zuge dessen wurde „Project Natick“ gestartet welches eine bessere Kühlung für die Server des Konzerns erreichen soll. Dafür wurde ein kleines Rechenzentrum bestehend aus zwölf Server Racks vor dem schottischen Archipel Orkney im Meer versenkt. Die Strom- und Datenversorgung erfolgt mittels Unterseekabeln. Bis zu fünf Jahre sollen die Server am Meeresgrund bleiben können. Erweist sich das Projekt als Erfolg, dann will Microsoft zukünftig vermehrt darauf zurückgreifen. Das würde auch bedeuten, dass ein neues Rechenzentrum binnen weniger Wochen errichtet werden kann. An Land dauert dies oft Jahre.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

CHINA WILL ZUSÄTZLICHE US-GÜTER UM 70 MILLIARDEN DOLLAR IMPORTIEREN

China unternimmt weiterhin große Anstrengungen, um eine Lösung im Handelsstreit mit den USA herbeizuführen. Peking habe angeboten, zusätzliche US-Güter wie Sojabohnen, Rohöl und Kohle im Umfang von knapp 70 Milliarden Dollar (rund 60 Milliarden Euro) zu kaufen, falls die USA im Gegenzug angedrohten Strafzölle auf chinesische Güter im Wert von 50 Milliarden Dollar fallen lassen, hieß es aus US-Regierungskreisen. Damit bestätigte Washington einen Bericht des "Wall Street Journal", wonach ein Vorschlag zu zusätzlichen Importen am Wochenende bei Handelsgesprächen zwischen chinesischen Vertretern und einer US-Delegation Peking unterbreitet wurde. Aus dem US-Handelsministerium hieß es lediglich, noch gebe es "kein endgültiges Abkommen".

 

Das chinesische Handelsministerium bestätigte am Donnerstag zudem, dass es am Wochenende "tiefgreifende und konkrete Diskussionen in spezifischen Bereichen der Handelszusammenarbeit" gegeben habe. Demnach ging es unter anderem um Agrar- und Energieprodukte. Nach dem Umfang von 70 Milliarden Dollar gefragt, wollte ein Sprecher keine weiteren Angaben machen. Die US-Exporte nach China hatten 2017 einen Umfang von gut 130 Milliarden Dollar, ein Paket von zusätzlichen 70 Milliarden Dollar wäre ein Anstieg von fast 54%. Dem US-Präsidenten Donald Trump ist das hohe Handelsdefizit seines Landes mit China ein Dorn im Auge. Im März drohte Trump China Strafzölle an, eine endgültige Liste mit Produkten, die mit Strafzöllen von 25% belegt werden sollen, liegt noch nicht vor.

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