Argentinien bekommt bis zu 50 Millionen Dollar vom IWF

11.06.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Deutsche Exporte fallen im April geringer aus – Einfuhren steigen

Die deutsche Wirtschaft hat im April weniger Waren und Dienstleistungen exportiert. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte, sanken die Ausfuhren im Vergleich zum Vormonat um 0,3%. Im Gegenzug legten die Importe deutlich mehr als erwartet zu. Der Bericht zeigte einen Zuwachs bei den Einfuhren um 2,2%. Dieser Wert liegt deutlich über den Schätzungen der Experten, diese hatten nur mit einem Plus von 0,6% gerechnet. Die Handelsbilanz fiel mit 19,4 Milliarden Euro etwas geringer aus.

AMERIKA

Kanadas Wirtschaft baut Arbeitsplätze ab

In der kanadischen Wirtschaft hat sich im Mai die Anzahl der Erwerbstätigen überraschend um 7.500 Jobs verringert. Das geht aus einem Bericht des kanadischen Statistikamtes vom Freitag hervor. Von den Ökonomen wurde dagegen mit einem Stellenaufbau von 17.500 neuen Jobs gerechnet. Insgesamt wurden 31.000 Vollzeitbeschäftigte abgebaut. Im Gegenzug stieg die Anzahl der Teilzeitstellen um 23.600 an. Die Arbeitslosenquote blieb im Mai mit 5,8% unverändert.

ASIEN

Unveränderte chinesische Verbraucherpreise im Mai

Das chinesische Statistikamt teilte am Samstag in Peking die Verbraucherpreise für Mai mit einer Steigerung von 1,8% gegenüber dem Vorjahreszeitraum mit. Das ist der gleiche Wert wie im Vormonat und entspricht auch den Analystenerwartungen. Das Inflationsziel der chinesischen Regierung liegt zwar bei 3%, oberste Priorität hat allerdings der Abbau von Schulden der Großkonzerne.

UNTERNEHMENS-NEWS

APPLE DROSSELT BESTELLUNGEN BEI ZULIEFERERN

Der Techriese hat dem Bericht der japanischen Wirtschaftszeitung zufolge, die Bestellungen bei seinen Zulieferbetrieben zurückgefahren. Diesem zufolge habe sich das Auftragsvolumen für Komponenten der neuen iPhone-Generation um rund ein Fünftel reduziert. Das schickte danach vor allem die Kurse der Apple-Zulieferer auf Talfahrt. Von offizieller Seite gab es noch keine Bestätigung.

Apple rechnet für das laufende Geschäftsjahr mit dem Verkauf von rund 80 Millionen iPhones. Im letzten Jahr waren es noch 100 Millionen. Bereits seit Monaten gab es Spekulationen, dass der Konzern die hohen Erwartungen bei den Verkaufszahlen nicht erfüllen könnte. Doch immer wieder konnte Apple überraschen. So auch im letzten Quartal. Hier konnte man mit 52,2 Millionen verkauften iPhones um 3% mehr als noch im Vorjahreszeitraum absetzen.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

ARGENTINIEN BEKOMMT BIS ZU 50 MILLIONEN DOLLAR VOM IWF

Der internationale Währungsfonds (IWF) hat dem südamerikanischen Land Hilfen in Höhe von rund 50 Millionen US-Dollar zugesichert. Mit diesem gewährten Sicherheitsnetz sollen Wirtschaftskrisen der Vergangenheit verhindert werden können. Als Teil der Vereinbarung hat Argentinien mehr Haushaltsdisziplin verspochen und eine größere Unabhängigkeit der Notenbank zugesagt.

Zuvor hatte Argentinien dem IWF jahrelang den Rücken zugekehrt. Denn nach der Wirtschaftskrise in den Jahren 2001 bis 2002 war der Währungsfonds in Argentinien bekannt für zu harte Sparmaßnahmen. Zu Beginn des Hilfsgesuchs von Präsident Mauricia Macri gab es zuerst Proteste. Grund für das Einreichen des Hilfsgesuchs war die schwache Währung und die damit im Zusammenhang stehende extrem hohe Inflation. Viele Anleger ziehen ihr Geld zudem aufgrund steigender Zinsen in den USA aus Schwellenländern ab.

Damit die Kreditzusage verbindlich ist, muss noch der IWF-Gouverneursrat zustimmen, was mit 20. Juni passieren dürfte. Argentinien muss seinen Haushalt als Bedingung in den nächsten Jahren auf 1,3% des Bruttoinlandsprodukts reduzieren. Bis dato waren es 2,2%. Des Weiteren soll es eine Reform zu mehr Unabhängigkeit der Zentralbank geben. In Zukunft soll es auch keine weiteren Transfers der Zentralbank an das Finanzministerium geben. Das war bisher Usus und hat die Inflation im Land weiter angeheizt. Für Argentinien haben sich die Konjunkturaussichten zuletzt eingetrübt und die Wachstumsprognosen von über 3% für die kommenden beiden Jahre auf 1,4% für 2018 und auf 1,5 bis 2,5% für 2019 nach unten korrigiert.

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