China steckt Geld in die venezolanische Erdölindustrie

05.07.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Wachstum in der Eurozone gewinnt wieder an Dynamik

Das Wirtschaftswachstum im Euroraum hat zum Ende des zweiten Quartals wieder etwas zugelegt. Der von IHS-Markit Institut berechnete Gesamtindex (PMI) für die Privatwirtschaft ist im Juni auf 54,9 Punkte angestiegen. Die Schätzungen der Analysten lagen bei einem Wert von 54,8 Zählern. Produktion und Auftragseingang legten zu, die meisten Wachstumsimpulse gingen vom Servicesektor aus. Der Service-PMI legte auf 55,2 Punkte deutlich zu. Zuwächse beim Auftragseingang und der Beschäftigung sorgten für eine Verbesserung des Ausblicks.

AMERIKA

US-Automarkt zeigt sich weiter robust

Dank einer geringen Arbeitslosigkeit, Steuersenkungen und einer gute Wirtschaftslage pilgern die US-Verbraucher weiterhin in die amerikanischen Autohäuser. Die Angst, dass die steigenden Zinsen den Absatz von Autos dämpfen könnten, hat sich im Juni noch nicht bewahrheitet. Von den meisten Herstellern werden für den Juni steigende Absatzzahlen gemeldet.

US-Marktführer General Motors steigerte den Absatz seiner Fahrzeuge im zweiten Quartal um 4,6% und baute damit seine Marktanteile weiter aus. Die Verkaufszahlen der deutschen Autobauer zeigen dagegen ein gemischtes Bild. Während Volkswagen und Porsche Umsatzzuwächse meldeten, stagnierten die Verkäufe bei Audi und BMW nahezu. Von den Experten wird allerdings ein baldiges Ende der steigenden Absatzzahlen erwartet. Die angedrohten Strafzölle würden die Preise für Autos im Schnitt um 6.000 US-Dollar ansteigen lassen.

ASIEN

Handelsstreit zwischen China und den USA weitet sich aus

Die Volksrepublik China hat ab Freitag neue Zölle auf US-Güter im Ausmaß von 34 Milliarden Dollar angekündigt. Das wird von vielen Experten als Vergeltung gedeutet, da der US-Präsident seinerseits für Freitag neue Zölle auf Güter aus China im selben Umfang angekündigt hat. Allerdings hat die Regierung in Peking betont, dass sie Zollmaßnahmen keinesfalls vor den USA ergreifen werden. Der US-Präsident kritisiert die seiner Meinung nach unfairen Handelspraktiken Chinas und sieht sein Land in Handelsfragen benachteiligt.

UNTERNEHMENS-NEWS

NESTLÉ WEIST THIRD POINT IN DIE SCHRANKEN

Der aktivistische Investor Daniel Loeb, der mit seinem Fonds Third Point LLC derzeit rund 1,30% an dem Schweizer Unternehmen hält, forderte in der Vergangenheit immer wieder starke Veränderungen beim Nahrungsmittelriesen ein. In einem Brief an seine Investoren drängte er auf eine Neuausrichtung des Konzerns. Einheiten, die nicht zum Kerngeschäft zählen, sollen demnach abgespalten werden.

Neo-CEO Mark Schneider konterte nun. Man habe dem Konzern bereits eine Neuausrichtung verordnet. Man will sich verstärkt auf wachstumsstarke Geschäftsfelder wie Kaffee, Tiernahrung, Wasser und Säuglingsnahrung konzentrieren. Von anderen, weniger lukrativen Geschäftsteilen, will man sich trennen. Hier gab es auch bereits Fortschritte zu beobachten.

So wechselte das zuletzt schwächelnde Süßwarengeschäft bereits den Besitzer. Andererseits wurden Zukäufe im wachstumsstarken Gesundheitsgeschäft getätigt. Schneider zufolge ist Nestlé auf dem besten Weg, seine Ziele zu erreichen. Anvisiert sind unter anderem eine deutliche Margenverbesserung und eine Steigerung des Betriebsgewinns.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

CHINA STECKT GELD IN DIE VENEZOLANISCHE ERDÖLINDUSTRIE

Die Erdölindustrie des südamerikanischen Landes ist derzeit etwas angeschlagen. Aus diesem Grund gewährt die chinesische Entwicklungsbank Venezuela nun einen Kredit in Höhe von fünf Milliarden US-Dollar. Das teilte der venezolanische Wirtschaftsminister Simon Zerpa am Dienstag mit. Der Kredit an den staatlichen Ölkonzern PDVSA soll die Erdölförderung im Land wieder anschieben.

Venezuelas Erdölproduktion ist zuletzt von 3,5 Millionen Barrel am Tag auf 1,5 Millionen Barrel gesunken. Grund dafür sind neben Korruption und Misswirtschaft vor allem verschleppte Investitionen in Technologie und Fachwissen. In Folge hatte die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) die Fördermenge sogar wieder etwas angehoben, um den Rückgang in Venezuela zu kompensieren.

Bereits seit geraumer Zeit befindet sich das südamerikanische Land in der Krise. Das Reich der Mitte ist dabei der wichtigste Geldgeber. So hat China in den letzten zehn Jahren Venezuela rund 60 Milliarden US Dollar geliehen. Die Rückzahlungen erfolgen mittels Öllieferungen.

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