China sagt Staaten im Nahen Osten Milliarden-Kredite zu

11.07.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Handelsstreit mit USA drückt Konjunkturaussichten in Deutschland

Aufgrund der Handelsstreitigkeiten mit den USA herrscht im Juli bezüglich der Konjunkturaussichten Skepsis unter den Experten. Die monatlich vom Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsordnung (ZEW) durchgeführte Umfrage hinsichtlich der Konjunkturerwartungen für die nächsten sechs Monate ergab mit einem Abfall von 8,6 Punkten im Vergleich zum Vormonat eine überraschend deutliche Verschlechterung des Indikators auf -24,7 Zähler. Ein jäher konjunktureller Absturz droht laut Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank aus Liechtenstein, aber nicht: Vermehrte Investitionen aufgrund günstiger Finanzierungsbedingungen sowie der florierende Wohnungsbau sollen seinen Aussagen zufolge den ZEW-Index im August wieder deutlich verbessern.

AMERIKA

USA erweitern den Handelsstreit mit China

US-Präsident Donald Trump will im Handelsstreit mit China zusätzliche Zölle auf Waren im Ausmaß von 200 Milliarden Dollar einheben. Von der Regierung in Washington wurde am Dienstag eine Liste von Produkten präsentiert, auf welche bei Einfuhr in die USA 10% Zoll gezahlt werden sollen. Von dieser Maßnahme betroffen sind hunderte Lebensmittel, Tabak, Kohle, Chemikalien und Unterhaltungselektronik. Die US-Regierung möchte mit diesem Schritt China auffordern, seine unfaire Handelspolitik zu beenden und den eigenen Markt zu öffnen. Die Entscheidung Trumps wird nicht nur in China, sondern auch in den eigenen Reihen der Republikaner und auch seitens der US-Wirtschaft kritisch beurteilt.

ASIEN

Steigende Verbraucherpreise in China

Das nationale chinesische Statistikamt teilte am Dienstag mit, dass die Verbraucherpreise im Juni verglichen mit dem Vorjahr um 1,9% gestiegen sind. Dieser Anstieg entspricht den Erwartungen der Analysten, liegt aber unter der von der Regierung in Peking angepeilten Rate von 3% im Jahr.

UNTERNEHMENS-NEWS

SAP VERTIEFT PARTNERSCHAFT MIT THOMSON REUTERS

Der deutsche Softwareriese und der Datenanbieter arbeiten zukünftig verstärkt zusammen. Bereits jetzt arbeiten die beiden Unternehmen im Rahmen von einigen Softwarelösungen Seite an Seite. Zukünftig sollen zusätzlich auch Informationen zu Wechselkursen geliefert werden. Für SAP-Anwender soll dadurch die Kalkulation beziehungsweise Planung von grenzüberschreitenden Projekten mit unterschiedlichen Währungen genauer werden.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

CHINA SAGT STAATEN IM NAHEN OSTEN MILLIARDEN-KREDITE ZU

Mit Krediten und Finanzhilfen im Gesamtwert von über 20 Milliarden Dollar will die chinesische Regierung arabische Staaten im Nahen Osten unterstützen. Die Zusage erfolgte im Rahmen eines Treffens von Chinas Präsident Xi Jinping mit Vertretern von 21 arabischen Staaten in Peking.

 

Die Kredite sollen der Umsetzung eines Plans zum Wiederaufbau von Wirtschaft und Industrie dienen. Aber auch eine Zusammenarbeit in allen Energiebereichen einschließlich der Atom- und erneuerbaren Energien sei vorgesehen, sagte Xi. Neben seiner starken Präsenz in Afrika hat China auch sein Engagement im Nahen Osten ausgebaut.

 

In Chinas Strategie „Neue Seidenstraße“, die der Erschließung neuer Märkte dienen soll, wird den arabischen Staaten eine wichtige Rolle zugeschrieben. Obwohl die Region große Bedeutung für seine Energieversorgung hat, hat sich China mit politischen Bemühungen für Lösungen in den Konflikten im Nahen und Mittleren Osten bisweilen sehr zurückgehalten.

 

Offiziell verfolgt die chinesische Regierung bei der Gewährung von Entwicklungshilfen eine Politik der Nichteinmischung. Im Rahmen der Strategie „Neue Seidenstraße“ hat China auch schon den Staaten in Mittel- und Südeuropa Investitionen in Milliardenhöhe zugesagt.

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