Schweizerische Nationalbank erwirtschaftet 5,1 Milliarden Franken Gewinn im ersten Halbjahr

01.08.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Inflation in der Eurozone steigt wieder über die Zielmarke der EZB

Die Teuerung in der Eurozone hat im Juli überraschend weiter zugelegt. Wie die Statistikbehörde Eurostat am Dienstag berichtete, stieg die jährliche Inflationsrate von 2,0 auf 2,1% und liegt damit wieder über der von der Europäischen Zentralbank (EZB) angestrebten Zielmarke von 2,0%.

Als einer der Hauptgründe für die gestiegenen Preise werden im Bericht höhere Energiekosten (+9,4%) und überdurchschnittlich gestiegene Preise für Lebensmittel (+2,5%) angeführt. Auch die Kernteuerung, die besonders volatile Preise nicht berücksichtigt, legte von 0,9 auf 1,1% zu. Diese Kennzahl spart die Preise von Energie und Lebensmitteln aus und gilt als wichtiger Indikator für den Inflationstrend.

AMERIKA

US-Verbraucher steigern ihren privaten Konsum

Die amerikanischen Konsumenten haben sich im Juni wieder sehr ausgabefreudig gezeigt. Wie aus den Zahlen des US-Handelsministeriums vom Dienstag hervorgeht, haben sich die privaten Ausgaben im Vergleich zum Vormonat um 0,4% gesteigert. Der Wert für den Mai wurde nachträglich auf +0,5% nach oben berichtigt. Besonders in Restaurants und bei Übernachtungen wurde von den Amerikanern mehr Geld ausgegeben.

Von den Notenbankern werden besonders die Preisveränderungen bei den persönlichen Ausgaben der Verbraucher genau beobachtet. Der private Konsum erwirtschaftet etwa zwei Drittel des gesamten Bruttoinlandproduktes (BIP) in den USA.

ASIEN

Japan und die USA bereiten bilaterale Handelsgespräche vor

Der japanische Wirtschaftsminister Toshimitsu Motegi hat gestern bekanntgegeben, dass sein Land Anfang August mit den USA umfassende bilaterale Handelsgespräche aufnehmen wird. Bereits im April hatten sich der japanische Regierungschef Shinzo Abe und US-Präsident Trump geeinigt, einen neuen Rahmen für einen freien und fairen Handel auszuarbeiten.

Japan erwirtschaftet gegenüber den USA einen Handelsüberschuss, der von US-Präsident stark kritisiert wird. Japan fürchtet deshalb besonders zusätzliche US-Zölle auf Autos und Autoteile. Als Verhandlungspartner stehen sich der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer und der japanische Wirtschaftsminister Toshimitsu Motegi gegenüber, als Datum für den Verhandlungsbeginn wurde der 9. August genannt.

UNTERNEHMENS-NEWS

SAMSUNG: DÄMPFER IM SMARTPHONE-GESCHÄFT

Der weltgrößte Smartphone-Hersteller konnte im zweiten Quartal seinen Gewinn weiter steigern, jedoch weniger stark als zuletzt. Das Betriebsergebnis lag im Zeitraum April bis Juni bei 14,9 Billionen Won – umgerechnet rund 11,4 Milliarden Euro. Das entspricht zwar einem Zuwachs um knapp 6%, aber auch der geringsten Steigerungsrate seit mehr als einem Jahr.

Der Umsatz ging um rund 4% zurück und liegt umgerechnet bei 44,6 Milliarden Euro. Während das Chipgeschäft bei Samsung weiterhin floriert, schwächelten zuletzt die Smartphone-Verkäufe. Billigere Konkurrenzprodukte machen dem Konzern zu schaffen.

GE: TRENNUNG VON DIGITAL GESCHÄFT

Der US-amerikanische Industriekonzern will weiter abspecken. Ein Verkauf der Sparte GE Digital steht laut Medienberichten im Raum. Eine Investmentbank sei bereits mit der Organisation für eine Auktion beauftragt worden. Weitere Details wurden jedoch nicht genannt. Der Geschäftsbereich steuerte im letzten Jahr einen Umsatz von rund 4 Milliarden US-Dollar bei.

Neo-CEO John Flannery will General Electric wieder auf Kurs bringen. Seinem Plan zufolge wird sich General Electric auf die Geschäftsbereiche konzentrieren, in denen man über das meiste Know-how verfügt. Aus anderen Aktivitäten will man sich zum Großteil zurückziehen.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

SCHWEIZERISCHE NATIONALBANK ERWIRTSCHAFTET 5,1 MILLIARDEN FRANKEN GEWINN IM ERSTEN HALBJAHR

Am Dienstag präsentierte die Schweizerische Nationalbank die neuesten Zahlen zum ersten Halbjahr. Während die Notenbank im ersten Quartal noch einen Verlust von 6,8 Milliarden auswies, spülten ein starker Dollar und der robuste US-Aktienmarkt einen Gewinn im zweiten Quartal von knapp 12 Milliarden Franken in die Kassen der Nationalbank, 

Genauer betrachtet stammt der Halbjahresgewinn aus Zins- und Dividendenzahlungen. Davon kommen 5,2 Milliarden aus Fremdwährungspositionen und knapp eine Milliarde aus Gewinnen von Frankenpositionen. Einzig der Goldbestand musste einen Bewertungsverlust von 0,9 Milliarden Franken hinnehmen. Die gesamten Devisenanlagen beliefen sich mit Ende Juni 2018 auf 783,8 Milliarden Franken.

Die Schweizerische Nationalbank wies darauf hin, dass ihr Ergebnis von der Entwicklung der Gold-, Devisen- und Kapitalmärkte abhängig sei. Rückschlüsse auf das Jahresergebnis wären daher nur bedingt möglich. Ob eine Gewinnausschüttung an den Bund beziehungsweise Kantone erfolgen wird, sei derzeit noch nicht vorhersagbar. Lediglich die Höhe der Ausschüttung von maximal 2 Milliarden pro Jahr wäre in den Vereinbarungen enthalten.

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