Apple knackt die Billionengrenze - Britische Notenbank hebt Leitzinsen an

03.08.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Kräftiger Anstieg bei Pkw-Verkäufen dank Umweltprämien in Deutschland

Die Pkw-Verkäufe in Deutschland haben im Juli deutlich zugelegt. Wie der Verband der Automobilindustrie am Donnerstag mitteilte, wurden im vergangenen Monat 317.000 Neuwagen verkauft. Das bedeutet ein Plus von 12,0%. Im ersten Halbjahr wurden insgesamt knapp 2,2 Millionen Pkw neu zugelassen, ein Plus von 4,0%.

Der Grund für den gestiegenen Pkw-Absatz sind die Umweltprämien und Rabatte, die von den Herstellern gewährt wurden, um die Zahl der älteren Dieselfahrzeuge zu verringern. Bei den Dieselfahrzeugen gingen die Neuzulassungen um 10,5% stark zurück. Benzinbetriebene Pkw stehen weiter hoch im Kurs bei den Käufern, der Absatz kletterte um rund 25% nach oben.

AMERIKA

US-Industrie erzielt Auftragszuwächse im Juni

Die amerikanischen Industriebetriebe haben im Juni bereits den zweiten Monat in Folge mehr neue Aufträge an Land gezogen. Wie das US-Handelsministerium am Donnerstag mitteilte, wuchsen die Neuaufträge gegenüber dem Vormonat um 0,7% an. Dieser Wert wurde auch von den Experten erwartet. Das Auftragsplus von 0,4% aus dem Mai wurde zudem bestätigt. Die meisten Neubestellungen gingen für Flugzeuge, Lkw und schwere Maschinen ein.

ASIEN

Handelsstreit mit den USA belastet Chinas Dienstleister

Die chinesischen Dienstleistungsunternehmen haben im Juli weniger Neugeschäft an Land gezogen. Der vom Markit-Institut erhobene Stimmungsindex fiel von 53,9 Punkten aus dem Juni auf 52,8 Zähler und erreichte damit den niedrigsten Stand seit März. Als Hauptgrund wurden von den befragten Unternehmen die Unsicherheiten im Handelsstreit mit den USA genannt. Der Dienstleistungssektor nimmt in der chinesischen Wirtschaft eine immer wichtigere Rolle ein, er erwirtschaftet bereits mehr als die Hälfte des Bruttoinlandsproduktes (BIP) des Landes.

UNTERNEHMENS-NEWS

APPLE KNACKT DIE BILLIONENGRENZE

Der Techriese aus dem Silicon-Valley ist das erste Unternehmen weltweit, das eine Marktkapitalisierung von mehr als einer Billion US-Dollar erreicht hat. Am gestrigen Handelstag war es soweit. An der New Yorker Börse stiegen die Aktien um 2,7% auf 207,05 US-Dollar. Aus dem Handel gingen sie sogar mit 207,39 US-Dollar. Damit hat Apple nun etwa einen Börsenwert so hoch wie die 15 größten DAX-Unternehmen zusammen.

Anfang der Woche präsentierte der Konzern überraschend gute Quartalsergebnisse. Die Aktie verzeichnete daraufhin einen deutlichen Kurssprung und so warteten die Anleger bereits gespannt auf den Zeitpunkt des Erreichensdieser Marke.

SIEMENS TROTZT WÄHRUNGSEFFEKTEN

Der deutsche Industrieriese konnte im abgelaufenen Geschäftsquartal sein Ergebnis im Industriegeschäft  steigern. Im Vergleich zum Vorjahr zog dieses um 2% auf 2,71 Milliarden Euro. Damit wurden auch die Erwartungen der Analysten übertroffen. Auch die von vielen beachteten Auftragseingänge stiegen um 16% auf 22 Milliarden Euro an. Der Umsatz ging hingegen leicht auf 20,5 Milliarden Euro zurück. Ungünstige Währungsentwicklungen machten sich hier bemerkbar. Unter dem Strich verdiente man im dritten Quartal 1,21 Milliarden Euro.

Weiterhin gut lief es für Siemens im Geschäftsbereich „Digitale Fabrik“. Das Ergebnis konnte hier um die Hälfte gesteigert werden und lieferte auch den größten Beitrag zum Gesamtergebnis. Das konventionelle Kraftwerksgeschäft bleibt unter Druck. Umsatz und Gewinn gingen hier deutlich zurück

Vorstandschef Joe Kaeser zeigte sich dennoch zufrieden und sprach von einem starken Quartal. Der Ausblick für das laufende Geschäftsjahr wurde bestätigt. Man rechnet weiterhin mit einem leichten Umsatzzuwachs. Das Ergebnis je Aktie soll zwischen 7,70 und 8,00 Euro liegen.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

BRITISCHE NOTENBANK HEBT LEITZINSEN AN

Die britischen Währungshüter haben am Donnerstag den Schlüsselzinssatz um einen Viertelpunkt auf 0,75% angehoben. Damit befindet sich der Leitzins auf dem höchsten Niveau seit der Finanzkrise.

Grund für die Erhöhung, die einstimmig beschlossen wurde, ist die vergleichsweise hohe Inflation, die bereits seit Monaten über der Zielmarke von 2% liegt. Hauptverantwortlich für den Preisauftrieb ist das schwächelnde Pfund, das seit dem Brexit-Votum 2016 stark an Wert eingebüßt hat. Die dadurch verteuerten Importe haben die Kaufkraft der Briten belastet.

In Bezug auf zukünftige Zinsschritte äußerte sich die Bank of England (BoE) sehr vorsichtig. Diese Schritte würden nur graduell und in begrenztem Ausmaß erfolgen, teilte die BoE am Donnerstag mit. Aktuelle Daten würden darauf hindeuten, dass die Konjunkturschwäche im ersten Quartal nur vorübergehend gewesen sei, so die BoE.

Voraussichtlich Ende März 2019 tritt Großbritannien aus der EU aus. Wie die wirtschaftlichen Beziehungen zur EU zukünftig aussehen werden, ist nach wie vor unklar.

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