Italien will eine Milliarde Euro in die Entwicklung Afrikas investieren

06.08.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Einzelhandel in der Eurozone verzeichnet weiter steigende Umsätze

Die Einzelhandelsunternehmen im Euroraum haben im Juni wieder gute Geschäfte gemacht. Laut den Zahlen des Statistikamtes Eurostat sind die Umsätze den zweiten Monat in Folge um 0,3% angestiegen. Deutliche Zuwächse bei den Verkäufen gab es bei Nahrungsmitteln und Getränken (+0,7%), sowie bei Benzin und sonstigen Motorenkraftstoffen (+0,6%).

Besonders kräftig zulegen konnte der Versand- und Internethandel, hier betrugen die Umsatzsteigerungen gegenüber dem Vormonat 3,9%. Auf Länderebene wurden in Deutschland (+1,2%) und Spanien (+0,7%) im Juni das höchste Umsatzplus im Einzelhandel verzeichnet.

AMERIKA

US-Arbeitsmarkt bleibt weiter solide – Arbeitslosenquote sinkt

Die Bedingungen auf dem US-Arbeitsmarkt bleiben auch im Juli trotz der Handelsstreitigkeiten mit China und anderen Ländern gut, die Nachfrage nach Arbeitskräften ist weiter hoch. Laut den Zahlen des US-Arbeitsministeriums vom Freitag wurden im letzten Monat 157.000 zusätzliche Stellen geschaffen. Gleichzeitig wurden die Werte für die beiden Vormonate nach oben revidiert.

Die Arbeitslosenquote ging von 4,0% aus dem Vormonat auf 3,9% zurück. Die US-Stundenlöhne wurden um 0,26% auf 27,05 Dollar angehoben. Damit lagen die Löhne im Vergleich zum Vorjahr um 2,7% höher.

ASIEN

China reagiert auf neue Zolldrohungen aus den USA

Die chinesische Regierung hat am Freitag angekündigt, auf die neuerlichen Drohungen der US-Regierung, chinesische Einfuhren im Volumen von 200 Milliarden Dollar mit Strafzöllen zu belegen, zu reagieren. China will bestimmte Importe aus den USA im Ausmaß von 60 Milliarden Dollar mit neuen Abgaben belegen.

Gleichzeitig betonte man aber in Peking die Bereitschaft, die Verhandlungen zur Beendigung des Handelsstreites weiter fortführen zu wollen. Die bisherigen Maßnahmen der US-Regierung, das riesige Defizit im Handel mit China zu verringern, haben noch keinen Erfolg gezeigt. Im Juni hat sich das Handelsdefizit mit China erneut ausgeweitet, es stieg um knapp 1,0% auf 33,5 Milliarden Dollar an.

UNTERNEHMENS-NEWS

HITZE MACHT SICH BEI BASF BEMERKBAR

Eine Hitzewelle hat Europa derzeit fest im Griff. Direkte Auswirkungen aufgrund dessen gibt es nun auch beim deutschen Chemieriesen. Im Werk Ludwigshafen könnte es in den kommenden Wochen zu Beeinträchtigungen in der Produktion und in der Logistik kommen. Aufgrund der Trockenheit und der anhaltend hohen Temperaturen sinken die Pegelstände des Rheins. Ein Abtransport der produzierten Waren ist nur begrenzt möglich.

Auch gestaltet sich die Wiedereinleitung des Kühlwassers in den Rhein als schwierig. BASF verhandelt bereits mit Kunden über neue Transportwege. Zu Lieferengpässen sollte es nur in Einzelfällen und bei andauernder Wetterlage kommen.

MICROSOFT KOMMT AMAZON NÄHER

Der Softwareriese hat mit seinem Cloud-Angebot „Azure“ den Abstand zum Branchenprimus verkleinert. Der Marktanteil konnte von 8,7 auf 13,3% gesteigert werden und damit nimmt man Platz zwei ein. Amazon ist mit einem Marktanteil von 51,8% jedoch immer noch deutlich voran.

Microsoft legte in den letzten Jahren seinen Fokus auf das zukunftsträchtige Cloud-Geschäft und scheint damit goldrichtig zu liegen. Die Plattform Azure und auch die dazugehörigen Softwarepakete Office 365 und Dynamic 365 sind die größten Wachstumstreiber bei den Amerikanern.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

ITALIEN WILL EINE MILLIARDE EURO IN DIE ENTWICKLUNG AFRIKAS INVESTIEREN

Matteo Salvini, Innenminister und Chef der rechtspopulistischen Lega, will die Wirtschaft und Arbeit in Afrika unterstützen. Salvini, der gleichzeitig auch Italiens Vizepremier ist, ist klar der Meinung, dass im Kampf gegen die illegale Einwanderung in Europa das Schließen der Außengrenzen nicht genügt.

Salvini will eine Milliarde Euro investieren, um den afrikanischen Ländern Arbeitsaussichten in den Bereichen Landwirtschaft, Fischerei und Handel zu geben. In der Vergangenheit haben auch österreichische NGOs bereits immer wieder eine solche Entwicklungsmilliarde gefordert.

Gleichzeitig will Salvini die EU dazu anhalten, dass man mit den Kooperationsaufträgen auch Rückführungsabkommen mit den Herkunftsländern abschließe. Mit Tunesien gibt es von Seiten Italiens bereits ein Rückführungsabkommen. Dieses funktioniere gemäß dem Vizepremier auch gut. Salvini ist deshalb klar dafür, weitere Abkommen dieser Art zu unterzeichnen. Für AusländerInnen, die in Italien ein Verbrechen vergehen, fordert Salvini indes die sofortige Abschiebung.

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