Zahl der offenen Stellen in Deutschland auf Rekordhoch

08.08.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Experten erwarten für Deutschland mehr Wachstum im zweiten Quartal

Entgegen dem Trend in der Eurozone erwarten einige Ökonomen für Deutschland ein BIP-Wachstum im zweiten Quartal von 0,4%. Im Vorquartal betrug das Wachstumsplus nur 0,3%. Trotz zuletzt geschrumpfter Produktion und stagnierender Exporte bleibt das Bundeswirtschaftsministerium optimistisch. Auftragsbestände in der Industrie und im Baugewerbe sind nach wie vor hoch, zudem sei das Geschäftsklima noch immer deutlich im positiven Bereich.

Besonders die Binnenkonjunktur hat sich in Deutschland in den letzten Monat als wachstumstreibend erwiesen. Die Baubranche profitiert von der starken Nachfrage nach Wohnungen, ebenso wie der Einzelhandel, da die Konsumenten dank guter Beschäftigungslage und steigender Löhne wieder mehr Geld ausgeben.

AMERIKA

Verbraucherkredite in den USA fallen geringer als erwartet aus

Die Vergabe von US-Konsumentenkrediten ist im Juni weniger stark gestiegen als erwartet. Wie die US-Notenbank am Dienstag in Washington berichtete, stieg die Kreditvergabe im Vergleich zum Vormonat um 10,2 Milliarden US-Dollar an. Die Schätzungen der Experten lagen mit einem Anstieg um 15,0 Milliarden Dollar deutlich höher. Für den Vormonat wurde eine Steigerung des Kreditvolumens um 24,3 Milliarden Dollar gemeldet. Die Konsumentenkredite geben wichtige Hinweise auf die Verbraucherausgaben und das damit verbundene Verbrauchervertrauen.

ASIEN

Chinas Handelsüberschuss sinkt aufgrund höherer Importe

Die Volksrepublik China hat im Juli überraschend viele Waren importiert. Da die Exporte nicht im gleichen Ausmaß anstiegen, fiel der Handelsüberschuss etwas geringer aus. Wie aus den Zahlen der Zollbehörde hervorgeht, haben die Einfuhren auf Jahressicht im Juli um 27,3% zugenommen. Gleichzeitig stiegen die Exporte im Jahresvergleich nur um 12,2% an. Daraus ergibt sich ein Handelsbilanzüberschuss von 28,05 Milliarden Dollar. Die Schätzungen der Ökonomen lagen bei einem positiven Saldo von 39,10 Milliarden Dollar. Der Wert des Vormonates betrug 41,41 Milliarden Dollar.

UNTERNEHMENS-NEWS

SAMSUNG MIT NEUER SMARTWATCH

Die Südkoreaner wollen ihr Produktportfolio weiter ausbauen und bringen deshalb in nächster Zeit ein neues Smartwatch-Modell heraus – die Galaxy-Watch. Diese soll in zwei Größen auf den Markt kommen. Damit will man auch weibliches Publikum anzusprechen, dem die bisherigen Wearables von Samsung zu groß waren. Ein Pluspunkt des neuen Gerätes: Die Akkulaufzeit. Diese soll bis zu 7 Tage betragen.

PAKETGESCHÄFT LASTET AUF DER DEUTSCHEN POST

Der Wachstumsbringer lastet auf dem Ergebnis. Das Paketgeschäft, das in den letzten Jahren deutlich zulegen konnte, hat mit sinkenden Erträgen zu kämpfen. Der operative Gewinn brach in dieser Sparte um rund 60% ein. Das konnten auch gute Geschäfte im Frachtgeschäft nicht zur Gänze wettmachen. Gesamt ging das operative Ergebnis der Deutschen Post um 11% auf 747 Millionen Euro zurück. Konzernchef Appel setzt nun den Sparstift an. Auch eine Erhöhung der Preise für Briefe und Pakete ist angedacht.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

ZAHL DER OFFENEN STELLEN IN DEUTSCHLAND AUF REKORDHOCH

Die Zahl der nicht besetzten Stellen in Deutschland ist im zweiten Quartal 2018 auf 1,21 Millionen und damit auf ein neues Rekordhoch angestiegen. Sie erhöhte sich damit im Vergleich zum Vorjahr um rund 115.000, wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) bekanntgab.

In Westdeutschland waren rund 940.000 offene Stellen zu vergeben, in Ostdeutschland gut 270.000. Das Verhältnis von sofort zu besetzenden offenen Stellen und sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung, die so genannte Vakanzrate, beträgt im Bundesdurchschnitt 2,8%. Auf 100 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte kommen also fast drei unbesetzte Stellen. Im Jahr 2012 waren es zwei, wie das Institut ergänzte. Die Personalnachfrage sei demnach deutlich angewachsen.

Mit 3,2% liegt die Vakanzrate im Osten Deutschlands höher als in Westdeutschland mit 2,7%. „Für viele Betriebe in Ostdeutschland ist es nicht einfach, ein konkurrenzfähiges Lohnniveau zu bieten. Hinzu kommt, dass die jahrzehntelange Ost-West-Abwanderung von jungen Menschen ihre Spuren hinterlassen hat“, erklärte IAB-Arbeitsmarktforscher Alexander Kubis die unterschiedlichen Raten.

Das IAB untersucht vierteljährlich das gesamte Arbeitsplatzangebot, also auch jene Stellen, die den Arbeitsagenturen nicht gemeldet werden. Im zweiten Quartal wurden Rückmeldungen von rund 9.000 Arbeitgebern sämtlicher Wirtschaftsbereiche untersucht.

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