US-Handelsdefizit im Juli kräftig gestiegen

06.09.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Deutscher Maschinenbau profitiert von Inlandsaufträgen

Die deutschen Maschinenbaubetriebe haben im Juli ein Plus an neuen Aufträgen von 3,0% erhalten. Die deutlichsten Impulse kamen dabei aus dem Inland. Während die Auslandsaufträge lediglich um 1,0% zum Vorjahr höher lagen, konnten aus dem Inland um 9,0% mehr Aufträge an Land gezogen werden.

Wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) zudem berichtete, lagen die Bestellungen im Dreimonatsvergleich von Mai bis Juli insgesamt um real 5,0% über dem Vorjahreswert. Der Maschinen- und Anlagenbau ist mit aktuell 1,4 Millionen Beschäftigten der größte industrielle Arbeitgeber in Deutschland.

AMERIKA

USA und Kanada erzielen Fortschritte bei Nafta-Handelsabkommen

Die Verhandlungen zwischen den USA und Kanada haben laut der kanadischen Außenministerin Chrystia Freeland bereits Fortschritte erzielt. Die weiteren Gespräche sollen am Donnerstag fortgesetzt werden. Derzeit wird von Vertretern beider Seiten an strittigen Fragen gearbeitet. Die erste Verhandlungsrunde war letzten Freitag ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Kanadas Ministerpräsident Justin Trudeau will vor allem bei Kernfragen keine Zugeständnisse machen.

ASIEN

Japan und China arbeiten an neuem Handelsvertrag

Japan und China wollen sich wirtschaftlich wieder näher kommen und deshalb einen neuen Handelsvertrag ausarbeiten. Nach dem Handelsvertrag der Pazifikanrainerstaaten (TPP-11) und dem Wirtschaftsabkommen zwischen Japan und der Europäischen Union (Jefta) zeichnet sich für dieses Jahr der Abschluss eines dritten umfassenden Handelsdeals in Asien ab. Es soll den Namen „Regional Comprehensive Economic Partnership“ (RCEP) tragen. Dieses neue Handelsabkommen soll 16 Länder in Asien umfassen, darunter die zehn Mitgliedsstaaten des ASEAN-Bundes sowie China, Japan, Australien, Indien, Neuseeland und Südkorea. Dieser RCEP-Vertrag würde etwa ein Drittel der globalen Wirtschaftsleistung umfassen.

UNTERNEHMENS-NEWS

NOVARTIS TRENNT SICH VOM US-GENERIKA-GESCHÄFT

Sandoz, Tochterunternehmen des Schweizer Pharmariesen, gab einen Teil seines Portfolios an den indischen Konkurrenten Aurobindo Pharma ab. Dieses umfasst etwa 300 dermatologische Präparate im Wert von 900 Millionen US-Dollar. Abhängig von der weiteren Entwicklung des Geschäftes wäre eine zusätzliche Zahlung von 100 Millionen an Novartis zu entrichten. Bereits im Mai gab es Meldungen über ein Angebot des indischen Unternehmens.

Novartis verspürt den hohen Preisdruck und will darauf mit einer Restrukturierung des Portfolios reagieren. Vor allem das US-Generikageschäft wurde zuletzt genau unter die Lupe genommen und einer strategischen Prüfung unterzogen.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

US-HANDELSDEFIZIT IM JULI KRÄFTIG GESTIEGEN

Im Juli ist das Handelsdefizit der USA, besonders gegenüber China und der EU, kräftig gestiegen. Wie das US-Handelsministerium am Mittwoch mitteilte, übertrafen die Importe die Exporte um 50,1 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Anstieg von 9,5% im Vergleich zum Vormonat.

Verantwortlich für die Ausweitung des Handelsdefizits sind zum einen die sinkenden Exporte von Gütern und Dienstleistungen, die im Vergleich zum Vormonat um 1,0% auf zirka 211 Milliarden Dollar abnahmen. Dafür war vor allem die sinkende Nachfrage nach Sojabohnen und Flugzeugen verantwortlich. Zusätzlich legten die Importe um 0,9% auf rund 261 Milliarden Dollar zu, unter anderem auf Grund höherer Ölpreise.

Das Handelsdefizit mit China ist im Juli auf ein Rekordniveau von 36,8 Milliarden Dollar gestiegen. Das entspricht einem Anstieg um 10%. Auch gegenüber der EU hat sich das US-Handelsdefizit ausgeweitet und legte um 50% auf 17,6 Milliarden Dollar zu, ebenfalls ein Höchstwert. Anders die Entwicklung im Handel mit Mexiko: Hier wurde ein Rückgang des Defizits um ein Viertel auf 5,5 Milliarden Dollar verzeichnet.

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