US-Lobbyverbände starten Kampagne gegen Ausweitung der Strafzölle

13.09.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Deutsche Regierung erwartet Fortsetzung des Aufschwungs im zweiten Halbjahr

Trotz des schwierigen Umfeldes ist die deutsche Bundesregierung davon überzeugt, dass sich die gute Konjunktur in Deutschland auch in der zweiten Jahreshälfte fortsetzen wird. Im am Mittwoch veröffentlichten Monatsbericht des Bundeswirtschaftsministeriums werden vor allem die Binnenwirtschaft, die Dienstleister und die Baubranche als wachstumstreibend genannt. Zu den Konjunkturrisiken zählen laut des Regierungsberichtes der anstehende EU-Austritt Großbritanniens, sowie der Handelskonflikt mit den USA und Währungskrisen in den Schwellenländern. Von den führenden Wirtschaftsforschungsinstituten wird für die größte Volkswirtschaft in Europa ein stabiles Wachstum in den nächsten zwei Jahren von 1,7% bis 2,0% prognostiziert.

AMERIKA

US-Erzeugerpreise geben überraschend nach

Die Preise auf Erzeugerebene sind im August entgegen den Erwartungen gesunken. Wie das US-Arbeitsministerium am Mittwoch bekanntgab, lagen sie um 0,1% tiefer als im Vormonat. Von den Experten wurde mit einem Preisanstieg um 0,2% gerechnet. Auch in der Kernrate - ohne Energie- und Lebensmittelpreise - gingen die Herstellerpreise um 0,1% zum Vormonat zurück. Die Erzeugerpreise fließen in die Preisgestaltung für die Verbraucher mit ein. Die Verbraucherpreise bilden die Grundlage für die Ausrichtung der Geldpolitik der US-Notenbank.

ASIEN

USA laden China zur Fortsetzung der Handelsgespräche ein

US-Finanzminister Steve Mnuchin  ist am Mittwoch mit dem Angebot, die Gespräche zu den Handelsdifferenzen fortzusetzen, an eine hochrangige chinesische Delegation herangetreten. Man habe die Information erhalten, dass von Seiten der chinesischen Regierung eine Fortsetzung der Gespräche gewünscht wird. Das gab Larry Kudlow, Wirtschaftsberater von Präsident Donald Trump, in einem Fernsehinterview bekannt. Über den Ort und den Zeitpunkt wurde allerdings noch nichts bekanntgegeben.

UNTERNEHMENS-NEWS

E.ON BEKRÄFTIGT PROGNOSE

Nachdem der britische Mitbewerber SSE aufgrund einer geringeren Nachfrage mit einer Gewinnwarnung überraschte, bekräftigte der deutsche Energieriese gestern seine Jahresprognose. Man habe die Meldung von SSE zur Kenntnis genommen, rechne aber unverändert mit einem Konzernüberschuss von 1,3 bis 1,5 Milliarden Euro für 2018.

SSE ist einer der größten Konkurrenten von E.On in Großbritannien. Im letzten Jahr erzielten die Deutschen rund 19% der Erlöse auf der Insel. Rund 60% entfallen immer noch auf das Deutschlandgeschäft. Die Anleger reagierten dennoch verschnupft auf die Gewinnwarnung des Mitbewerbers. E.On war gestern am Ende des Kurszettels im DAX zu finden.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

US-LOBBYVERBÄNDE STARTEN KAMPAGNE GEGEN AUSWEITUNG DER STRAFZÖLLE

Die größten amerikanischen Wirtschaftsverbände haben sich laut Angaben der Nachrichtenagentur Reuters zusammengefunden, um eine gemeinsame Werbekampagne gegen die Ausweitung der amerikanischen Strafzölle zu starten. Rund 60 Lobby-Gruppen, vom Einzelhandelsverband bis zu den Schiffsherstellern, beginnen in der Nacht auf Donnerstag mit einer gemeinsamen Kampagne, die den amerikanischen Bürgern das Thema „Zölle und deren Auswirkung auf die heimische Industrie“ näherbringen soll. Diese gemeinsame Aktion wird von den größten Unternehmen des Landes wie Apple, Microsoft und Amazon unterstützt.

Die Cheflobbyistin des Nationalen Schiffbauverbands, Nicole Vasilaros, sieht den Hauptgrund für die Teilnahme an der Werbekampagne darin, dass es derzeit große Probleme mit der aktuellen Zollpolitik gäbe. Der Schiffsverband hatte zwar Bedenken, an die Öffentlichkeit zu gehen, doch aufgrund des Zollstreits mit den größten Handelspartnern China und Japan müsste die Schiffbaubranche ein Zeichen gegen die Verschärfung setzen.

Der Initiator der gemeinsamen Aktion, der Einzelhandelsverband NRF zeigte sich erfreut über den nationalen Schulterschluss. Die Werbekampagne wird bis zum Beginn der fünf wichtigsten Midtermwahlen in Ohio, Pennsylvania, Illinois, Indiana und Tennessee intensiviert. Die Organisatoren der Kampagne machten aber auch klar, dass es sich bei dieser Aktion um keine Wahlwerbung für eine Partei handle. Es soll lediglich die politische Debatte über die Zollpolitik intensiviert werden.  

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