IWF sagt Argentinien weitere Milliardenhilfe zu

28.09.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Deutsche Konsumenten zeigen sich in Kauflaune

Dank der guten Konjunktur- und Einkommensaussichten steigt die Konsumlaune der deutschen Verbraucher wieder an. Das Konsumbarometer der GfK-Marktforscher kletterte um 0,1 auf 10,6 Punkte. Somit bleibt der private Konsum auch weiter eine wichtige Stütze der Konjunktur in Deutschland, meint dazu GfK-Experte Rolf Bürkl. Besonders gut beurteilen die Verbraucher ihre derzeitige Einkommenssituation, der gute Arbeitsmarkt biete eine solide Grundlage für weitere Lohnzuwächse. Ebenso gut werden die zukünftigen Aussichten für die deutsche Wirtschaft eingeschätzt, Deutschlands Konsumenten sehen ihr Land auf einem soliden Wachstumskurs.

AMERIKA

Kräftiger Anstieg bei US-Auftragseingängen für langlebige Güter

Aufgrund des deutlichen Anstieges bei Flugzeugbestellungen konnten die Auftragseingänge bei langlebigen Gütern in den USA im August kräftig zulegen. Wie das US-Handelsministerium am Donnerstag berichtete, konnten um 4,5% mehr Orders an Land gezogen werden als im Vormonat. Damit wurden die Schätzungen der Ökonomen mit einem Plus von 2,1% deutlich übertroffen. Ohne den Transportbereich wurde für den August ein Orderplus von 0,1% gemeldet. Ohne den Rüstungsbereich stiegen die Neubestellungen von Wirtschaftsgütern, die eine Lebensdauer von mindestens drei Jahren haben, um 2,6% an.

ASIEN

Japans Einzelhandel steigert Umsätze im August

Die Umsätze im japanischen Einzelhandel haben im August wieder zugelegt. Wie das Ministry of Economy, Trade and Industry (METI) am Freitag berichtete, hatten die Einzelhandelsbetriebe im Jahresvergleich um 2,7% mehr Geld in den Kassen. Damit lag das Umsatzplus im August deutlich über dem Wert des Vormonates von 1,5%. Die Schätzungen der Analysten lagen nur bei einer Umsatzsteigerung um 2,2%.

UNTERNEHMENS-NEWS

GROSSAUFTRÄGE FÜR SIEMENS-GAMESA

Das Tochterunternehmen des deutschen Industrieriesens konnte mehrere Großaufträge in Spanien an Land ziehen. Für mehrere Windparks in den Provinzen Saragossa und Valladolid wird Siemens Gamesa 70 Windturbinen liefern. Der Baubeginn ist für die erste Jahreshälfte 2019 geplant. In weiterer Folge wird das Unternehmen auch die Wartung der Anlagen übernehmen.

JP MORGAN ERWEITERT BLOCKCHAIN-NETZWERK

Die US-Großbank beschäftigt sich bereits seit einiger Zeit mit dieser Technologie und rief das „Interbank Information Network“ ins Leben. Dabei handelt es sich um ein Netzwerk welches auf einer Blockchain-Datenbank basiert und auf den internationalen Zahlungsverkehr ausgerichtet ist. Bis zuletzt kooperierte man nur mit der Royal Bank of Canada und der ANZ. Nun soll sich das aber ändern und weitere 70 Banken sollen in das Netzwerk aufgenommen werden. Internationale Überweisungen sollen dadurch schneller und günstiger abgewickelt werden können.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

IWF SAGT ARGENTINIEN WEITERE MILLIARDENHILFE ZU

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Finanzhilfe an Argentinien ausgeweitet: um 7,1 Milliarden Dollar auf nun 57,1 Milliarden Dollar. Bis Ende 2019 legt der IWF 19 Milliarden Dollar für das von einer Wirtschafts- und Währungskrise betroffene Land aus. Die restlichen 38,1 Milliarden sollen bis Ende 2021 zur Stabilisierung Argentiniens dienen. Dies teilte IWF-Chefin Christine Lagarde am Mittwoch in New York mit. "Der IWF bleibt voll verpflichtet, Argentinien zu helfen, die bevorstehenden Herausforderungen in Angriff zu nehmen", bekräftigte Lagarde auf einer Pressekonferenz mit dem argentinischen Wirtschaftsminister Nicolás Dujovne in New York. Für Dujovne werde das Abkommen dazu beitragen, jegliche Zweifel der Finanzmärkte über die Stabilität der argentinischen Wirtschaft zu zerstreuen - und den "turbulenten Weg der vergangenen Monate zu verlassen".

Zentraler Bestandteil des neu aufgelegten Wirtschaftsplans Argentiniens ist den Angaben zufolge das Ziel, 2019 das primäre Haushaltsdefizit völlig abzubauen. Für dieses Jahr wird mit einem Defizit von 2,7% des Bruttoinlandprodukts gerechnet. Der argentinische Peso hatte seit April knapp 50% seines Werts in Bezug zur US-Devise verloren. Zugleich hat die Zentralbank in Buenos Aires beim Versuch, die Abwertung einzudämmen, rund 15 Milliarden Dollar ihrer Reserven verloren. Die Zentralbank soll auf Grund der Vereinbarung mit dem IWF nur bei starken Schwankungen über eine festgelegte Bandbreite am Devisenhandel teilnehmen.

Der IWF hatte Argentinien bereits im Juni Finanzhilfen in Höhe von 50 Milliarden US-Dollar zugesagt. Ende August hatte das Land um eine frühzeitige Auszahlung der Hilfen ersucht. Vor der Unterzeichnung des neuen Abkommens war der argentinische Zentralbankchef Luis Caputo zurückgetreten. Er gebe den Posten aus "persönlichen Gründen" ab, teilte die Notenbank am Mittwoch mit. Caputo hatte die Aufgabe erst mit Juni übernommen.

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