Nafta-Abkommen wird künftig zu USMCA

02.10.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Deutscher Einzelhandel erwartet neuntes Wachstumsjahr in Folge

Wie der Branchenverband HDE am Montag berichtete, profitiert die Einzelhandelsbranche in diesem Jahr besonders von den guten Arbeitsmarkzahlen, höheren Löhnen und den niedrigen Zinsen. Von Jänner bis August konnte der Umsatz um 3,0% gesteigert werden.

HDE-Präsident Josef Sanktjohanser sieht das wirtschaftliche Umfeld stark genug, um das laufende Jahr mit einem Wachstum abschließen zu können. Besonders gefragt waren im August Produkte aus dem kosmetischen und medizinischen Bereich, hier stiegen die Umsätze um 5,5% an. Auch der Internet- und Versandhandel konnte mit einem Umsatzplus von 3,0% kräftig zulegen.

AMERIKA

Stimmung in der US-Industrie hält sich auf hohem Niveau

Die Stimmung in den Chefetagen der amerikanischen Industriebetriebe hat zwar im September leicht nachgegeben, kann sich aber weiter auf einem sehr hohen Niveau halten. Wie das Institute for Supply Management (ISM) am Montag in Washington mitteilte, ging der Einkaufsmanagerindex von 61,3 auf 59,8 Punkte leicht zurück. Von den Experten wurde ein Wert von 60,0 Punkten erwartet.

Die Subindizes für Beschäftigung und Produktion konnten jeweils zulegen. Insgesamt bleibt der Gesamtindex noch immer deutlich über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten und weist auf ein weiteres Wachstum der US-Industrie hin.

ASIEN

Wirtschaftsvertrauen in Japan steigt weiter an

Das Wirtschaftsvertrauen der privaten Haushalte in Japan hat im September wieder zugenommen. Wie das Kabinettsbüro am Dienstag berichtete, stieg der entsprechende Index von 43,3 Punkten auf 43,4 Zähler leicht an. Die Erwartungen der Analysten lagen dagegen bei einem Rückgang auf 43,0 Punkte. Der Index basiert auf einer Umfrage von 5000 Haushalten und bildet einen wichtigen Indikator für die Verbraucherausgaben.

UNTERNEHMENS-NEWS

GE TAUSCHT DEN KONZERNCHEF

Der amerikanische Industrieriese General Electric (GE) hat überraschenderweise einen Führungswechsel angekündigt. Wie der Konzern gestern mitteilte, muss der bisherige Vorstandsvorsitzende John Flannery nach nur 14 Monaten an der Spitze von GE den Platz räumen. Ihm folgt Larry Culp nach. Dieser ist erst kurze Zeit für das Unternehmen tätig und hatte sich zuletzt mit der Restrukturierung des Konkurrenten Danaher einen Namen gemacht.

Auch bei GE steht Culp nun vor einer herausfordernden Aufgabe. Vor allem das schwierige Umfeld im Kraftwerksgeschäft macht den Amerikanern zu schaffen. Der Gewinn in diesem Geschäftsbereich brach zuletzt ein und auch technische Probleme belasteten. An der Börse wurde der Führungswechsel positiv aufgenommen. Die Aktie von GE schloss den gestrigen Tag mit einem Plus von 7%.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

NAFTA-ABKOMMEN WIRD KÜNFTIG ZU USMCA

Mit Mexiko konnten sich die USA bereits unlängst auf ein neues Handelsabkommen einigen. Mit Kanada erzielte man nun in letzter Sekunde eine Einigung. Denn die von den USA gesetzte Frist wäre Sonntag um Mitternacht verstrichen. Nun kommt es aber doch zu einer Neuauflage des rund 25 Jahre alten Nafta-Abkommens zwischen den drei Staaten.

Heißen soll der neue Vertrag USA-Mexiko-Canada Abkommen, in der Kurzform USMCA. Die Entscheidung wurde von Kanada und Mexiko in der Nacht auf Montag bestätigt. Ein neues Handelsabkommen zählte zu den Wahlversprechen von Präsident Trump, der die USA im bisherigen Nafta-Abkommen benachteiligt sah.

Mit USMCA ändert sich für europäische Firmen erst einmal wenig, zusammen mit Ceta (EU mit Kanada) sei das Abkommen aber positiv zu sehen, so Harald Oberdorfer von der Wirtschaftsuniversität Wien. Denn würde ein europäisches Unternehmen zum Beispiel in Kanada produzieren, dann würde durch das Abkommen zwischen den USA mit Kanada auch der Zugang zum amerikanischen Markt erleichtert.

Das neue USMCA-Abkommen vermeidet die Einführung neuer Zölle. Gleichzeitig machen Kanada und Mexiko aber Zugeständnisse und nehmen restriktivere Vorschriften für Exporte an die USA in Kauf. Ende November soll das neue Abkommen dann unterzeichnet werden. Neben den USA zeigten sich auch Kanadas Ministerpräsident Trudeau und Mexikos Außenminister Videgary zufrieden mit dem Ausgang der über ein Jahr andauernden Verhandlungen.

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