Italien korrigiert Haushaltspläne nach unten

04.10.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Umsätze im Einzelhandel in der Eurozone fallen im August schwächer aus

Die Einzelhändler in der Eurozone haben im August etwas weniger umgesetzt als erwartet. Wie die Statistikbehörde Eurostat am Dienstag berichtete, sanken die Einnahmen im Vergleich zum Vormonat um 0,2%. Von den Volkswirten wurde ein leichter Anstieg um 0,2% erwartet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat konnten die Umsätze dagegen um 1,8% gesteigert werden. Die Einzelhandelsumsätze gelten als wichtiger Indikator für die Konsumentenausgaben und das Verbrauchervertrauen.

AMERIKA

Private US-Unternehmen stocken ihre Personalstände kräftig auf

Die privaten Unternehmen in den USA haben im September deutlich mehr neue Stellen geschaffen als erwartet. Wie der Arbeitsmarkt-Dienstleister Automatic Data Processing Inc (ADP) berichtete, entstanden im September 230.000 zusätzliche Stellen. Die Prognosen der Analysten lagen nur bei einem Plus von 185.000 neuen Jobs. Der ADP-Bericht umfasst rund 23 Millionen Angestellte in etwa 40.000 privaten Unternehmen und gilt als wichtiger Indikator für den offiziellen Arbeitsmarktbericht am Freitag. Dieser umfasst dann auch die Beschäftigten im Staatsdienst.

UNTERNEHMENS-NEWS

NOVARTIS KREMPELT UM

Der Schweizer Pharmariese will sich verstärkt auf sein Kerngeschäft konzentrieren und kommt bei diesen Bemühungen weiter voran. Wie gestern bekannt gegeben wurde, tritt der Konzern die Lizenzen für drei noch in der Entwicklung stehende Antibiotika an den Konkurrenten Boston Pharmaceuticals ab. Finanzielle Details wurden zwar nicht genannt, jedoch erhält Novartis eine Einmalzahlung und weitere erfolgsabhängige Meilensteinzahlungen.

Unter der Führung von Neo-CEO Vasant Narasimham setzen die Schweizer verstärkt auf innovative Ansätze wie die Gentherapie. Im Gegenzug gibt man das Geschäft mit rezeptfreien Arzneien auf und auch die Augenheilsparte Alcon steht vor der Abspaltung.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

ITALIEN KORRIGIERT HAUSHALTSPLÄNE NACH UNTEN

Im Streit Italiens mit der EU über die Pläne für ein höheres Staatsdefizit zeichnet sich ein Einlenken der italienischen Regierung ab. Wirtschaftsminister Tria gab am Mittwoch bekannt, dass die Neuverschuldung ab dem Jahr 2020 sinken solle. Das Defizit werde im kommenden Jahr zwar auf 2,4% ansteigen, im Jahr 2020 aber auf 2,2% und 2021 auf 2,0% zurückgehen.

Bislang hatte die italienische Regierung ein Minus von 2,4% für die kommenden drei Jahre in Aussicht gestellt, um zusätzliche Investitionen zu tätigen und die Umsetzung von Wahlversprechen zu finanzieren. Das Einlenken Italiens wurde auf den Märkten positiv aufgefasst. Der Euro wertete gegenüber dem Dollar auf, die Risikoaufschläge für italienische Staatsanleihen gingen zurück.

In der ersten Jahreshälfte betrug das Haushaltsdefizit 1,9% des BIP und lag damit unter dem Vergleichswert aus dem Vorjahr. Für das Gesamtjahr 2018 wird ein Minus von 1,6% angestrebt. Im Jahr 2017 betrug der Wert noch 2,4%.

Der Industrieverband Confindustria, Italiens größte Arbeitgeberorganisation, senkte seine Prognose für das Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr von 1,3 auf 1,1%. Begründet wird die Korrektur unter anderem mit steigenden Kosten für Kredite. Im kommenden Jahr werde die Wirtschaft laut Confindustria um 0,9% wachsen, während die Prognose der Regierung ein Wachstum von 1,6% vorhersagt.

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