Internationale Großbanken verdienen weniger im asiatischen Raum

05.10.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Starker Auftragseingang hält deutsche Maschinenbauer auf Wachstumskurs

Die deutschen Maschinenbauer haben im August wieder ein deutliches Plus bei den Auftragseingängen erzielt. Wie der Branchenverband VDMA am Donnerstag berichtete, wurden um 7,0% mehr neue Aufträge an Land gezogen als im Monat zuvor.

Besonders die Inlandsnachfrage konnte mit einem Plus von 8,0% nahtlos an die die guten Ergebnisse der Monate zuvor anschließen. Auch die Auslandsbestellungen legten mit 6,0% weiter spürbar zu. Beim etwas weniger volatilen Drei-Monatsvergleich stiegen die Auftragseingänge um 8,0% an, wobei das Plus im Inland 10,0% betrug und die Bestellungen aus dem Ausland um 7,0% zulegten.

AMERIKA

US-Industrie erhält deutlich mehr neue Aufträge im August

Die amerikanischen Industriebetriebe haben im August ihre Auftragseingänge gegenüber dem Vormonat deutlich erhöht. Wie das US-Handelsministerium am Donnerstag mitteilte, stieg die Anzahl der neuen Order um 2,3% zum Vormonat an.

Für den Vormonat wurde ein Minus von 0,5% berichtet. Die Bestellungen von langlebigen Wirtschaftsgütern stiegen im August um 4,5%. Ohne Berücksichtigung des Rüstungssektors betrug das Orderplus 1,3%. Die Neuaufträge für zivile Investitionsgüter ohne Flugzeuge reduzierten sich leicht um 0,9%.

ASIEN

Privatausgaben der japanischen Haushalte steigen kräftig an

Die Haushalte in Japan haben im August wieder deutlich mehr ausgegeben als erwartet. Wie das amtliche Statistikbüro am Freitag berichtete, stiegen die Privatausgaben zum Vormonat um 3,5% deutlich an. Die Schätzungen der Experten lagen nur bei einem Plus von 0,4%.

Für den Monat zuvor wurde ein Rückgang von 1,1% berichtet. Auch auf Jahressicht gab es eine deutliche Steigerung von 2,8%. Hier wurde von den Analysten eine Stagnation erwartet. Die privaten Ausgaben gelten als wichtiger Schlüsselfaktor für das Wirtschaftswachstum.

UNTERNEHMENS-NEWS

NESTLE ZEIGT INTERESSE AN WEITERER MINERALWASSERMARKE

Vittel, Perrier und San Pellegrino gehören bereits zum größten Nahrungsmittelkonzern. Zeitungsberichten zufolge interessiert sich Nestle nun auch für die Mineralwasserfirma IDS Borjomi.

Die Marke ist in Georgien, der Ukraine und Russland präsent und gehört zur Alfa Group. Diese will ihren Anteil laut Insidern verkaufen. Laut einem Experten hätte ein kompletter Verkauf ein Volumen von bis zu 630 Millionen US-Dollar.

Die Gespräche dazu seien bereits weit fortgeschritten. Auch Coca Cola soll zu den Interessenten zählen. Neben Kaffee, Tier- sowie Babynahrung gehört das Wassergeschäft zu einem der künftigen Wachstumsfelder für Nestle.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

INTERNATIONALE GROSSBANKEN VERDIENEN WENIGER IM ASIATISCHEN RAUM

Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters haben sich fünf der größten Bankkonzerne negativ zur aktuellen Gewinnsituation im asiatischen Raum geäußert. Bei den Geldinstituten handelt es sich um die UBS, Credit Suisse, HSBC, Julius Bär und die Deutsche Bank.

Den Hauptgrund für den Gewinnrückgang sehen die Vermögensverwalter im geringeren Handelsvolumen der letzten Monate. Die sonst so handelsfreudigen reichen Kunden der Region scheuen vor neuen Investitionen und riskanteren Anlagen zurück. Diese Risikoaversion sieht UBS-Chef Sergio Ermotti dem andauernden Handelsdisput zwischen den Vereinigten Staaten und China geschuldet.

Die an den Kundentransaktionen gekoppelten Gebühren in der globalen Vermögensverwaltung der UBS sind laut Ermotti im letzten Quartal zwischen zehn bis elf Prozent zurückgegangen. Dadurch würde einer der drei wichtigsten Ertragspfeiler im Kerngeschäft der UBS kurzfristig unter Druck geraten. Auch Credit Suisse CEO Tidjane Thiam sieht einen Rückgang der Wertpapiertransaktionen, vor allem im asiatisch-pazifischen Raum gegenüber dem Vorquartal.

Viele der international tätigen Vermögensverwalter hatten in den letzten Jahren ihr Asiengeschäft ausgebaut, um an der boomenden Wirtschaft und an der rasant steigenden Anzahl an Millionären mitzuverdienen. Obwohl viele Kunden angesichts der unsicheren Aussichten ihre Verschuldung zurückfahren und keine weiteren Kredite aufnehmen, sehen die Vermögensverwalter derzeit noch keinen Grund, Asien den Rücken zu kehren. Der neue Reichtum könne die generelle Verlangsamung bei den Investitionen ausgleichen. Außerdem würden sich die Kundentransaktionen schlagartig erhöhen, sofern ein Ende des Handelsstreits abzusehen wäre.

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