Italien senkt Wachstumsprognose für 2018

08.10.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Starkes Neugeschäft für Deutschlands Industrie im August

Die deutschen Industriebetriebe haben im August überraschend viele Neuaufträge an Land gezogen. Der Grund dafür war eine starke Nachfrage aus dem Ausland. Nach Zahlen des Bundeswirtschaftsministeriums stieg das Neugeschäft um 2,0% gegenüber dem Vormonat an. Von den Ökonomen wurde lediglich ein Anstieg der neuen Orders um 0,5% erwartet. Die beiden Monate davor waren die Bestellungen noch gesunken.

Das starke Orderplus aus dem nicht-europäischen Ausland sei ein Beleg dafür, dass deutsche Industrieprodukte weltweit weiter sehr gefragt sind, meinte dazu ein Ministeriumssprecher. Insgesamt stieg das Auslandsgeschäft im August um 5,8% an. Aus der Eurozone gingen die Bestellungen um 2,2% zurück, während sie aus dem Rest der Welt um 11,1% überdurchschnittlich stark zulegten.

AMERIKA

US-Arbeitslosigkeit erreicht tiefsten Stand seit fast 50 Jahren

Der Arbeitsmarkt in den USA zeigt sich auch im September in sehr guter Verfassung. Mit einer Arbeitslosenquote von 3,7% erreichte man den tiefsten Stand seit dem Jahr 1969. Das teilte das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington mit. Der Stellenaufbau fällt im September etwas geringer als erwartet aus.

Außerhalb der Landwirtschaft wurden 134.000 neue Stellen geschaffen. Dieser Wert lag unter den Erwartungen der Analysten mit 185.000 neuen Jobs. Allerdings wurde das Stellenwachstum der letzten beiden Monate um insgesamt 87.000 Stellen nach oben berichtigt. Löhne und Gehälter stiegen im Bereich der Erwartungen. Im Monatsvergleich betrug das Plus bei den Löhnen 0,3%, zum Vorjahresmonat lagen die Gehälter um 2,8% höher.

UNTERNEHMENS-NEWS

SAMSUNG ERWARTET IM DRITTEN QUARTAL EINEN REKORDGEWINN

Für die Monate Juli bis September rechnet der weltgrößte Smartphone-Hersteller erneut mit einem Rekordgewinn. In einem Ergebnisausblick, der am Freitag präsentiert wurde, weisen die Südkoreaner einen Betriebsgewinn in der Höhe von 17,5 Billionen Won – also umgerechnet rund 13,4 Milliarden Euro aus. Somit konnte dieser auf Jahressicht gut 20% zulegen. Auch die Erlöse des Konzerns steigen um knapp 5% auf 65 Billionen Won an. Man lag damit auch deutlich über den Erwartungen der Analysten.

Hauptverantwortlich für das gute Ergebnis ist einmal mehr die Halbleitersparte. Die Nachfrage nach den Speicherchips des Unternehmens war im abgelaufenen Geschäftsquartal weiter stark. Einen Einblick in die Entwicklung des Smartphone-Geschäfts gab es noch nicht. Darauf muss man wohl bis zur Veröffentlichung der endgültigen Geschäftszahlen Ende Oktober warten.

SIEMENS BAUT DIE PARISER-METRO MIT

Der deutsche Industrieriese baut am erweiterten Pariser Metro-Netz mit. In Zusammenarbeit mit dem französischen Technologiekonzern Thales liefert man die Steuerungs- und Signaltechnik für drei neue U-Bahnlinien. Das Auftragsvolumen beträgt etwa 360 Millionen Euro und beinhaltet auch einen Wartungsvertrag der Anlagen für 30 Jahre. Die Züge für das Projekt kommen von Alstom.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

ITALIEN SENKT WACHSTUMSPROGNOSE FÜR 2018

Die Wirtschaftsleistung Italiens wird in diesem Jahr voraussichtlich um 1,2% zunehmen, wie am Freitag aus der aktualisierten Haushaltsplanung hervorging. Zuvor war man in Rom von einem Wachstum von 1,5% ausgegangen.

Gleichzeitig berücksichtigt die Regierung aus rechter Lega und populistischer 5-Sterne-Bewegung für 2018 mit 1,8% ein höheres Etatdefizit als die Vorgänger-Koalition aus dem Mitte-Links-Lager, die 1,6% kalkuliert hatte. Die Staatsverschuldung, bezogen auf das BIP, soll sich dieses Jahr auf 130,9% belaufen und in den kommenden Jahren sinken: 2019 auf genau 130, 2020 auf 128,1 und 2021 auf 126,7%.

Die italienische Regierung war mit ihren Haushaltsplänen zuletzt auf Kritik in der EU-Kommission gestoßen, nachdem sie für 2019 mit 2,4% eine drei Mal so hohe Neuverschuldung in Kauf nimmt als ihre Vorgängerregierung. Italienischen Medienberichten zufolge soll die Etatplanung inzwischen auch EZB-Präsident Mario Draghi auf den Plan gerufen haben.

Draghi habe sich am Mittwoch mit dem italienischen Präsidenten Sergio Mattarella getroffen. Inhaltlich sei es bei dem Treffen um die negativen Marktreaktionen auf den Haushalt gegangen, berichteten zwei Zeitungen. Eine Stellungnahme des Präsidialamts dazu lag zunächst nicht vor.

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