EU-Kommission weist Italiens Haushaltsentwurf zurück

24.10.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Gestiegene Energiekosten treiben deutsche Herstellerpreise nach oben

Deutschlands Produzenten haben im September ihre Preise deutlich erhöht. Der Grund dafür waren die stark gestiegenen Kosten für Energie. Wie das statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag mitteilte, lagen die Herstellerpreise im September im Vergleich zum Vorjahr um 3,2% höher. Zum Vormonat kletterten die Preise um 0,5% nach oben. Für Energie musste um 8,5% mehr bezahlt werden als im Jahr zuvor. Ohne Berücksichtigung der Energiekosten stagnierten die Preise auf dem Niveau des Vormonates, im Jahresvergleich lagen sie um 1,6% höher. Die Herstellerpreise geben einen frühen Hinweis auf die Entwicklung der Inflation, da Preisänderungen auf Erzeugerebene früher oder später an den Handel und somit an den Konsumenten weitergegeben werden.

AMERIKA

Deutschlands Regierung will Gasimporte aus den USA unterstützen

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump die Unterstützung der deutschen Regierung für Gasimporte aus den USA in Aussicht gestellt. Damit soll die Abhängigkeit des größten europäischen Gasmarktes von Russland verringert werden. Die Kanzlerin hat einigen Abgeordneten mitgeteilt, dass die Regierung sich entschieden habe, sich bei der Finanzierung eines Schiffsterminals für Flüssiggas in Norddeutschland zu beteiligen.

ASIEN

Japans Industrie wächst wieder schneller

Die Stimmung in den japanischen Industriebetrieben hat sich im Oktober weiter verbessert. Die Ergebnisse der Markit-Umfrage haben gezeigt, dass der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe mit 53,1 Punkte weiter deutlich über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern liegt. Besonders die gestiegenen Exporterlöse hellten die Stimmung in den Unternehmen auf. Im September lag der Index noch 52,5 Punkten.

UNTERNEHMENS-NEWS

BASF UND NORILSK NICKEL INTENSIVIEREN PARTNERSCHAFT

Der deutsche Chemieriese und der russische Nickel- und Palladiumförderer Norilsk Nickel arbeiten zukünftig enger zusammen. Batteriematerialen für Elektrofahrzeuge sollen entwickelt und produziert werden. Im Zuge dessen errichten die beiden Unternehmen eine Produktionsanlage im finnischen Harjavalta – in nächster Nähe zu einer Raffinerie der Russen. Ende 2020 soll in der Anlage die Produktion beginnen und pro Jahr etwa 300.000 Elektrofahrzeuge mit Komponenten versorgen. Die Rohstoffe dafür kommen von Norilsk Nickel.

Bereits seit 2006 ist BASF in der Entwicklung und Herstellung von Batteriematerialien tätig. Zuletzt kam dem Bereich immer mehr Bedeutung zu. Die Herstellung von ganzen Batteriezellen beziehungsweise Batterien ist für den Konzern jedoch kein Thema.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

EU-KOMMISSION WEIST ITALIENS HAUSHALTSENTWURF ZURÜCK

Am gestrigen Dienstag beschloss die EU-Kommission, den italienischen Haushaltsentwurf für das kommende Jahr zurückzuweisen, da dieser nicht im Einklang mit dem EU-Stabilitätspakt stehe. Es ist das erste Mal in der Geschichte der EU, dass von Seiten der Kommission ein Haushaltsentwurf im Voraus abgelehnt wurde. Und das obwohl in der Vergangenheit die Obergrenze zur Neuverschuldung von mehreren Ländern bereits überschritten wurde. Die Regierung in Rom hat nun drei Wochen Zeit, den eingebrachten Entwurf nachzubessern.

Italiens Vizepremier und Innenminister Matteo Salvini war bereits im Vorfeld davon ausgegangen, dass die EU-Kommission den Haushaltsplan für 2019 zurückweisen werde. Gleichzeitig lehnte er eine Änderung des Budgetplans ab. Italien werde weder aus der Europäischen Union, noch aus der Eurozone austreten, sondern lediglich die EU-Regeln ändern, die „den EU-Mitgliedern“ schaden, so Salvini.

Italienischen Medienberichten zufolge, beinhaltet der „Plan B“ der Regierung Anpassungen bei den Pensionsplänen sowie beim Grundeinkommen. Weitere Ausgabenkürzungen werden ebenfalls nicht ausgeschlossen. Auf diese Variante des Budgetvorschlags wolle die Regierung zurückgreifen, wenn die Renditen auf italienische Anleihen im Vergleich zu deutschen Staatsanleihen stark steigen. Italiens Premierminister Guiseppe Conte versicherte indes gegenüber der US-Nachrichtenagentur Bloomberg, dass es keinen solchen „Plan B“ für den Budgetentwurf gebe.

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