Handelsstreit zwischen den USA und China soll bald ein Ende finden

05.11.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Deutsche Importpreise legen spürbar zu

Die Preise für nach Deutschland importierte Waren haben im September wieder deutlich angezogen. Nach Zahlen des statistischen Bundesamtes (Destatis) legte der Index der Einfuhrpreise im Vergleich zum Vormonat um 0,4% zu, auf Jahressicht stiegen die Preise um 4,4%. Den stärksten Einfluss auf die Entwicklung der Importpreise haben nach wie vor die Kosten für Energie. Sie lagen zum Vormonat um 4,5% höher, auf Jahressicht betrug die Preissteigerung sogar 32,5%. Rechnet man die Preise für Erdöl und Mineralölerzeugnisse heraus, so lagen die Importpreise lediglich 0,1% über dem Niveau des Vormonats.

AMERIKA

US-Industrie steigert Auftragseingänge im September deutlich mehr als erwartet

Die Industriebetriebe in den USA haben im September deutlich mehr Aufträge an Land gezogen als erwartet. Das US-Handelsministerium meldet einen Anstieg der neuen Aufträge um 0,7% gegenüber dem Vormonat. Von den Analysten wurde nur mit einem Zuwachs um 0,5% gerechnet. Der Wert des Vormonates wurde nachträglich von 2,3% auf 2,6% mehr neue Aufträge nach oben berichtigt. Bei den Bestellungen für langlebige Wirtschaftsgüter wurde für den September ein Anstieg um 0,7% gemeldet. Der Auftragseingang ohne den Rüstungssektor stagnierte auf dem Niveau des Vormonates, ohne den Transportbereich legte der Auftragseingang um 0,4% zu.

ASIEN

Wachstum der chinesischen Dienstleister verliert etwas an Schwung

Die chinesischen Dienstleistungsunternehmen haben im Oktober etwas an Schwung eingebüßt. Der am Montag veröffentlichte Caixin/Markit-Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor ging von 53,1 Punkten aus dem Vormonat auf 50,8 Zähler zurück. Damit bleibt der Stimmungsindikator aber noch immer über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Der Index basiert auf einer Umfrage unter kleineren und mittelgroßen Dienstleistungsunternehmen in China.

UNTERNEHMENS-NEWS

JP MORGAN: KEIN INTERESSE AN DEUTSCHER BANK

Für Jamie Dimon, CEO der US-Großbank, steht eine Übernahme der Deutschen Bank nicht zur Debatte. Seinen Worten zufolge würde das keinen Sinn ergeben. Die Deutsche Bank würde dann wohl verschwinden: “Wenn man ein Unternehmen kauft, nur um zu konsolidieren, dann ist das fast unmöglich, ohne den Patienten dabei zu töten.”

 

Letze Woche war bekannt geworden, dass der Hedgefonds Hudson Executive mit rund 620 Millionen Dollar bei den Deutschen eingestiegen ist – das entspricht etwa einem Anteil von 3,1%. Die Fäden zieht dahinter Douglas Braunstein, ehemaliger Finanzchef von JP Morgan. Daher auch die Gerüchte über eine mögliche Übernahme durch JP Morgan.

 

Zuletzt wurde auch des Öfteren über einen möglichen Zusammenschluss der Deutschen Bank mit der Commerzbank spekuliert worden.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

HANDELSSTREIT ZWISCHEN DEN USA UND CHINA SOLL BALD EIN ENDE FINDEN

Ende November soll es beim G20 Gipfel in Argentinien zu einer Lösung im Handelsstreit zwischen Präsident Trump und Xi Jinping kommen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg am Freitag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Kreise. Präsident Trump soll demnach das Kabinett beauftragt haben, dass dieses einen Entwurf vorbereitet.

Trump hatte zuletzt ebenfalls berichtet, dass er ein sehr gutes Gespräch mit dem chinesischen Präsidenten geführt habe. Und auch Chinas Außenministerium sprach von einem positiven Dialog. Dass die Handelsbeziehungen wieder besser werden müssen, war von beiden Seiten zu hören.

Bisher hatten die Vereinigten Staaten Zölle in einer Höhe von 250 Mrd. USD gegen die Volksrepublik China verhängt. Das Reich der Mitte hatte bisher mit 110 Mrd. USD an Zöllen auf US-Güter reagiert. Diese Woche stehen in den USA am Dienstag die Kongresswahlen an. Sollten die Republikaner die Mehrheiten im Senat und Abgeordnetenhaus verlieren, würde das Trumps Machtverhältnisse schwächen. In den USA ist es vor allem in den Agrarstaaten durch die Zölle Chinas schwieriger geworden, ihre Produkte wie beispielsweise Sojabohnen zu verkaufen. Chinas Präsident Xi Jinping gab sich in den Staatsmedien positiv, dass man zu den Vereinigten Staaten eine stabile Beziehung aufbauen können wird. Auch sei China zu dem Treffen am Rande des G20 Gipfels in Argentinien bereit. Nach den Entspannungssignalen Ende letzter Woche, bleibt nun die Hoffnung auf eine baldige Lösung im Handelsstreit.

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