USA belegen den Iran mit weiteren Sanktionen

06.11.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Auftragseingänge der deutschen Maschinenbauer stagnieren im September

Nach teilweise kräftigen Steigerungen bei den Auftragseingängen in den letzten Monaten musste die Branche im September eine Stagnation bei den neuen Orders hinnehmen. Zwar konnten die Inlandsbestellungen um 6,0% gegenüber dem Vorjahresmonat gesteigert werden, der Rückgang bei den Bestellungen aus dem Ausland um 0,2% sorgte dagegen nur für ein ausgeglichenes Ergebnis. Im Dreimonatsvergleich meldete der Branchenverband VDMA aber doch ein Plus an neuen Aufträgen von 3,0%. Besonders Großaufträge hatten den Auftragseingang in den letzten Monaten positiv beeinflusst, sagte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers.

AMERIKA

US-Dienstleister verzeichnen schwungvollen Start ins letzte Quartal

Die Dienstleistungsbetriebe in den USA haben im Oktober ihr Wachstum wieder etwas beschleunigt. Der vom IHS Markit-Institut für den Sektor berechnete Einkaufsmanagerindex (EMI) stieg von 53,5 auf 54,8 Punkte an. Nach einem von Hurrikans belasteten September hat sich die Nachfrage nun wieder verstärkt, meinte dazu IHS-Markit-Chefökonom Chris Williamson, er sieht darin einen soliden Start ins vierte Quartal.

ASIEN

Handelspakt zwischen Japan und der EU ist zur Abstimmung bereit

Der größte Handelspakt zwischen der EU und Japan hat am Montag eine wichtige Hürde im EU-Parlament genommen. Die Vorlage zum Vertrag wurde vom zuständigen Ausschuss mit 25 zu 10 Stimmen zur Abstimmung im Dezember freigegeben. Der Vertrag, der nach einer Verhandlungsdauer von vier Jahren zustande kam, erfasst etwa 600 Millionen Verbraucher und steht für ein Drittel der globalen Wirtschaftskraft. Als einer der Kernpunkte des Wirtschaftspaktes wurde, nach einer Übergangsfrist, ein Wegfall von 99,0% aller Zölle zwischen der EU und Japan ausgehandelt.

UNTERNEHMENS-NEWS

APPLE PAY STARTET IN DEUTSCHLAND

Der amerikanische Apple Konzern baut kontinuierlich die Reichweite seines eigenen Bezahlsystems Apple Pay in Europa aus. In naher Zukunft soll dieses nun auch in Deutschland verfügbar sein. Zusammenarbeiten will man dabei mit der Deutschen Bank, der HypoVereinsbank, der Commerzbank-Tochter Comdirect, der Direktbank N26 sowie dem Zahlungsdienstleister Wirecard. Damit haben iPhone- oder Apple Watch-Nutzer von jetzt an die Möglichkeit, in Geschäften zu zahlen mit ihren Geräten zu zahlen. Unter anderem bei Aldi und Media Markt.

 

Bereits im Sommer wurde von Apple-Chef Tim Cook ein Start in Deutschland angepeilt – noch in diesem Jahr soll es nun soweit sein. In 20 Ländern ist der Bezahldienst bereits verfügbar. Darunter USA, China sowie auch die Schweiz und Frankreich.

NOVARTIS ERWARTET RASCHE ZULASSUNG NEUER GENTHERAPIE

Geht es nach dem Schweizer Pharmariesen, dann könnte die Gentherapie mit dem Wirkstoff AVXS101 bereits im ersten Halbjahr 2019 in einigen Regionen der Welt zugelassen werden. Dieser stammt aus dem Portfolio des unlängst zugekauften US-Unternehmens Avexis und kommt in der Behandlung von spinaler Muskelatrophie zum Einsatz.

 

8,7 Milliarden US-Dollar legten die Schweizer für den Konkurrenten auf den Tisch. AveXis beschäftigt sich mit der Entwicklung einer Gentherapie-Plattform zur Behandlung von schweren und bisher wenig adäquat behandelten Krankheiten. Man erhofft sich dadurch eine deutliche Stärkung dieses Geschäftsbereiches. Das AveXis-Portfolio soll bis 2020 mehrere Milliarden zum Umsatz beisteuern und auch den operativen Gewinn bei Novartis deutlich ankurbeln. Allein die Therapie mit dem Wirkstoff AVXS101 soll mehrere Millionen US-Dollar kosten.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

USA BELEGEN DEN IRAN MIT WEITEREN SANKTIONEN

Seit Montag treten die neuen US-Sanktionen gegen den Iran in Kraft. Diese zielen vor allem auf die Ölindustrie, den Bank- und Finanzsektor sowie die Transportbranche ab. Im Fokus der Sanktionen steht die Ölförderung des Iran, die rund ein Drittel der Staatseinnahmen ausmacht.

 

Hintergrund der Sanktionen ist die Absicht der USA, das Atomabkommen von 2015 neu zu verhandeln und von Seiten des Irans Zugeständnisse zu schärferen Auflagen zu erhalten. Der Iran sieht in den Maßnahmen der US-Regierung den Versuch, das Land wirtschaftlich zu schwächen und so einen Regierungswechsel herbeiführen zu wollen.

 

Die Regierung in Washington will ab Montag Unternehmen hart bestrafen, die sich den einseitig verhängten Sanktionen nicht beugen. Als besondere Abschreckung dient dabei der mögliche Ausschluss betroffener Unternehmen vom US-Finanzsystem, womit diese keine Geschäfte in Dollar mehr abwickeln können.

 

Eine Ausnahme von den Sanktionen konnte Südkorea erreichen. Die USA erlauben der Regierung in Seoul weiterhin iranisches Öl zu importieren, zählt das Land doch zu den weltweit größten Öl-Importeuren aus dem Iran. Die südkoreanische Regierung hatte befürchtet, durch einen Importstopp seine Wirtschaft zu gefährden. Die US-Sanktionsregelungen sehen für solche Ausnahmen eine Dauer von maximal 180 Tagen vor.

 

Zusätzlich sollen nach den Äußerungen von US-Außenminister Mike Pompeo auch China, Indien, Italien, Griechenland, Japan, Taiwan und die Türkei zunächst zeitlich befristet von Sanktionen unter dem US-Ölembargo ausgenommen sein.

 

Die EU-Staaten arbeiten indes an einer Zweckgesellschaft, die die Bezahlung von Iran-Geschäften ermöglichen soll, um die Wirtschaftsbeziehungen mit dem Iran zumindest teilweise aufrecht zu halten. Die Zweckgesellschaft könne beispielsweise Tauschgeschäfte ermöglichen, bei denen kein Geld fließt. An der Umsetzung wird derzeit noch gearbeitet. Informationen aus EU-Kreisen zu Folge gebe es noch schwierige technische, rechtliche und auch politische Fragen zu klären.

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