Knappes Ergebnis der US-Midterms bringt geteilten Kongress

07.11.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Deutschlands Industrie überrascht im September mit Auftragsplus

Die Industriebetriebe in Deutschland haben dank gestiegener Nachfrage aus dem Inland und der Eurozone ein überraschendes Plus bei den Neuaufträgen geschafft. Nach Zahlen des Bundeswirtschaftsministeriums vom Dienstag stieg das Neugeschäft gegenüber dem Vormonat um 0,3% an. Von den Analysten wurde dagegen ein Rückgang der neuen Orders um 0,6% erwartet. Für den August wurde der Zuwachs bei den Aufträgen auf 2,5% nach oben revidiert. Der Anteil an Großaufträgen fiel diesmal besonders hoch aus. Die Bestellungen aus dem Ausland lagen im September um 1,4% tiefer, dafür wurden aus dem Inland um 2,8% mehr neue Aufträge an Land gezogen.

AMERIKA

Knappes Ergebnis der US-Midterms bringt geteilten Kongress

Alle 2 Jahre am ersten Dienstag im November wird bei den Midterms über das Repräsentantenhaus und ein Drittel des Senats abgestimmt. Nach den ersten Ergebnissen und Medienberichten aus der Nacht zum Mittwoch fiel die Kontrolle des Repräsentantenhauses an die Demokraten, während die Republikaner ihre dünne Mehrheit in der zweiten Kongresskammer, dem Senat, ausbauen konnten. Bei den Zwischenwahlen wurden alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und 35 der 100 Sitze im Senat neu vergeben. Das Ergebnis entspricht den Umfragen, die eine Spaltung des Kongresses vorhergesagt hatten. Bei den meisten Gesetzesvorhaben in den USA sind beide Kammern des Parlaments gleichberechtigt, bei Haushaltsfragen hat das Repräsentantenhaus die Oberhand.

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ASIEN

Japanischer Leitindex fällt wie erwartet etwas zurück

Der Gesamtindustrieindex in Japan ist im letzten Monat wie erwartet etwas zurückgegangen. Wie das Kabinettsbüro am Mittwoch berichtete, ging der Index von 104,5 auf 103,9 Punkte zurück. Dieser Wert wurde auch von den Experten erwartet. Der Gesamtindustrieindex misst die generelle Gesundheit der Wirtschaft, indem er 12 Indikatoren kombiniert, wie zum Beispiel Maschinenbestellungen und Aktienpreise.

UNTERNEHMENS-NEWS

GE TRENNT SICH VON TEILEN SEINER LICHTSPARTE

Der US-amerikanische Industrieriese gibt Current, das Firmenkunden-Leuchtengeschäft an den Finanzinvestor American Industrial Partner ab. Im Frühjahr 2019 soll der Verkauf abgeschlossen sein. Details zum Verkaufspreis wurden vorerst nicht genannt. Das Privatkundengeschäft ist nicht Teil dieser Transaktion – soll aber in naher Zukunft ebenfalls den Besitzer wechseln.

 

GE stellt im Rahmen dieses Geschäftsbereiches neben klassischen Glühbirnen auch LED-Lampen her und bietet modernste Lichtlösungen an. In letzter Zeit war das Geschäft jedoch rückläufig. Vor allem die starke Konkurrenz setzte zu.

 

Zuletzt kam die gesamte Lichtsparte auf einen jährlichen Umsatz von rund 2 Milliarden US-Dollar, was auch etwa 2% des Gesamtumsatzes des Konzerns entspricht.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

DIGITALSTEUER IN EU STARK UMSTRITTEN – US-VERGELTUNGSMASSNAHMEN BEFÜRCHTET

Die EU ist bei der angedachten Steuer auf Umsätze von Internetfirmen wie Google und Facebook gespalten. Es gebe noch zahlreiche ungeklärte Punkte, daher sei eine Einigung derzeit nicht absehbar, befand der dänische Finanzminister Kristian Jensen am Dienstag in Brüssel. Die Steuer würde vor allem US-Unternehmen treffen, daher sei mit einer amerikanischen Vergeltung zu rechnen: “Natürlich wird es eine Reaktion der USA geben.” Deshalb sei die Steuer keine gute Idee für Europa. Nach Vorstellungen der EU-Kommission könnten die europäischen Staaten eine Steuer in Höhe von 3% auf digitale Umsätze erheben. Einer Reihe von Internet-Konzernen wird kritisiert, durch Tricks zu wenig Steuern zu zahlen. Allerdings müssten die Pläne von allen 28 EU-Staaten unterstützt werden. Vor allem Frankreich erhöht hier das Tempo. Der Finanzminister des Landes, Bruno Le Maire, bekräftigte, es müsse bis zum Ende des Jahres eine Richtlinie der EU zu dem Thema geben.

Der deutsche Finanzminister Olaf Scholz wirbt für ein zweigleisiges Herantasten. Vorrang müsse demnach eine Lösung auf internationaler Ebene haben. Nur falls dies in den nächsten zwölf bis 18 Monaten nicht gelinge, müsse die EU eine eigene Antwort griffbereit haben, hatte der SPD-Politiker am Montag gesagt. Die deutsche Industrie hält ebenso einen europäischen Alleingang für nachteilig. Viele Unternehmen seien gerade dabei, ihre Geschäftsmodelle an die Digitalisierung anzupassen. “Eine Digitalsteuer würden diesen Prozess beeinträchtigen und birgt die Gefahr einer Doppelbesteuerung”, sagte der Hauptgeschäftsführer des Industrieverbandes BDI, Joachim Lang. Seiner Ansicht nach müsse es daher eine globale Lösung geben, die über die Gruppe der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer oder die Industriestaaten-Organisation OECD umgesetzt werde.

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