US-Notenbank belässt Leitzins unverändert

09.11.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Deutschlands Exporte fallen im September etwas geringer aus

Die deutschen Exporte sind im September überraschend geringer ausgefallen, als erwartet. Nach Zahlen des statistischen Bundesamtes wurden um 0,8% weniger Waren und Dienstleistungen ausgeführt als im Vormonat. Insgesamt verkauften die deutschen Unternehmen in den ersten drei Quartalen Waren im Wert von 988 Milliarden Euro ins Ausland, das entspricht einem Plus von 3,5% gegenüber demselben Zeitraum im Vorjahr. Deutliche Zuwächse gab es vor allem beim Export in die Länder der Eurozone mit plus 5,4%. Die Ausfuhren in Drittländer wie z.B. China und die USA legten um 2,1% zu. Auch die Einfuhren fielen im September etwas geringer, sie verringerten sich um 0,4 % zum Vormonat.

AMERIKA

Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA sinken wie erwartet

Die Anzahl der Erstanträge auf eine Arbeitslosenunterstützung ist in der vergangenen Woche, wie von den Experten erwartet, weiter zurückgegangen. Die Zahlen des

US-Arbeitsministeriums zeigen einen Rückgang um 1.000 auf 214.000 neue Anträge. Der etwas weniger volatile Vierwochendurchschnitt lag bei 213.750 Anträgen, das waren um 250 weniger als in der Woche davor. Auch die Folgeanträge sind in der letzten Woche auf 1,623 Millionen gesunken und erreichen damit den tiefsten Wert seit dem Jahr 1973.

ASIEN

Verbraucherpreise in China stagnieren im Oktober

Wie von den Experten erwartet, ist die Inflation in China im Oktober auf dem Niveau des Vormonats geblieben. Wie das amtliche Statistikamt in Peking am Freitag mitteilte, stiegen die Verbraucherpreise auf Jahressicht um 2,5%. Im Vergleich zum Vormonat zogen die Preise um 0,2% an. Verantwortlich für den Preisanstieg waren vor allem höhere Preise für Lebensmittel. Trotz einer leichten Steigerung der Teuerungsrate in den letzten Monaten bleibt die Inflation weiter unter der von der Regierung angestrebten Marke von etwa 3,0%.

UNTERNEHMENS-NEWS

SAMSUNG PRÄSENTIERT FALTBARES SMARTPHONE

Die Südkoreaner haben als erster Smartphone-Hersteller weltweit ein Gerät mit zusammenfaltbarem Display präsentiert. Der funktionierende Prototyp wurde im Rahmen der Samsung Developer Conference einem ausgewählten Personenkreis vorgestellt. Dabei ging es vor allem darum, dass Entwickler auf die neuen Umstände vorbereitet werden und gegebenenfalls anpassen können. Viel wurde also noch nicht gezeigt – die offizielle Kundenpräsentation ist noch ausständig.

 

Das neue Gerät verfügt aber über zwei Bildschirme. Einen kleinen an der Außenseite des Gerätes – damit ist die konventionelle Nutzung gesichert. Und einen weiteren auf der Innenseite. Dieser ist genau genommen eine Polymeroberfläche die faltbar ist und für die Nutzung als Tablet gedacht ist. Im ganz entfalteten Zustand wird eine Größe von 7,3 Zoll erreicht.

 

In Produktion soll das Modell in den kommenden Monaten gehen. Bis es schlussendlich auf den Markt kommt, wird es also noch eine Zeit dauern. Samsung nannte noch kein konkretes Datum.

 

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

US-NOTENBANK BELÄSST LEITZINS UNVERÄNDERT

Nach drei Zinserhöhungen im heurigen Jahr hat die US-Notenbank Federal Reserve eine Zinspause eingelegt und belässt den Leitzins unverändert. Damit bleibt der Schlüsselsatz, zur Versorgung der Geschäftsbanken mit Geld in der Spanne von 2,0 bis 2,25%, wie die Währungshüter rund um Fed-Chef Jerome Powell am Donnerstag mitteilten. Zudem bescheinigte die US-Notenbank der Wirtschaft ein hohes Wachstumstempo und lies sich damit die Option für eine weitere Erhöhung im Dezember des heurigen Jahres offen.

 

Die amerikanische Wirtschaft ist auf das Jahr hochgerechnet um 3,5% gewachsen, auch auf dem Arbeitsmarkt herrscht mit einer aktuellen Erwerbslosenquote von zuletzt 3,7% annähernd Vollbeschäftigung. Da sich auch die Inflation bei der von der FED angepeilten Marke von ca. 2,0% stabilisiert hat, gehen Experten von einer weiteren Zinserhöhung im Dezember aus. Mit der Erhöhung des Leitzinssatzes kann die Fed eine Überhitzung der US-Konjunktur vorbeugen, die durch die Steuerreform von Präsident Donald Trump einen zusätzlichen Schub erhalten hat.

 

Auf Grund der Kongresswahlen war die jüngste Sitzung der Fed um einen Tag verschoben worden und ging nicht wie üblich an einem Mittwoch, sondern am Donnerstag zu Ende. Zudem war es die letzte reguläre Zinsentscheidung ohne anschließende Pressekonferenz. Für die kommende Sitzung im Dezember ist ein Presseauftritt von Fed-Chef Powell fest eingeplant und auch im nächsten Jahr will Powell nach jeder regulären Zins-Sitzung der Presse Rede und Antwort stehen.

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