BREXIT-Sondergipfel in Brüssel: EU billigt Brexit Abkommen

26.11.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Deutsches Baugewerbe meldet Rekordaufträge im September

Das Bauhauptgewerbe hat zum Ende des Sommers von starken Geschäften profitiert und eine Rekordsumme an neuen Aufträgen an Land gezogen. Betriebe mit mindestens 20 Beschäftigten konnten im September Aufträge im Wert von über 6,6 Milliarden Euro lukrieren, das bedeutet den höchsten Wert seit dem Jahr 1998. Preisbereinigt lagen die Bestellungen zum Vormonat um 3,6% höher. Der Immobilienmarkt profitiert seit Jahren vom niedrigen Zinsniveau. Der Bauverband ZDB rechnet trotz gestiegener Baugenehmigungen nicht mit einem Ende des Wohnungsmangels in Deutschland.

AMERIKA

Wachstum der US-Wirtschaft verlangsamt sich im November leicht

Das Wachstum der US-Wirtschaft hat im November leicht an Schwung verloren. Der vom IHS-Markit Institut berechnete Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft -Industrie und Dienstleister gemeinsam - ist von 54,9 Punkten aus dem Vormonat auf 54,4 Zähler gesunken. Der Index bleibt damit aber weiter deutlich über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Der Index für das verarbeitende Gewerbe verzeichnete ebenso wie der Index für den Servicebereich einen leichten Rückgang. Allerdings bestätigen diese guten Werte ein robustes Wachstum der US-Wirtschaft im vierten Quartal, sagte dazu IHS-Chefökonom Chris Williamson.

ASIEN

Japanischer Leitindex fällt höher aus als erwartet

Der Gesamtindustrieindex in Japan ist im letzten Monat höher als erwartet ausgefallen. Wie das Kabinettsbüro am Montag bekanntgab, ist der Index auf 104,3 Punkte gestiegen. Dieser Wert lag über den Erwartungen der Analysten, sie rechneten mit einem Indexstand von 103,9 Zählern. Der Gesamtindustrieindex kombiniert 12 verschiedene Indikatoren, wie zum Beispiel Maschinenbestellungen und Aktienpreise. Er dient als Maßzahl für die generelle Gesundheit der japanischen Wirtschaft.

UNTERNEHMENS-NEWS

SIEMENS-CHEF REIST NACH SAUDI ARABIEN

Joe Kaeser, CEO des deutschen Industrieriesens, reist heute zu einer Konferenz nach Saudi Arabien und macht damit eine Kehrtwende. Erst vor wenigen Wochen wurde die Teilnahme an einer Konferenz im Land aufgrund der jüngsten Vorkommnisse kurzfristig abgesagt. Das Land stand aufgrund des Todes des regimekritischen Journalisten Khashoggi in Kritik. Nach langen Dementis gab man zu, dass dieser im Konsulat des Königreichs in Istanbul ums Leben gekommen sei. Die CIA wirft dem Kronprinzen vor, die Ermordung angeordnet zu haben. Mehrere Länder haben bereits Sanktionen gegen Saudi Arabien verhängt.

 

Für Siemens ist Saudi Arabien ein wichtiger Kunde. Man baut unter anderem an der U-Bahn in der Hauptstadt Riad und beschäftigt dort in Summe 2000 Mitarbeiter. Man erhofft sich in den kommenden Jahren weitere Aufträge in Milliardenhöhe.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

BREXIT-SONDERGIPFEL IN BRÜSSEL: EU BILLIGT BREXIT ABKOMMEN

Am Sonntagvormittag haben die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union den Austrittsvertrag Großbritanniens angenommen, der in 17-monatigen Verhandlungen ausgehandelt wurde. Nun muss Theresa May die Zustimmung im britischen Parlament gewinnen.

Per 30.03.2019 soll die Vereinbarung starten, eine Übergangsphase in der Großbritannien im Binnenmarkt und in der Zollunion bleibt, soll bis Ende 2020 gelten. Betont wurde beim gestrigen Gipfel des Öfteren, dass es keine Gewinner gibt. Der Gipfel rief die EU-Kommission, das EU-Parlament und den Ministerrat auch dazu auf, die nötigen Schritte für einen geordneten Austritt zu setzen. Der Ausstiegsvertrag sei eine Grundlage für eine geordnete Trennung sowie den Aufbau von zukünftigen Beziehungen. Sowohl Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker wie auch andere Teilnehmer der EU 27 betonten, dass es keine Nachbesserungen am Vertrag, wie von Brexit-Befürwortern gefordert, geben werde.

Michael Barnier, der Brexit-Chefunterhändler von Seiten der EU, forderte die Briten dazu auf, das Abkommen zu ratifizieren. Dieses sei fair und ausgewogen. Die einzige Alternative dazu sei ein No-Deal Szenario ohne rechtliche Klarheit. Die Abstimmung im britischen Parlament soll Theresa May zufolge noch im Dezember erfolgen.

Großbritanniens Premierministerin zeigte sich gestern zufrieden mit dem ausgehandelten Abkommen. In ihrem Statement an die britische Bevölkerung betonte Sie, dass es trotz des Ausscheidens Großbritanniens aus dem Binnenmarkt und der Zollunion eine enge Zusammenarbeit mit der EU geben werde. Dies sei auch gut für das nationale Interesse und die Wirtschaft Großbritanniens. Kritik am ausgehandelten Abkommen kam vor allem aus Nordirland. Tory-Abgeordnete forderten indes ein zweites Referendum über den Austritt der Briten. Ein solches schloss Premierministerin May aber aus.

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