Großbritannien widerspricht Zweifeln zu Handelsabkommen mit den USA

28.11.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Stimmung der deutschen Exporteure hellt sich im November auf

Die Stimmung der deutschen Exportbetriebe hat sich im November wieder verbessert. Das geht aus der monatlichen Umfrage des Münchner Ifo-Institutes unter 2300 Unternehmen hervor. Der Stimmungsindex für die Exporterwartungen konnte um 0,5 auf 12,2 Punkte zulegen.

Deutlich freundlicher gestimmt zeigten sich die Betriebe der chemischen Industrie, sowie die Unternehmen der Nahrungs-und Genussmittelbranche. Auch die Textilbranche rechnet mit steigenden Umsätzen aus dem Auslandsgeschäft.

Etwas geringere Zuwachsraten beim Exportgeschäft erwarten dagegen die Betriebe aus der Elektrobranche und dem Maschinenbau. Die Exporteure müssen sich derzeit in einem schwierigen weltwirtschaftlichen Umfeld mit mehreren Risiken behaupten, meint dazu Ifo-Chef Clemens Fuest.

AMERIKA

Preisanstieg bei Immobilienkäufen in den USA fällt im September geringer aus

Die Preise auf dem US-Immobilienmarkt sind im September weniger als erwartet angestiegen. Auf Jahressicht stiegen die Häuserpreise um 5,15%, das geht aus dem am Dienstag veröffentlichten S&P/Case-Shiller-Index hervor. Zum Vormonat lagen die Preise für Häuser um 0,33% höher.

Die Stimmung auf dem US-Häusermarkt zeigt sich derzeit etwas gedämpft, neben den schwächeren Preisanstiegen machen sich auch geringere Verkaufszahlen bemerkbar. Von den Experten wird als Grund für diese Entwicklung vor allem der Anstieg bei den  Hypothekenzinsen genannt.

ASIEN

Japan übernimmt Weltspitze in der Autobranche

Beim Thema Absatz, Umsatz und Gewinn sind die japanischen Autobauer im dritten Quartal an ihren deutschen Konkurrenten vorbeigezogen. Das geht aus einem Bericht der Unternehmensberatung EY vom Dienstag hervor. Während die deutschen Hersteller etwas an Schwung einbüßten, konnten die japanischen Autokonzerne an Profitabilität zulegen. Allerdings investieren die deutschen Autobauer so viel wie sonst niemand in die Zukunft.

Die höchsten Absatzzahlen liefert derzeit Toyota. Der Konzern verkaufte zwischen Juli und September 2,68 Millionen Autos. Bei der Profitabilität lagen Suzuki und Toyota voran, sie konnten im dritten Quartal Margen von 8,7% beziehungsweise 7,9% erwirtschaften.

UNTERNEHMENS-NEWS

SHELL STEIGT BEI TOLL4EUROPE EIN

EuroShell Cards, ein Tochterunternehmen des britisch niederländischen Ölriesens, übernimmt 15% der Anteile an Toll4Europe. Die Europäischen Wettbewerbshüter haben dies nun auch von offizieller Seite genehmigt. Der Hauptanteilseigner ist die Deutsche Telekom mit 55%. Weitere Partner sind der Autobauer Daimler und der deutsche Tankanbieter DKV.

Das Gemeinschaftsunternehmen Toll4 Europe hat sich zum Ziel gesetzt, eine Box auf den Markt zu bringen, mit der Fahrer von Lastkraftwagen europaweit ihre Mautzahlungen begleichen und abrechnen können.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

GROSSBRITANNIEN WIDERSPRICHT ZWEIFELN ZU HANDELSABKOMMEN MIT DEN USA

Die britische Regierung nahm am Dienstag offiziell zu den Äußerungen von US-Präsident Donald Trump Stellung, wonach der Vertrag über das Ende der britischen EU-Mitgliedschaft den Handel zwischen den USA und Großbritannien behindern könnte.

In dem auf der Regierungswebseite veröffentlichten Statement heißt es, dass Großbritannien nach dem Brexit sehr wohl in der Lage sein werde, Handelsabkommen rund um den Globus abzuschließen - auch mit den USA. Im mit der EU vereinbarten Abkommen wurde diese eigenständige Kompetenz deutlich verankert. Premierministerin Theresa May gab dazu am Dienstag bekannt, dass von Seiten ihrer Regierung bereits Gespräche mit den USA geführt wurden, welche Art von Handelsvertrag man vereinbaren könnte. Die damit vertraute Arbeitsgruppe sei schon viele Male zusammengekommen und arbeite sehr gut, so May.

Die Äußerungen Trumps sind brisant, da eines der zentralen Versprechen der Brexit-Verfechter darin besteht, dass Großbritannien nach dem Austritt auf sich allein gestellt problemlos vorteilhafte Handelsverträge abschließen könne. Innerhalb der EU ist die EU-Kommission für den Außenhandel der Mitgliedsstaaten zuständig.

Am 11. Dezember soll das Parlament in London über das Brexit-Abkommen abstimmen. Ob Premierministerin May eine Mehrheit dafür zusammenbekommen wird, ist derzeit fraglich.

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