Deutsche Ökoenergie übertrifft erstmals Kapazität von Kohle- und Atomkraftwerken

30.11.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Deutscher Arbeitsmarkt zeigt sich weiter in ausgezeichneter Verfassung

Auch im November hat sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland günstiger entwickelt als erwartet. Nach Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) sank die Arbeitslosenzahl im November um weitere 18.000 Personen, damit sind nun 2,186 Millionen Menschen in Deutschland ohne Beschäftigung. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote ging im November auf 5,0% zurück. Dieser Wert übertraf  die Erwartungen der Experten, diese hatten mit einem Verharren auf dem Niveau des Vormonates bei 5,1% gerechnet. Bei der Erwerbstätigkeit wurde vom statistischen Bundesamt (Destatis) ein neues Rekordhoch von 45,1 Millionen Erwerbstätigen in Deutschland gemeldet. Das bedeutet den höchsten Wert seit der deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990.

AMERIKA

US-Verbraucher steigern Ausgaben im Oktober deutlich

Die amerikanischen Konsumenten haben ihre Ausgaben und ihr Einkommen im Oktober solide gesteigert. Wie das US-Handelsministerium am Donnerstag berichtete, lagen die privaten Ausgaben um 0,6% höher als im Vormonat. Die Ökonomen rechneten nur mit einem Plus von 0,4%. Auch die Einkommenssteigerung fiel höher als erwartet aus, das Ministerium meldete einen Anstieg um 0,5%. Die privaten Ausgaben der amerikanischen Haushalte werden durch eine geringer Arbeitslosigkeit und steigende Einkommen unterstützt.

ASIEN

Japans Industrie produziert im Oktober wieder deutlich mehr

Die japanischen Industriebetriebe haben im Oktober ihren Produktionsausstoß deutlich erhöht. Wie aus den Zahlen aus dem Ministry of Economy,Trade and Industry (METI) vom Freitag hervorgeht, wurde um 2,9% mehr produziert als im Monat zuvor. Das bedeutet die stärkste Steigerung seit dem Jahr 2015. Die Schätzungen der Experten lagen mit einem Produktionsplus von 1,2% deutlich darunter. Für den Vormonat wurde noch ein Rückgang der Produktion von 0,4% gemeldet. Die Industrieproduktion misst die Veränderung der gesamten Produktionsmengen der japanischen Fabriken und Minen.

UNTERNEHMENS-NEWS

APPLE: IPHONE XR VERKAUFT SICH AM BESTEN

Jüngst präsentierte der Techriese aus dem Silicon Valley gleich drei neue Modelle seines Flaggschiffes. Von diesen verkauft sich nun das kleine und „billige“ Modell am besten. Das iPhone XR liegt bei den Verkaufszahlen durch die Bank vor seinen größeren Geschwistern XS und XS Max, so Apples Marketing-Chef Greg Joswiak in einem Interview. Zu haben ist das iPhone XR um rund 850 Euro.

Die Anleger blicken gespannt auf das für den Konzern so wichtige Weihnachtsgeschäft. Zuletzt gab es auch Gerüchte, dass die Geschäfte nicht den Erwartungen entsprechend laufen.

Im Vorjahr erzielte man Umsätze in der Höhe von 88,3 Milliarden US-Dollar. Für heuer stellten einige Experten sogar das Knacken der 100-Milliarden-Grenze in Aussicht. Der Konzern selbst geht von maximal 93 Milliarden US-Dollar aus.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

DEUTSCHE ÖKOENERGIE ÜBERTRIFFT ERSTMALS KAPAZITÄT VON KOHLE- UND ATOMKRAFTWERKEN

In einem gemeinsamen Bericht veröffentlichten das deutsche Bundeskartellamt und die Bundesnetzagentur die Gesamtkapazität der Stromgewinnung von Ökoanlagen und konventionellen Kraftwerken für das Jahr 2017.

Während sich die Kapazität von Kohlekraft- und Atomkraftwerken von 107,5 auf 105,1 Gigawatt verringerte, erhöhte sich das Auslastungsvermögen der erneuerbaren Energien im Jahr 2017 auf 112,5 Gigawatt. Damit übertraf die Ökoenergie erstmals die konventionelle Stromerzeugung um über sieben Gigawatt. Trotz des positiven Trends beim Ausbau der Erneuerbaren Energien hinkt die tatsächliche Auslastung der Photovoltaik und Biomasse bei den Kapazitäten weiterhin stark hinterher. Vor allem Wind- und Solaranlagen unterliegen erheblichen täglichen und saisonalen Schwankungen und können selten die volle Leistung abrufen. Dadurch zeigt sich bei der tatsächlichen Stromerzeugung noch immer ein komplett anderes Bild. Bei den 601,4 produzierten Terrawattstunden lag der Anteil von Kohle-, Gas- und Atomkraftwerke noch immer bei rund zwei Drittel.

Der Chef der Netzagentur, Jochen Homann, sieht die schlechte Auslastung der Ökoenergie als Hauptgrund für die weiterhin stabilen Strompreise von 29,88 Cent je Kilowattstunde. Bei einer besseren Auslastung und dem Ausbau des Stromnetzes wird der durchschnittliche Strompreis weiter sinken. Homann hob den starken Wettbewerb unter den Energiekonzernen hervor, der bereits zu einer Senkung der Netzentgelte führte.

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