G20-Gipfel: Gemeinsame Abschlusserklärung

03.12.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Inflation und Arbeitslosenrate im Euroraum bleiben stabil

Die Inflation in der Eurozone hat sich auch im November über der Zielmarke der EZB gehalten. Auf Jahressicht stiegen die Verbraucherpreise im November um 2,0%, wie das Statistikamt Eurostat am Freitag berichtete. Im Oktober lag die Teuerungsrate sogar noch bei 2,2%. Damit liegt die Inflationsrate nun bereits den sechsten Monat in Folge am Zielniveau der EZB von knapp unter 2,0%. Diese Marke wird von der Notenbank als Idealwert für die Wirtschaft in der Eurozone angestrebt. Dank der guten Wirtschaftslage hält sich auch die Arbeitslosigkeit auf dem tiefsten Stand seit 10 Jahren. Die Arbeitslosenrate blieb im Oktober stabil auf dem Niveau des Vormonates bei 8,1%.

AMERIKA

Wirtschaftsstimmung im Großraum Chicago steigt überraschend an

Die Stimmung in den Chefetagen der Betriebe im Großraum Chicago hat sich im November überraschend deutlich aufgehellt. Der Stimmungsindex sprang von 58,4 Punkten aus dem Oktober auf 66,4 Punkte hoch und beendete damit einen dreimonatigen Abwärtstrend. Der Indikator bleibt damit auch deutlich über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Die gute Stimmungslage wurde vor allem durch gestiegene Neuaufträge und eine höhere Produktion beeinflusst. Die Auftragseingänge erreichten den höchsten Stand seit dem Mai 2014. Der Einkaufsmanagerindex für die Region Chicago wird von den Experten als wichtiger Indikator für die landesweite Stimmungslage in den amerikanischen Unternehmen gesehen.

ASIEN

Chinas Industrie nimmt wieder etwas Fahrt auf

Die Stimmung in Chinas Industriebetrieben hat sich im November wieder leicht verbessert. Der am Montag veröffentlichte Caixin/Markit-Einkaufsmanagerindex legte um 0,1 Punkte auf 50,2 Zähler zu und bleibt damit noch leicht über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Die Erwartungen der Analysten lagen bei 50 Zählern.

Die etwas rückläufigen Auftragseingänge aus dem Ausland machen den Betrieben zu schaffen, der entsprechende Indikator für die Exportaufträge sank von 48,8 Punkten aus dem Vormonat auf 47,7 Zähler im November. Auch das Geschäft im Inland hat etwas nachgelassen, weshalb die Unternehmen ihre Preise senkten.

UNTERNEHMENS-NEWS

NOVARTIS PRÄSENTIERT WEITERE STUDIENDATEN ZU KYMRIAH

Neuesten Studienergebnissen zufolge, weist die Gentherapie Kymriah des Schweizer Pharmariesens eine starke Wirksamkeit bei der Behandlung von gewissen Formen der Leukämie auf. Vor allem bei Kindern und jungen Erwachsenen sei dies der Fall, so Novartis im Rahmen des Kongresses der American Society of Hematolgy in San Diego. Im Sommer erhielt man die Zulassung in Europa für diese Therapieform. In den Vereinigten Staaten ist Kymriah bereits seit rund einem Jahr im Einsatz.

Bei dem Verfahren wird ein defektes Gen durch ein intaktes im Genom der Zelle ersetzt beziehungsweise gesunde Gene dementsprechend verändert. Bisher kommen nur wenige Therapien dieser Art zum Einsatz. Eine Behandlung kostet in den USA rund 475.000 US-Dollar - das bescherte Novartis im ersten Halbjahr Verkaufserlöse von rund 28 Millionen US-Dollar.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

G20-GIPFEL: GEMEINSAME ABSCHLUSSERKLÄRUNG

Schlussendlich konnten sich die Staats- und Regierungschefs am Samstag in Buenos Aires doch noch auf eine gemeinsame Abschlusserklärung einigen, in der man den Wunsch der internationalen Zusammenarbeit betont. Beim Klimaschutz ziehen die USA jedoch nicht mit den anderen 19 Ländern mit. Sie werden die Pariser Klimaschutzziele von 2015 nicht umsetzen. Auch zum Thema Protektionismus im Welthandel gibt es in dem achtseitigen Schlussdokument nur vage Ausführungen.

Speziell im Bereich der Klimaziele hat man festgehalten, dass man sich vergangenes Jahr in Hamburg auf Maßnahmen zur Begrenzung der Erderwärmung einigen konnte. Die Vereinigten Staaten betonen erneut ihre Absicht, dass sie aus dem Pariser Abkommen austreten und Ziele wie beispielsweise den Energiezugang und –sicherheit mit dem Umweltschutz verknüpfen wollen.

Das Gipfeltreffen wurde auch für eine Reihe bilateraler Treffen genutzt. So trafen sich unter anderem Angela Merkel, Wladimir Putin sowie der US-Präsident. Donald Trump traf sich zudem mit Xi Jinping.

Auch bei der Handelspolitik finden sich die USA in der Abschlusserklärung wider, denn von dem sonst bei den Gipfeln verurteilten Protektionismus war im Protokoll keine Rede. Es sind sich aber alle Staaten einig, dass das multilaterale Handelssystem derzeit hinter seinen Zielen zurückbleibe und Reformationsbedarf bei der Welthandelsorganisation (WTO) gegeben ist.

Anlässlich des 75. Jahrestags der indischen Unabhängigkeit im Jahr 2022 gab es einen Tausch des Ortes des Gipfeltreffens mit Italien. 2021 wird der G20-Gipfel nun in Italien und 2022 in Indien stattfinden. Kommendes Jahr tagt der G20 Gipfel im japanischen Osaka.

Haftungsausschluss

Dieser Breakfast Wrap ist eine freie Zusammenstellung von Informationen über allgemeine volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen und Entwicklungen. Er ist keine Grundlage für Anlageentscheidungen, etwa den Erwerb von spezifischen Produkten. Dieser Breakfast Wrap stellt in keinem Fall eine Empfehlung oder Meinungsäußerung der Capital Bank hinsichtlich bestimmter Anlageformen oder Anlagestrategien oder deren Angemessenheit dar. Individuelle Anlageentscheidungen setzen vielmehr die vorherige anleger- und objektgerechte Beratung sowie umfassende Risikoaufklärung voraus. Dieser Breakfast Wrap stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung dar. Alle Informationen beruhen auf sorgfältig ausgesuchten Quellen; die aus diesen Quellen übernommenen Informationen wurden nicht überprüft. Es wird insbesondere keine Gewähr für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität übernommen. Die Auswahl und Aufnahme der Informationen lässt keine Rückschlüsse auf Meinungen und Prognosen seitens der Capital Bank zu. Haftungs- oder Schadenersatzansprüche, welche aus der Nutzung oder Nichtnutzung bzw. aus der Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen resultieren, sind ausgeschlossen.

« zurück