OPEC+ signalisiert Förderkürzungen ab Jänner

06.12.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Einzelhandel in der Eurozone meldet steigende Umsätze im Oktober

Die Einzelhandelsunternehmen im Euroraum haben im Oktober deutlich mehr Geld in den Kassen gehabt als erwartet. Wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch berichtete, stiegen die Umsätze im Vergleich zum Vormonat um 0,3% an. Im September hatte es noch einen Umsatzrückgang um 0,5% gegeben. Auf Länderebene fiel das Plus in den Kassen in Slowenien (+7,9%) und Portugal (+2,3%) besonders deutlich aus. Besonders gut lief das Geschäft mit Kraftstoffen, sowie mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren.

AMERIKA

Deutsche Autobauer wollen mehr in den USA investieren

Die deutschen Autokonzerne haben sich bei einem Treffen im Weißen Haus in Washington für ein stärkeres Engagement in den USA ausgesprochen. Dazu soll in die bereits bestehenden Fabriken investiert und neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Volkswagen plant außerdem eine globale Allianz mit dem amerikanischen Hersteller Ford, von der auch die amerikanische Autoindustrie profitieren soll. Auch BMW und Daimler kündigten neue Investitionen und die Aufstockung der Personalbestände an. Der deutsche Branchenverband VDA wertete das Gespräch mit der US-Regierung positiv, allerdings seien Handelskonflikte und Zollfragen keine Themen gewesen. Es ging vor allem um die Pläne der Unternehmen in den USA. Die Lösung des Handelskonfliktes gilt als Aufgabe zwischen der EU und der US-Regierung.

ASIEN

Wirtschaftswachstum in Australien fällt schwächer als erwartet aus

Die seit fast drei Jahrzehnten wachsende Wirtschaft Australiens hat sich im Sommer etwas abgekühlt. Wie aus den Zahlen des nationalen Statistikamtes hervorgeht, stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zwischen April und Juni um 0,3% zum Vorquartal an. Die Schätzungen der Experten lagen mit einem Plus von 0,6% doppelt so hoch. Als Ursachen werden vor allem geringere Ausgaben der Konsumenten genannt. Australiens Wirtschaft erlebt derzeit ihr 28. Jahr ohne Rezession. Die Beschäftigung konnte im dritten Quartal zwar deutlich zulegen, allerdings stiegen dabei die Löhne nur leicht um 0,2%. Von den Finanzexperten wird deshalb keine Zinserhöhung der Notenbank im ersten Halbjahr 2019 erwartet.

UNTERNEHMENS-NEWS

SIEMENS SETZT AUF WACHSTUM

Der deutsche Industrieriese will im Geschäftsbereich Gebäudetechnik deutlich wachsen und der Konkurrenz Marktanteile streitig machen. Um dies zu erreichen, will man sich auch auf die Suche nach möglichen Übernahmezielen machen.

Matthias Rebellius, Chef der Sparte Building Technologies, setzt sich ein ein 4%iges-Wachstumsziel. Man geht bei Siemens davon aus, dass die gesamte Bauindustrie im nächsten Jahr um rund 3% wachsen wird. Selbst will man 1% über dem Markt liegen. Der Geschäftsbereich steuerte im abgelaufenen Geschäftsjahr 6,6 Milliarden Euro zum Gesamtumsatz des Konzerns bei und erwirtschaftete einen Gewinn von 755 Millionen Euro.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

OPEC+ SIGNALISIERT FÖRDERKÜRZUNGEN AB JÄNNER

Kurz vor Beginn der heute beginnenden Ministerkonferenz der OPEC haben sich die Anzeichen für eine Förderkürzung des Ölkartells und weiterer kooperierender Staaten verdichtet.

Der Ölminister des Oman, Mohammed Al Rumhi, hatte im Vorfeld der Konferenz in Wien mitgeteilt, dass die unter dem Begriff „OPEC+“ zusammengefassten Förderländer in der Frage der Produktionskürzung eine grundsätzliche Einigung erzielt hätten. Entsprechend dieser Einigung, soll es ab Jänner Kürzungen für einen Zeitraum von sechs Monaten geben.

Das Ausmaß der Kürzungen wird derzeit in der Größenordnung von einer Million Barrel pro Tag diskutiert. Dies entspricht rund einem Prozent der weltweiten täglichen Ölproduktion. Laut Berichten der russischen Nachrichtenagentur Tass soll als Referenzwert für die Förderkürzungen das Produktionsniveau aus dem Oktober des heurigen Jahres herangezogen werden.

Beim heutigen Treffen der Minister der 15 OPEC-Staaten sollen Details zur möglichen Förderkürzung besprochen werden, bevor am Freitag die Minister der zehn kooperierenden Staaten ebenfalls an der Konferenz teilnehmen.

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