EZB erwartet Konjunkturabschwächung

28.12.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Deutsche Wirtschaftsverbände zeigen sich optimistisch für das nächste Jahr

Bei der am Donnerstag veröffentlichten Umfrage des Institutes der Deutschen Wirtschaft (IW) hat sich ein verhalten optimistischer Ausblick der einzelnen Verbände für das neue Jahr gezeigt. Von den 48 befragten Verbänden erwarten 28 eine weitere Steigerung der Produktion im nächsten Jahr. Beim letzten Jahreswechsel waren es noch 33 Verbände. Damit bleiben die Optimisten aber immer noch deutlich in der Mehrheit, erklärte der IW. Die deutsche Wirtschaft werde, wenn auch mit etwas geringerer Dynamik, im Jahr 2019 auf Wachstumskurs bleiben.

AMERIKA

US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gehen leicht zurück

In der letzten Woche sind in den USA etwas weniger Erstanträge auf eine Arbeitslosenunterstützung gestellt worden. In der Woche zum 22.Dezember ist die Anzahl der neuen Anträge um 1.000 auf 216.000 zurückgegangen. Das teilte das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mit. Der etwas aussagekräftigere Vierwochendurchschnitt verringerte sich zur Vorwoche um 4.750 auf 218.000 Anträge. Insgesamt erhielten in der Woche zum 15.Dezember 1,701 Millionen Personen eine Arbeitslosenunterstützung.

ASIEN

USA und China bereiten Treffen von Regierungsmitgliedern zu Jahresbeginn vor

Die Volksrepublik China und die USA wollen eine Beilegung ihrer Handelsdifferenzen vorantreiben und haben deshalb ein persönliches Treffen von Vertretern beider Regierungen zu Jahresbeginn geplant. Es gebe bereits konkrete Absprachen für ein Treffen im Jänner, sagte dazu der chinesische Ministeriumssprecher Gao Feng. Zudem veröffentlichte China einen Gesetzesentwurf der die Interessen ausländischer Investoren besser schützen soll. Derzeit haben die USA eine weitere Verhängung von Zöllen und Einfuhrbeschränkungen gestoppt. Die USA haben die für den 1.Jänner geplanten neuen Zölle verschoben, im Gegenzug hat die chinesische Regierung den Ankauf von Soja-Bohnen wieder aufgenommen.

UNTERNEHMENS-NEWS

NESTLÉ RÜSTET SICH FÜR BREXIT

Der Schweizer Nahrungsmittelriese will auf Nummer Sicher gehen und erhöht seine Vorräte auf der Insel. Im Vorfeld des Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union, der für den 29. März angesetzt ist, will man bei der Lieferkette keine Verzögerungen riskieren. Grundsätzlich hält Nestlé die Vorräte aus Kostengründen möglichst gering, das birgt jedoch die Gefahr von Engpässen bei kurzfristigen Ausfällen. Darauf habe man nun aber reagiert um die britischen Konsumenten weiterhin bestens bedienen zu können.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

EZB ERWARTET KONJUNKTURABSCHWÄCHUNG

In ihrem aktuellen Wirtschaftsbericht geht die EZB trotz erhöhter Abwärtsrisiken von einer anhaltenden wirtschaftlichen Expansion für den Euroraum aus. Das reale BIP-Wachstum im Euroraum wird in erster Linie durch den Anstieg der privaten Konsumausgaben und der Unternehmensinvestitionen gestützt. Aktuelle Prognosen vom Dezember 2018 gehen für die Jahre 2019 und 2020 von einem jährlichen realen Wachstum von 1,7% aus. Für das Jahr 2021 verlangsamt sich das jährliche Wachstum auf 1,5%. Gegenüber den Prognosen aus dem September wurden die Zuwachsraten leicht nach unten korrigiert.

 

Das Wachstum der Weltwirtschaft soll sich laut den aktuellen Prognosen der EZB im Jahr 2019 abschwächen und in den folgenden Jahren stabil bleiben. Das weltweite reale BIP-Wachstum (ohne Eurozone) soll im laufenden Jahr 3,8% betragen und im kommenden Jahr auf 3,5% sinken. In der Prognose berücksichtigt wird eine auf kurze Sicht erwartete Konjunkturabkühlung in einigen Schwellenländern auf Grund restriktiverer Finanzierungsbedingungen. Auch mit einer allmählichen Abschwächung des Expansionstempos in China ist zu rechnen.

 

Insgesamt sind die Risiken für die Weltwirtschaft abwärtsgerichtet. Vor allem eine Verschärfung der Handelskonflikte könnte das globale Wachstum erheblich bremsen. Andere Risiken sind eine rascher als erwartete Straffung der Finanzierungsbedingungen weltweit sowie politische Unsicherheiten wie beispielsweise der Brexit.

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