EU-Ratsvorsitz geht im neuen Jahr an Rumänien

31.12.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Sinkende Energiepreise dämpfen Inflation in Deutschland

Der Inflationsdruck hat in Deutschland im Dezember deutlich nachgelassen. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) betrug die Jahresrate im Dezember 1,7%, nachdem sie im November noch bei 2,2% lag. Im Vergleich zum Vormonat stieg die Teuerungsrate um 0,3% an. Maßgeblichen Anteil am Inflationsrückgang hatten die gesunkenen Preise für Energie. Die Energiepreise lagen nur 4,9% über dem Niveau des Vorjahresmonates, im November waren es noch 9,3%. Die durchschnittliche Inflationsrate für das Jahr 2018 wird von den Experten bei 1,9% gesehen.

AMERIKA

Wirtschaftsstimmung im Großraum Chicago fällt besser aus als erwartet

Die Stimmung in den Chefetagen der Industriebetriebe im Großraum Chicago hat sich im Dezember zwar etwas eingetrübt, der entsprechende Einkaufsmanagerindex fiel aber deutlich besser aus als erwartet. Der Indikator ging von 66,4 Punkten aus dem Vormonat auf 65,4 Zähler zurück. Die Erwartungen der Volkswirte lagen dagegen nur bei einem Indexstand von 60,0 Punkten. Solide Zugewinne gab es vor allem bei den Subindizes für die Produktion und den Auftragsbestand.

ASIEN

Japans Industrie produziert weniger im November

Die japanischen Industriebetriebe haben ihre Produktion im November etwas zurückgefahren. Wie aus den am Freitag veröffentlichten Regierungsdaten hervorgeht, fiel der Produktionsausstoß zum Vormonat um 1,1%. Von den Experten wurde aber mit einem höheren Rückgang um 1,9% gerechnet. Für den Dezember erwarten die Betriebe laut einer Umfrage des Wirtschaftsministeriums wieder einen Anstieg der Produktion um 2,2%.

UNTERNEHMENS-NEWS

NOVARTIS STÄRKT AUGENHEILSPARTE

Alcon, das auf Augenheilkunde spezialisierte Tochterunternehmen des Schweizer Pharmariesens, verstärkt sich durch einen Zukauf. Man hat das US-amerikanische Unternehmen Tear Film Innovations übernommen. Dieses beschäftigt sich mit der Bekämpfung von trockenen Augen und entwickelte unter anderem ein Gerät zur Behandlung der Dysfunktion der Meibomdrüsen, welche eine der Hauptursachen für trockene Augen sind. Ein Kaufpreis wurde jedoch nicht genannt.

Alcon selbst steht bei Novartis kurz vor der Abspaltung. In der ersten Jahreshälfte 2019 soll Alcon als eigenständiges Unternehmen unterwegs sein - mit Sitz in der Schweiz sowie Börsennotierungen dort und in den Vereinigten Staaten. Ausständig ist noch die Zustimmung der Aktionäre, die im Rahmen einer Generalversammlung im Februar 2019 eingeholt werden soll.

Der Geschäftsbereich wurde bei Novartis einer strategischen Prüfung unterzogen, nachdem sich dieser in den letzten Jahren nicht gemäß den Erwartungen des Konzerns entwickelt hatte. Die Sparte wurde für insgesamt 51 Milliarden US-Dollar zwischen 2008 und 2015 von Nestlé übernommen. Zuletzt erwirtschaftete man einen Jahresumsatz von rund sechs Milliarden US-Dollar.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

EU-RATSVORSITZ GEHT IM NEUEN JAHR AN RUMÄNIEN

Es ist das erste Mal, dass Rumänien den EU-Ratsvorsitz übernimmt. Damit kommen auf das Land auch zahlreiche Herausforderungen zu. Kritiker bezweifeln, dass Rumänien all diesen gewachsen ist.

Zuletzt erhoben die Regierungschefin des Landes und auch der PSD-Chef Liviu Dragnea noch Vorwürfe gegen Brüssel, dass Rumänien als osteuropäisches Land oft zu Unrecht von Brüssel kritisiert wird. Grund für die Reibereien mit Brüssel ist deren Kritik an den rumänischen Justizreformen. Rumänien trat der EU nun vor rund 12 Jahren bei. Seitdem hatte die EU-Kommission stets ein Auge auf die Bemühungen des Landes im Kampf gegen die Korruption. Im letzten EU-Bericht gab es jedoch viel Kritik wegen der Eingriffe in die Unabhängigkeit der Justiz in Rumänien. Gegen Polen und Ungarn gibt es bereits EU-Rechtstaatlichkeitsverfahren. Rumänien könnte nun auch ein solches drohen.

In Brüssel bereitet sich die Diplomatie Rumäniens unterdessen bereits auf die Übernahme der Ratspräsidentschaft vor. Eine der Herausforderungen ist die Wahl eines neuen Europaparlaments im Mai 2019. Laut Rumäniens EU-Botschafterin möchte man bis dahin noch möglichst viele Rechtsakte abschließen.

In die Zeit des Ratsvorsitzes Rumäniens fallen auch die Verhandlungen über das EU-Budget zwischen 2021 und 2027 sowie der Vollzug des Brexit. Des Weiteren sollen die Staaten des Westbalkans und Südosteuropas näher an die EU herangeführt werden.

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