Großbritanniens Premierministerin wirbt in Neujahrsansprache für Brexit-Deal

02.01.2019

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Deutsche Chemieindustrie sieht große Herausforderungen im neuen Jahr

Die Stimmung im drittgrößten Industriezweig Deutschlands zeigt sich aktuell etwas angespannt. Für das kommende Jahr werden einige große Herausforderungen erwartet. Der Branchenverband VCI erwartet eine Steigerung der Produktionsmenge in diesem Jahr von 1,5%. Hier ist aber das Pharmasegment, welches als sehr konjunkturresistent gilt, bereits eingerechnet.

Bei den Herstellern von Chemikalien und Kunststoffen wird dagegen eine Stagnation erwartet. Zudem drängen neue Mitbewerber aus Asien und dem Persischen Golf in das von deutschen Firmen besetzte Terrain der Spezialchemie. Etwas Belebung erwartet

VCI-Präsident Hans Van Bylen von der Autoindustrie, dem größten Kunden der Chemie- und Kunststoffhersteller.

AMERIKA

US-Rohöllagerbestände gehen leicht zurück

Die Rohöllagerbestände in den USA sind in der letzten Woche leicht zurückgegangen. Nach des Zahlen der staatlichen Energy Information Administration (EIA) fielen die Bestände gegenüber der Vorwoche um 0,046 Millionen Barrel. Die Analysten hatten mit einem höheren Rückgang um 2,6 Millionen Barrel gerechnet.

Die Lagerbestände an Benzin haben sich dagegen um 3,003 Millionen Barrel erhöht. Hier wurde von den Experten nur ein Plus von 0,1 Millionen Barrel erwartet. Die Ölproduktion lag mit einer täglichen Fördermenge von 11,700 Millionen Barrel um 0,100 Millionen Barrel höher als in der Vorwoche.

ASIEN

Chinas Dienstleister wachsen weiter

Im Gegensatz zu Chinas Industrie, die im Dezember einen Wachstumsrückgang hinnehmen musste, legte das Wachstum auf dem Dienstleistungssektor weiter zu. Der offizielle Einkaufsmanagerindex für die Dienstleistungsbranche stieg von 53,4 Punkten im November auf 53,8 Zähler an und liegt damit weiter über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern.

Chinas Wirtschaft setzte zuletzt verstärkt auf den Dienstleistungssektor, um die Abhängigkeit von der Schwerindustrie und der Exportwirtschaft zu vermindern. Chinas Dienstleitungsbetriebe tragen inzwischen mehr als die Hälfte zur gesamten Wirtschaftsleistung in China bei.

UNTERNEHMENS-NEWS

NESTLÉ LIEBÄUGELT MIT WACHSTUMSMARKT

Der Schweizer Lebensmittelriese will mit veganen Lebensmitteln durchstarten. Bereits im Frühjahr will man mit der neu geschaffenen Marke Garden Gourmet Lebensmittel frei von tierischen Erzeugnissen in die Supermärkte zu bringen. Nestlé erhofft sich damit nach einigen Jahren Umsätze in Milliardenhöhe. Der Trend hin zu gesünderen Lebensmitteln ist voll gegeben und davon will man auch profitieren.

 

Die neue Geschäftsführung unter Ulf Schneider hat dem Konzern bereits eine Neuausrichtung verordnet. Man will sich verstärkt auf wachstumsstarke Geschäftsfelder konzentrieren. Von anderen weniger lukrativen Geschäftsteilen will man sich trennen. Den Worten ließ man auch bereits Taten folgen.

 

So wechselte das schwächelnde Süßwarengeschäft bereits den Besitzer, auch vom Lebensversicherungsgeschäft hat man sich getrennt. Andererseits wurden Zukäufe im wachstumsstarken Gesundheitsgeschäft getätigt. Schneider zufolge ist Nestlé auf dem besten Weg, seine Ziele zu erreichen. Anvisiert sind unter anderem eine deutliche Margenverbesserung und eine Steigerung des Betriebsgewinns.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

GROSSBRITANNIENS PREMIERMINISTERIN WIRBT IN NEUJAHRSANSPRACHE FÜR BREXIT-DEAL

In ihrer Neujahrsansprache beschwor die britische Premierministerin Theresa May den Zusammenhalt aller Parlamentarier, um eine Mehrheit für das mit Brüssel ausgehandelte Brexit-Abkommen zu erhalten.

Nachdem bereits in der dritten Januarwoche über die Art des Austritts im britischen Parlament abgestimmt werden soll, zeichnet sich derzeit noch keine Mehrheit für Theresa Mays Deal ab. Deswegen sprach die Premierministerin auch von einer wichtigen Entscheidung, welche die Abgeordneten zu treffen hätten. Sofern die Parlamentarier den ausgehandelten Vertrag unterstützen, kann Großbritannien die Differenzen im Brexit-Streit überwinden.

Ob es May gelingen wird genügend Stimmen für ihren Deal zu erreichen, bleibt weiterhin ungewiss. Weder die Konservative Partei noch die oppositionelle Labourpartei ist sich über die weitere Vorgehensweise einig. Die größte Gruppe der Labour-Abgeordneten hält den EU-Austritt zwar für falsch, doch nur ein Teil will weiter dagegen kämpfen. Andere wollen die demokratische Entscheidung von 2016 nicht infrage stellen, denn gerade in zahlreichen Labour-Hochburgen hatten besonders viele Menschen für den Brexit votiert.

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