EZB stellt italienische Bank unter Zwangsverwaltung

03.01.2019

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland erreicht neuen Höchststand

Im Jahr 2018 ist die Anzahl der Erwerbstätigen in Deutschland auf ein neues Rekordniveau gestiegen. Wie aus dem Bericht des statistischen Bundesamtes (Destatis) vom Mittwoch hervorgeht, gingen im Jahresschnitt rund 44,8 Millionen Menschen in Deutschland einer Beschäftigung nach. Das waren um 562.000 Personen oder 1,3% mehr als im Jahr zuvor.

Zusammen mit der Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte konnten mit der gesteigerten Erwerbstätigkeit negative demografische Effekte ausgeglichen werden. Ein besonders hoher Anteil an den neu geschaffenen Jobs wurde in der Dienstleistungsbranche verzeichnet, hier gab es um 384.000 Erwerbstätige mehr als im Vorjahr. Ebenfalls mehr neue Beschäftigte gab es in der Industrie und in der Baubranche.

AMERIKA

US-Industrie wächst im Dezember etwas langsamer

Die Aktivität in den amerikanischen Industriebetrieben hat im Dezember etwas nachgelassen. Der vom IHS-Markit Institut berechnete Einkaufsmanagerindex für den Sektor ist von 55,3 Punkten aus dem Vormonat auf 53,8 Zähler zurückgegangen. Damit bleibt der Stimmungsindikator aber noch immer deutlich über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Als Gründe für die Abschwächung des Wachstums nannte IHS-Chefökonom Chris Williamson eine etwas geringere Kundennachfrage und Schwierigkeiten bei der Suche nach geeignetem Fachpersonal.

ASIEN

Stimmung in Chinas Klein-und Mittelbetrieben trübt sich etwas ein

Der vom Wirtschaftsmagazin Caixin berechnete Stimmungsindex für die privaten Klein- und Mittelbetriebe in China ist im Dezember überraschend auf 49,7 Punkte zurückgegangen. Von den Analysten wurde eine Stagnation auf dem Wert des Vormonates bei 50,2 Zählern erwartet.

Damit fiel der Indikator erstmals seit dem Mai 2017 unter die Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Zusätzlich zur etwas schwächeren Konjunktur belastet auch der Handelskonflikt mit den USA die chinesische Wirtschaft. Derzeit arbeiten aber beide Länder mit Hochdruck an einer Lösung der Handelsdifferenzen.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

EZB STELLT ITALIENISCHE BANK UNTER ZWANGSVERWALTUNG

Der italienische Bankensektor wurde von der vergleichsweise kleinen Genueser Banca Carige erneut hart getroffen. Die EZB-Bankenaufsicht stellte die Bank gestern Mittwoch unter Zwangsverwaltung, nachdem die Führung des Instituts zurück getreten ist.

Der Schritt erfolgte auf Grund einer geplatzten Kapitalerhöhung vor Weihnachten. Diese wurde von der Bankenaufsicht angeordnet, scheiterte aber am Widerstand des größten Aktionärs der Bank.

Obwohl die Europäische Bankenaufsicht normalerweise deutlich größere Banken beaufsichtigt, wurde die genuesische Bank aufgrund ihrer wirtschaftlichen Situation bereits von der EZB verfolgt. Wie viele andere italienische Institute leidet Banca Carige an der schleppenden Konjunkturentwicklung Italiens und einem Berg fauler Kredite.

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