Italiens Defizit in den ersten neun Monaten 2018 auf 1,9 Prozent gesunken

08.01.2019

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Deutschlands Einzelhändler melden deutliches Umsatzplus im November

Die Einzelhandelsbranche in Deutschland profitiert weiter von den ausgezeichneten Bedingungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Lohn und Beschäftigungszuwächse stärken die Kaufkraft der deutschen Verbraucher und beflügeln den Konsum. Die Umsätze im Einzelhandel legten im November zum Vormonat um kräftige 1,4% zu. Von den Volkwirten wurde nur mit einem Plus von 0,4% gerechnet. Als besonders wachstumstreibend erweist sich der Internet- und Versandhandel. Die Umsätze im Onlinehandel legten in den ersten elf Monaten 2018 um 6,2% zu. Auch die Einzelhändler in der Eurozone freuen sich über steigende Umsätze, im November gab es ein Plus zum Vormonat von 0,6%.

AMERIKA

Stimmung der US-Dienstleister trübt sich etwas ein

Die Stimmung in den Chefetagen der US-Dienstleistungsunternehmen hat sich im Dezember etwas eingetrübt. Der vom Institute of Supply Management (ISM) veröffentlichte Indikator für die Dienstleistungsbranche ist von 60,7 Punkten auf 57,6 Zähler zurückgegangen. Trotzdem bleibt er noch immer deutlich über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Positiv überraschen konnte der Subindex für die Auftragseingänge, er stieg von 62,5 auf 62,7 Punkte leicht an. Rückgänge gab es dagegen bei den Indizes für die Beschäftigung und den Einkaufspreisen.

ASIEN

Chinas Devisenreserven gehen etwas zurück

Die großen Währungsreserven Chinas sind im Zuge des Handelskonfliktes mit den USA etwas zusammengeschmolzen. Die größten staatlichen Devisenreserven weltweit haben sich im Jahr 2018 um 67,4 Milliarden auf 3,07 Billionen Dollar reduziert. Das gab die staatliche Notenbank am Montag bekannt. Noch im Jahr 2017 gab es einen Anstieg um 129,4 Milliarden Dollar. Mit Interventionen am Devisenmarkt versucht die chinesische Regierung dem Kapitalabfluss im Zuge der Konjunkturabkühlung entgegenzuwirken.

UNTERNEHMENS-NEWS

APPLE KOOPERIERT MIT SAMSUNG

Der US-amerikanische Techriese öffnet zukünftig seine Inhalte für Samsung. So wird ab dem Frühjahr Musik und Filme von Apple auf Samsung-Geräten verfügbar sein. Bislang war dies nur mit der Zusatzbox Apple-TV möglich.

 

Apple will seine Abhängigkeit von Produktverkäufen reduzieren und mehr mit zusätzlichen Angeboten im Servicebereich verdienen. Die Einnahmen aus den App-Verkäufen, dem Streamingdienst Apple-Music und dem Cloud-Geschäft zogen zuletzt deutlich an. Im abgelaufenen Geschäftsjahr entfielen bereits 14% des Gesamtumsatzes auf diesen Geschäftsbereich – hauptverantwortlich sind natürlich immer noch die iPhone-Verkäufe.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

ITALIENS DEFIZIT IN DEN ERSTEN NEUN MONATEN 2018 AUF 1,9 PROZENT GESUNKEN

Italien hat sein Haushaltsdefizit in den ersten neun Monaten des abgelaufenen Jahres klar reduziert. Wie das Statistikamt Istat am Montag in Rom mitteilte, belief sich der Fehlbetrag auf 1,9% der Wirtschaftsleistung. Im selben Zeitraum des vorangegangenen Jahres belief sich das Defizit noch auf 2,6%. Der Rückgang lässt sich darauf zurückführen, dass die Steuereinnahmen weit stärker zulegten als die Ausgaben. Für das Gesamtjahr 2018 strebt die seit Mitte 2018 amtierende Regierung aus populistischer Fünf-Sterne-Bewegung und rechter Lega einen Fehlbetrag von 1,9% an. Die Unstimmigkeit zwischen Rom und der EU-Kommission über das Defizit für 2019 hat die Finanzmärkte lange beschäftigt.

Unlängst stimmte das italienische Parlament den geänderten Haushaltsplänen zu. Zuvor hatte sich die Regierung mit der EU-Kommission darauf geeinigt, das Ziel für die Neuverschuldung auf 2,04 von 2,4% zu senken. Dem Land setzt die Schuldenlast in Höhe von gut 131% der Wirtschaftsleistung stark zu, kommt doch von allen Staaten der Euro-Zone nur Griechenland auf eine höhere Quote. Anscheinend kommen neue Belastungen auf Italien zu: Im Kampf um die wirtschaftliche Zukunft des Genueser Kriseninstituts Banca Carige schaltet sich einer mit der Situation vertrauten Person zufolge der Staat ein. So habe es zwischen der “Bad Bank” des Finanzministeriums und dem Geldhaus Vorgespräche über den Erwerb von faulen Krediten gegeben. Nach Medienberichten geht es um die Übernahme eines großen Anteils von Problemkrediten im Ausmaß von 3,7 Milliarden Euro

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