Britische Regierung dementiert Wunsch nach Verschiebung des EU-Austritts

09.01.2019

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Deutschlands Unternehmen drosseln Produktion im November

Die deutschen Industrieunternehmen haben im November zum dritten Mal in Folge ihre Produktion heruntergefahren. Wie aus den Zahlen des Bundeswirtschaftsministeriums vom Dienstag hervorgeht, haben Industrie, Bau und Energieversorger zusammen um 1,9% weniger produziert als im Vormonat. Die Experten hatten einen leichten Anstieg der Produktion von 0,3% erwartet. Der deutsche Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sieht allerdings keinen Anlass zur Sorge, die deutsche Wirtschaft befinde sich weiter in sehr guter Verfassung, die Auftragsbücher seien gut gefüllt. Zudem habe die Industrie im Oktober/November wieder mehr neue Aufträge als im dritten Quartal erhalten.

AMERIKA

Verbraucher in den USA erhalten mehr Kredite im November

Das Volumen der Verbraucherkredite in den USA ist im November mehr als erwartet angestiegen. Wie die US-Notenbank am Dienstag in Washington bekannt gab, ist das Volumen der vergebenen Kredite im Vergleich zum Vormonat um 22,1 Milliarden US-Dollar angestiegen. Die Volkswirte hatten nur mit einer Zunahme um 17,5 Milliarden Dollar gerechnet. Für den Vormonat wurde der Anstieg der Verbraucherkredite mit 25,0 Milliarden Dollar angegeben.

ASIEN

Handelsgespräche zwischen China und den USA verlaufen vielversprechend

Die am Montag begonnenen Handelsgespräche zwischen Regierungsvertretern der beiden Länder sind laut US-Unterhändler Steven Winberg bisher gut verlaufen und sollen deshalb auch am Mittwoch fortgesetzt werden. Es wurden von Seiten der chinesischen Regierung erstmals wieder Importzulassungen für gentechnisch veränderte Pflanzensorten erteilt. Damit will China den USA den Zugang zum Agrarmarkt des Landes wieder ermöglichen. Die USA gelten als größter Exporteur von gentechnisch veränderten Nutzpflanzen, gleichzeitig ist China der größte Importeur von Sojabohnen und Raps auf dem Agrarsektor.

UNTERNEHMENS-NEWS

SAMSUNG MUSS GEWINNRÜCKGANG HINNEHMEN

Auch der südkoreanische Techgigant kämpft mit einem Rückgang im Smartphone und Chipgeschäft. Nachdem letzte Woche bereits der Konkurrent Apple seine Umsatzerwartungen für das letzte Quartal zurückstutze, zog Samsung nun nach. Die Erlöse in den Monaten Oktober bis Dezember dürften vorläufigen Schätzungen zufolge um 11% zurückgegangen sein, der operative Gewinn um 29%. Damit verdienen die Südkoreaner zwar immer noch umgerechnet 8,42 Milliarden US-Dollar, es ist jedoch der erste Gewinnrückgang seit zwei Jahren.

 

Der Konzern verwies dabei auf schwierige Bedingungen am weltweiten Smartphone und Chipmarkt. Vor allem die schwächere Wirtschaftsentwicklung in China, einem der wichtigsten Absatzmärkte von Samsung dürften wohl hauptausschlaggebend sein. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte Samsung 16% des Gesamtumsatzes im Reich der Mitte.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

BRITISCHE REGIERUNG DEMENTIERT WUNSCH NACH VERSCHIEBUNG DES EU-AUSTRITTS

Die britische Regierung wies einen Zeitungsbericht des „Daily Telegraph“ zurück, in dem von Vorgesprächen über eine Verlängerung des Austrittsdatums, zwischen der Londoner Regierung und Brüssel die Rede war.

Brexit-Minister Stephen Barclay stellte am Dienstag klar, dass die konservative Regierung keine Verschiebung des Austrittsdatums am 29. März anstrebe. Laut Barclay hätte Premierministerin Theresa May bereits mehrmalig einen anderen Termin dezidiert ausgeschlossen. Auch die Abstimmung über den Austrittsvertrag würde am 15. Jänner stattfinden. Während sich die britische Regierung strikt an den derzeitigen Ablaufplan hält, wächst die Nervosität in der Europäischen Union. Neben dem deutschen Außenminister Heiko Maas, der Großbritannien vor einem ungeregelten EU-Austritt warnte, sprachen sich hochrangige EU-Vertreter für eine mögliche Verlängerung der Austrittsverhandlungen aus, sofern London darum bitte.

Die Debatte über den Austrittsvertrag im Londoner Unterhaus wird noch diese Woche beginnen und soll mit der Abstimmung kommenden Dienstag beendet werden. Ob der Regierungsvorschlag angenommen wird, ist derzeit aber noch vollkommen offen.

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