Europäer weisen Irans Ultimatum im Atomstreit zurück

10.05.2019

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

DIW-Institut sieht positive Konjunkturentwicklung in Deutschland

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat in seinem Bericht eine positivere Entwicklung der deutschen Konjunktur als zuletzt gesehen. Die neuesten vom Statistischen Bundesamt (Destatis) veröffentlichten Produktionszahlen zeichnen ein freundlicheres Bild als in den letzten Monaten, meint dazu DIW-Konjunkturchef Claus Michelsen. Besonders die Herstellung von Konsumgütern hat im März deutlich angezogen. Der Grund dafür sei, dass zu Jahresbeginn einige Reformen in Kraft getreten sind und damit den Konsumenten mehr Geld in den Taschen geblieben ist.

AMERIKA

US-Erzeugerpreise steigen im April nur moderat

Die Preisentwicklung auf Herstellerebene ist im April verhalten geblieben. Nach Zahlen des US-Arbeitsministeriums stiegen die Erzeugerpreise gegenüber dem Vormonat nur um 0,2% an. In der Kernrate – ohne volatile Nahrungsmittel-und Energiepreise  – zog die Teuerung nur 0,1% an. Von den Analysten wurde hier ein Anstieg um 0,2% erwartet. Die Herstellerpreise bieten einen frühen Ausblick auf die Entwicklung der Inflation, sie werden früher oder später an den Handel und somit an die Konsumenten weitergegeben.

ASIEN

Chinas Inflation erreicht höchsten Stand seit sechs Monaten

Die Verbraucherpreise in China haben im April deutlich angezogen. Wie aus den Zahlen des nationalen Statistikamtes hervorgeht, lag die Inflationsrate um 2,5% höher als im Jahr zuvor. Dieser Wert deckt sich auch mit den Erwartungen der Experten. Im März lag die Teuerungsrate noch bei 2,3%. Als Hauptgrund für die höhere Inflation wurden gestiegene Lebensmittelpreise genannt.

UNTERNEHMENS-NEWS

NOVARTIS VERSTÄRKT SICH MIT MILLIARDENZUKAUF

Kurz nach der Abspaltung von Alcon, dem Geschäftsbereich für Augenchirurgie und Kontaktlinsen, sichert sich der Schweizer Pharmariese die Augentropfen Xiidra. 3,4 Milliarden US-Dollar plus mögliche weitere 1,9 Milliarden an Meilensteinzahlungen ist Novartis das Medikament des japanischen Konkurrenten Takeda wert.

Damit wird das verbliebene Augenheilkunde-Geschäft ausgebaut. Derzeit ist Novartis mit dem Medikament Lucentis und Luxturna in diesem Bereich stark vertreten. Xiidra soll weiteren Auftrieb bringen. Im vergangenen Jahr konnten damit 400 Millionen US-Dollar an Umsätzen lukriert werden.

Novartis kommt somit in seiner Neuausrichtung weiter voran. Konzern-Chef Vasant Narasimhan setzt auf spezialisierte, auf Patienten abgestimmte Arzneien und neue Behandlungsansätze wie Gentherapien. Zuletzt übernahm Novartis im Oktober für 2,1 Milliarden Dollar die US-Biotech-Firma Endocyte, die eine nuklearmedizinische Therapie zur Behandlung von Prostatakrebs entwickelt.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

EUROPÄER WEISEN IRANS ULTIMATUM IM ATOMSTREIT ZURÜCK

Im Atomstreit haben die Europäer ein vom Iran gestelltes Ultimatum zurückgewiesen. Sie stünden weiter voll hinter dem Atomabkommen sowie dessen „Bewahrung und Umsetzung“, bekräftigten EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini sowie die Außenminister Frankreichs, Deutschlands und Großbritanniens am Donnerstag in einer gemeinsamen Erklärung. Dennoch seien an Fristen geknüpfte Drohungen zurückzuweisen. „Wir fordern den Iran mit Nachdruck auf, seinen Verpflichtungen aus dem Abkommen wie bisher in vollem Umfang nachzukommen und eskalierende Schritte zu unterlassen.“

Zuvor hatte der Iran exakt ein Jahr nach der einseitigen Aufkündigung des Atom-Abkommens durch US-Präsident Donald Trump einige Verpflichtungen aus der Vereinbarung von 2015 ausgesetzt. Gleichzeitig richtete Präsident Hassan Rouhani an die fünf verbliebenen Vertragspartner Deutschland, Großbritannien, Frankreich, China und Russland ein 60-tägiges Ultimatum: Binnen der gesetzten Frist mögen die Partner ihre Zusagen, die Öl- und Bankensektoren des Iran vor US-Sanktionen zu schützen, umsetzen. Ansonsten werde sein Land die Anreicherung von Uran auf einen höheren als in dem Abkommen erlaubten Grad wieder fortsetzen.

Der radioaktive Stoff kann je nach Anreicherungsgrad für den Betrieb von Atomkraftwerken oder aber hochangereichert für den Bau von Nuklearwaffen genutzt werden. Donald Trump hat am Mittwoch neue Vergeltungsmaßnahmen gegen den Iran angeordnet, die auf die Metallexporte des Landes abzielen. Industriemetalle sind abgesehen vom Erdöl die bedeutendste Quelle für Exporterlöse des Landes.

Haftungsausschluss

Dieser Breakfast Wrap ist eine freie Zusammenstellung von Informationen über allgemeine volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen und Entwicklungen. Er ist keine Grundlage für Anlageentscheidungen, etwa den Erwerb von spezifischen Produkten. Dieser Breakfast Wrap stellt in keinem Fall eine Empfehlung oder Meinungsäußerung der Capital Bank hinsichtlich bestimmter Anlageformen oder Anlagestrategien oder deren Angemessenheit dar. Individuelle Anlageentscheidungen setzen vielmehr die vorherige anleger- und objektgerechte Beratung sowie umfassende Risikoaufklärung voraus. Dieser Breakfast Wrap stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung dar. Alle Informationen beruhen auf sorgfältig ausgesuchten Quellen; die aus diesen Quellen übernommenen Informationen wurden nicht überprüft. Es wird insbesondere keine Gewähr für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität übernommen. Die Auswahl und Aufnahme der Informationen lässt keine Rückschlüsse auf Meinungen und Prognosen seitens der Capital Bank zu. Haftungs- oder Schadenersatzansprüche, welche aus der Nutzung oder Nichtnutzung bzw. aus der Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen resultieren, sind ausgeschlossen.

« zurück

Close