USA erhöhen Importzölle auf chinesische Produkte

13.05.2019

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Deutschlands Exporte ziehen im März kräftig an

Die deutschen Unternehmen haben im März ihre Exportumsätze überraschend deutlich gesteigert. Nach Zahlen des statistischen Bundesamtes (Destatis) vom Freitag wurden gegenüber dem Vormonat um 1,5% mehr Waren und Dienstleistungen ausgeführt. Von den Experten wurde dagegen mit einem Rückgang der Exporterlöse um 0,3% gerechnet.

Insgesamt verkauften die deutschen Betriebe in den ersten drei Monaten Waren im Gesamtwert von rund 336 Milliarden Euro ins Ausland. Das bedeutet ein Plus zum Vorjahr von 2,5%. Die Importe stiegen mit einem Plus von 0,4% etwas geringer als erwartet.

AMERIKA

US-Inflation steigt im April und erreicht Zielwert der Fed

Die Verbraucherpreise in den USA sind im April leicht gestiegen und haben erstmals das angestrebte Inflationsziel der US-Notenbank Fed erreicht. Die Inflationsrate kletterte auf das Jahr hochgerechnet um 2,0%. Die Kernrate – ohne volatile Nahrungs- und Energiepreise – stieg auf 2,1%. Im Vergleich zum Vormonat erhöhten sich die Lebenshaltungskosten um 0,1%.

ASIEN

Japanischer Leitindex geht leicht zurück

Wie das Kabinettsbüro in Tokio am Montag bekanntgab, ist der japanische Leitindex im März leicht zurückgegangen. Er sank um 0,8% auf einen Stand von 96,3 Punkten. Im Monat davor lag er noch bei 97,1 Zählern.

Der Gesamtindustrieindex misst die generelle Gesundheit der Wirtschaft in Japan, indem er 12 verschiedene Indikatoren kombiniert, wie zum Beispiel Maschinenbestellungen und Aktienpreise.

UNTERNEHMENS-NEWS

GROSSBRITANNIEN-GESCHÄFT BELASTET E.ON

Der deutsche Energieriese musste zum Jahresauftakt einen Gewinnrückgang hinnehmen. Das bereinigte operative Ergebnis ging um 8% auf rund 1,2 Milliarden Euro zurück. Unter dem Strich bleiben E.On 393 Millionen Euro. Vor allem das Großbritannien-Geschäft macht zu schaffen. Der starke Wettbewerb sowie die im vergangenen Jahr eingeführten Preisobergrenzen führten zu herben Gewinneinbußen.

Abgesehen davon spricht man bei E.On aber von einer soliden Entwicklung. Die Prognose für das laufende Geschäftsjahr wurde bestätigt. Man erwartet weiterhin ein bereinigtes operatives Ergebnis im Bereich von 2,9 bis 3,1 Milliarden Euro.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

USA ERHÖHEN IMPORTZÖLLE AUF CHINESISCHE PRODUKTE

Die Vereinigten Staaten haben laut eigenen Angaben die Importabgaben für bestimmte chinesische Produkte auf 25% erhöht. Letzten Freitag gab die amerikanische Zollbehörde kurz nach Mitternacht bekannt, ihre Einfuhrgebühren für 5700 Produktkategorien von 10 auf 25% zu erhöhen. Das Gesamtvolumen dieser Anhebung umfasst chinesische Fabrikate im Gegenwert von bis zu 200 Milliarden Dollar.

Den Hauptgrund für diesen Schritt sehen amerikanische Regierungskreise im Rückzieher Chinas bei bestimmten amerikanischen Forderungen. In einer fast 150 Seiten umfassenden Vorlage habe China systematisch Passagen gestrichen, die zu Kernforderungen der Trump-Administrationen gehörten. Darunter Verpflichtungen zu Gesetzesänderungen bei den Streitthemen Diebstahl, geistiges Eigentum, erzwungener Technologie-Transfer, Wettbewerbspolitik und Zugang zu Finanzdienstleistungen. Ein Treffen des chinesischen Vize-Ministerpräsidenten Liu He mit dem amerikanischen Handelsbeauftragten Robert Lighthizer konnte die Anhebung jedoch auch nicht mehr verhindern. Genauere Einzelheiten über die Sitzung wurden nicht bekanntgegeben.

Allerdings sind die Zölle laut eines Berichtes der Frankfurter Allgemeinen Zeitung nur ein Teil des Konflikts zwischen beiden Ländern. Ein zweiter bleibt der Wettlauf um die technologische Führung. Letzten Donnerstag untersagte die amerikanische Aufsichtsbehörde FCC dem chinesischen Telekomunternehmen China Mobile den Marktzugang für die Vereinigten Staaten und begründete dies mit Sicherheitsbedenken. Es gebe ein beträchtliches Risiko, dass Chinas Regierung das Unternehmen nutze, um die nationale Sicherheit und wirtschaftliche Interessen der Vereinigten Staaten zu untergraben, sagte der FCC-Vorsitzende Ajit Pai.

In einem kurzen Statement bedauerte die Pekinger Zentralregierung den Schritt Washingtons zutiefst und kündigte umgehend Gegenmaßnahmen an.

Haftungsausschluss

Dieser Breakfast Wrap ist eine freie Zusammenstellung von Informationen über allgemeine volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen und Entwicklungen. Er ist keine Grundlage für Anlageentscheidungen, etwa den Erwerb von spezifischen Produkten. Dieser Breakfast Wrap stellt in keinem Fall eine Empfehlung oder Meinungsäußerung der Capital Bank hinsichtlich bestimmter Anlageformen oder Anlagestrategien oder deren Angemessenheit dar. Individuelle Anlageentscheidungen setzen vielmehr die vorherige anleger- und objektgerechte Beratung sowie umfassende Risikoaufklärung voraus. Dieser Breakfast Wrap stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung dar. Alle Informationen beruhen auf sorgfältig ausgesuchten Quellen; die aus diesen Quellen übernommenen Informationen wurden nicht überprüft. Es wird insbesondere keine Gewähr für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität übernommen. Die Auswahl und Aufnahme der Informationen lässt keine Rückschlüsse auf Meinungen und Prognosen seitens der Capital Bank zu. Haftungs- oder Schadenersatzansprüche, welche aus der Nutzung oder Nichtnutzung bzw. aus der Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen resultieren, sind ausgeschlossen.

« zurück

Close