China schlägt im Zollstreit mit den USA zurück

14.05.2019

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

IW-Institut sieht stabiles Konsumklima in Deutschland

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat am Montag berichtet, dass sich das Konsumklima in Deutschland dank der guten Beschäftigungsperspektiven wieder stabilisiert hat. Der Verbrauchervertrauensindex, der vom IW-Institut quartalsweise veröffentlicht wird, lag demnach im ersten Quartal 2019 bei 104 Punkten.

Das entspricht dem Wert des Vorquartals, liegt aber noch spürbar unter dem Höchstwert vom Jahresbeginn 2018. Allerdings schätzt die Mehrheit der deutschen Konsumenten die wirtschaftliche Lage in Deutschland sehr zuversichtlich ein. Als einer der Hauptgründe wurden die guten Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt genannt.

AMERIKA

OECD-Frühindikatoren deuten auf Konjunkturabkühlung hin

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat am Montag bekanntgegeben, dass der Frühindikator weiter auf eine Abschwächung der Konjunktur in den meisten großen Mitgliedsstaaten hindeutet. Solche Hinweise gebe es für den gesamten Euroraum, die USA, Japan, Kanada und Großbritannien. Für den März sank der OECD-Frühindikator im Vergleich zum Vormonat um 0,1 auf 99,0 Punkte.

ASIEN

Umsätze auf Chinas Automobilmarkt gehen zurück

Die Umsätze auf Chinas Automobilmarkt sind im April den zehnten Monat in Folge zurückgegangen. Wie der chinesische Branchenverband CAAA am Montag berichtete, sanken die Umsätze um 14,6% auf 1,987 Millionen Fahrzeuge.

Um die Nachfrage anzukurbeln, hat die Regierung die Mehrwertsteuer gesenkt. Ein positiver Effekt dieser Maßnahme soll sich im Juli oder August einstellen, sagt dazu der stellvertretende CAAA-Geschäftsführer Xu Haidong. Einige Provinzen haben zudem früher als erwartet höhere Umweltstandards umgesetzt und damit auch die Nachfrage gebremst.

UNTERNEHMENS-NEWS

NOVARTIS VERGIBT RABATTE FÜR GENTHERAPIE

Der Schweizer Pharmariese kommt Krankenversicherungen in den USA beim Preis für seine neue Gentherapie Zolgensma gegen die Muskelerkrankung SMA entgegen. Damit will man sicherstellen, dass sich die Versicherer zur Übernahme der Behandlungskosten verpflichten. Bis jetzt sträubten sie sich diese dagegen, mit dem Argument der hohen Kosten.

Novartis hat für die Arznei eine Preisspanne von 1,5 bis fünf Millionen Dollar in den Raum gestellt - was Zolgensma zur bislang teuersten neu zugelassenen Therapie machen würde. Zolgensma ist derzeit in den Verreinigten Staaten noch nicht zur Behandlung zugelassen. Aber noch im Mai will sich die Arzneimittelbehörde dem Thema widmen. Die Therapie stammt aus dem Portfolio des unlängst zugekauften US-Unternehmens Avexis.

8,7 Milliarden US-Dollar legten die Schweizer für den Konkurrenten auf den Tisch. Man erhofft sich dadurch eine deutliche Stärkung dieses Geschäftsbereiches. Das AveXis-Portfolio soll bis 2020 mehrere Milliarden zum Umsatz beisteuern und auch den operativen Gewinn bei Novartis deutlich ankurbeln.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

CHINA SCHLÄGT IM ZOLLSTREIT MIT DEN USA ZURÜCK

Beginnend mit Juni will China in einer überarbeiteten Liste auf US-Waren im Volumen von 60 Milliarden US-Dollar zusätzliche Zölle einheben. Laut Aussage des chinesischen Finanzministeriums sind über 5100 Produkte von der neuen Regelung betroffen. Für etwa die Hälfe davon sollen die Zölle um zusätzliche 25% angehoben werden.

Erst unlängst hatte der US-Präsident die Volksrepublik gewarnt, Vergeltungsmaßnahmen gegen die jüngsten US-Zölle in Erwägung zu ziehen. Gleichzeitig bereitet Trump aber bereits Zölle auf die anderen Importe aus China vor. Das betrifft Waren in einem Volumen von rund 300 Milliarden US-Dollar.

Letzen Freitag hatte der US-Präsident die Zölle auf chinesische Produkte im Gesamtwert von 200 Milliarden Dollar erhöht. Zuletzt waren die Verhandlungen zwischen den USA und China immer weiter in eine Sackgasse geraten. Trump hat auch der Europäischen Union Zölle auf Autos und Autoteile angedroht. EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström geht jedoch nicht davon aus, dass diese noch in der aktuellen Woche verhängt werden. Die Frist für das Verhängen der Autozölle ist der 18. Mai, diese könnte aber verlängert werden. Laut Malmström deuten die Signale auf eine Verlängerung, da der Fokus aktuell auf der Volksrepublik China liegt.

Sollte Präsident Trump die angedrohten Zölle einheben, dann würden sie auf ein Niveau ansteigen, wie es zuletzt vor rund 50 Jahren der Fall war. An den Märkten wird im Hinblick auf die aktuellen Aussichten darüber spekuliert, ob die US-Notenbank den Leitzinse Ende des Jahres kappen könnte.

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