Stromproduktion aus Windenergie in Deutschland auf neuem Rekordwert

15.05.2019

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Deutlicher Anstieg der Inflation in Deutschland im April

Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im April kräftig gestiegen. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) erhöhten sich die Verbraucherpreise zum Vorjahresmonat um 2,0%. Im März lag die Inflationsrate noch bei 1,3%.

Im Vergleich zum Vormonat zog das Preisniveau um 1,0% an. Als Preistreiber wurden die späten Osterferien ausgemacht. Pauschalreisen verteuerten sich auf Jahressicht um 11,2%. Ebenfalls höher lagen im April die Preise für Energie, während die Kosten für Lebensmittel nur unterdurchschnittlich stiegen.

AMERIKA

US-Notenbank erwartet leichte Inflationserhöhung durch Zölle

Die neuerlichen US-Zölle auf chinesische Waren könnten die US-Inflationsrate im kommenden Jahr leicht erhöhen. Das sagte der Präsident der Federal Reserve Bank of New York, John Williams, am Dienstag in einem Interview.

Allerdings verfüge die US-Notenbank nach den Worten von Fed-Mitglied Eric Rosengren über geeignete Mittel, um auf die Folgen des Handelskonfliktes mit China angemessen zu reagieren. Zu diesen Maßnahmen könnte auch eine Zinssenkung gehören, falls es zu einer wirtschaftlichen Abkühlung kommen sollte. Man gehe aber derzeit davon aus, dass ein solcher Schritt nicht notwendig sein wird.

ASIEN

Chinas Industrieproduktion bleibt unter den Erwartungen

Die Produktion in den chinesischen Industriebetrieben ist im April geringer ausgefallen als erwartet. Nach Zahlen der Statistikbehörde vom Mittwoch wuchs die Produktion zum Vorjahr

um 5,4% an, nach einem überraschend starken Wachstum von 8,5% im März. Die Analysten rechneten mit einer Produktionssteigerung um 6,5%.

Auch die Einzelhandelsumsätze blieben mit einem Plus von 7,2% zum Vorjahresmonat unter den Erwartungen der Ökonomen. Angesichts dieser Daten erwarten viele Experten weitere Unterstützungsmaßnahmen zur Ankurbelung der Wirtschaft von Seiten der chinesischen Regierung.

UNTERNEHMENS-NEWS

E.ON: INNOGY-ÜBERNAHME VOLL AUF KURS

Der deutsche Energieriese äußerte sich zuletzt positiv über das Voranschreiten der Übernahme von Innogy. „Wir liegen voll im Zeitplan“, so Konzernoberhaupt Johannes Teyssen bei der Hauptversammlung am Dienstag. Zwar ist die Zustimmung der Wettbewerbshüter der Europäischen Kommission noch ausständig, man gehe aber davon aus, diese in der zweiten Jahreshälfte zu erhalten. Derzeit beschäftigt man sich mit der Auswahl der zukünftigen Führungsriege. Man will schlanke und effiziente Strukturen schaffen. Dadurch erwartet man sich ab 2022 Synergien von 600 bis 800 Millionen Euro.

Im März des letzten Jahres wurde die spektakuläre Transaktion bekanntgegeben. E.On will die 76,8%-ige Beteiligung der RWE an Innogy übernehmen und damit das Netz- und Vertriebsgeschäft. Im Gegenzug wechseln Geschäftsaktivitäten und Beteiligungen den Besitzer. So soll die RWE zukünftig zu 16,67% an E.On beteiligt sein und das Ökostromgeschäft erhalten. Der Gesamtwert der Transaktion wird mit rund 20 Milliarden Euro veranschlagt.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

STROMPRODUKTION AUS WINDENERGIE IN DEUTSCHLAND AUF NEUEM REKORDWERT

Das deutsche Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE gab am Montag bekannt, dass die Jahresproduktion von Windstrom einen neuen Rekordwert erreichte. Der Energiemix aus erneuerbaren Quellen erreichte in diesem Jahr bislang 46,8% und nähert sich langsam der Zielmarke von 50% an. Im letzten Jahr lag man in Deutschland damit lediglich bei 40,6%. Den größten Anteil unter allen Energieträgern lieferte der Windstrom mit 27, vor %der Braunkohle mit 19,5%.

Allerdings sagt der Wert noch nichts über die Bilanz am Jahresende aus, da die Produktionsleistungen der Wind- und Solarkraftwerke sehr von den vorherrschenden Wetterbedingungen abhängen. Trotzdem könnten die erneuerbaren Energien zum Ende des Jahres die 50-Prozent-Marke erstmals bei der Stromproduktion knacken.

Dieser positive Trend verflacht aber seit dem letzten Jahr zusehends. In den ersten drei Monaten des Jahres gingen lediglich 41 Windräder mit einer Leistung von 134 Megawatt ans Netz, wie die Fachagentur Windenergie mitteilte. Das waren fast 90% weniger als im gleichen Quartal des Vorjahres. Der Hauptgrund für diesen starken Rückgang sind die staatlichen Förderzusagen an Bürger-Windprojekte, die emissionsrechtlich noch nicht genehmigt und zum großen Teil aufgrund der mangelhaften Finanzierung auch nicht realisiert werden. Außerdem verzögern nach Angaben der Fachagentur zahlreiche Klagen den Bau von größeren Windparkprojekten mit über 750 Megawatt Leistung.

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