China senkt Stromkosten für Unternehmen

16.05.2019

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Deutsches Wirtschaftswachstum verstärkt sich im ersten Quartal

Das Wirtschaftswachstum in Deutschland hat sich zu Jahresbeginn wie erwartet verstärkt. Wie aus den Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) vom Mittwoch hervorgeht, stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal um 0,4% an. Dieser Wert deckt sich mit den Prognosen der Volkswirte. Getragen wurde das Wachstumsplus vor allem von Investitionen in Ausrüstungen und Bauten sowie vom privaten Konsum. Die Investitionen des Staats fielen dagegen etwas schwächer aus, Exporte und Importe konnten jeweils leicht zulegen.

AMERIKA

US-Einzelhandel setzt im April weniger um

Die Einzelhandelsunternehmen in den USA haben im April weniger umgesetzt als erwartet. Ihre Erlöse lagen um 0,2% tiefer als im Vormonat, wie das US-Handelsministerium am Mittwoch in Washington berichtete. Im März hatte es noch ein deutliches Umsatzplus von 1,7% gegeben. Weniger ausgegeben wurde von den Konsumenten etwa für elektronische Waren, Baumaterialien und für Autos. Der private Konsum erwirtschaftet etwa zwei Drittel des gesamten Bruttoinlandsproduktes (BIP) des Landes. Eine geringe Arbeitslosigkeit und steigende Löhne haben zuletzt deutlich zum starken Wachstum der weltgrößten Volkswirtschaft beigetragen.

ASIEN

Preise für Geschäftsgüter in Japan ziehen wieder an

Der Geschäftsgüter-Preis-Index (CGPI) in Japan ist im April wieder gestiegen. Wie die japanische Notenbank (BoJ) am Donnerstag bekanntgab, stieg er auf Jahressicht um 1,2% an. Im Vergleich zum Vormonat lag er um 0,3% höher. Der Index misst die Veränderungen der Verkaufspreise von Waren, die von japanischen Unternehmen erworben werden.

UNTERNEHMENS-NEWS

NESTLÉ: VERKAUF VON HAUTPFLEGE SCHREITET VORAN

Für das zur Disposition stehende Hautpflegegeschäft gibt es nun wohl einen Abnehmer. Der Schweizer Nahrungsmittelriese ist in exklusive Verhandlungen mit einem Konsortium aus EQT und einer Tochter der Abu Dhabi Investment Authority getreten. Veranschlagt wird für die Sparte ein Kaufpreis von etwa 10 Milliarden Schweizer Franken. In der zweiten Jahreshälfte soll die Transaktion dann finalisiert werden.

Der Schweizer Nahrungsmittelriese führte zuletzt auch beim Hautpflege-Geschäft eine strategische Überprüfung durch. Das Geschäft mit Hautpflegeprodukten brachte im vergangenen Geschäftsjahr etwa drei Milliarden Schweizer Franken Umsatz, entwickelte sich aber weniger gut als erhofft. Grundsätzlich will man sich bei Nestlé verstärkt auf wachstumsstarke Geschäftsfelder wie Kaffee, Tier- und Säuglingsnahrung sowie Wasser konzentrieren. Erst gestern berichteten wir vom Verkauf des Lebensversicherungsportfolios.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

CHINA SENKT STROMKOSTEN FÜR UNTERNEHMEN

Inmitten des Handelsstreits mit den USA plant China, seine Unternehmen bei den Stromkosten zu entlasten. Wie die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission am Mittwoch in Peking ankündigte, werden künftig Pflichtbeiträge der industriellen und gewerblichen Strombezieher für den Wasserschutzfonds halbiert. Darüber hinaus soll die Mehrwertsteuer für Stromprojekte abgesenkt werden. Um die Kosten zu verringern, soll zudem ein Spotmarkt für den Handel mit Strom aufgebaut werden. Zudem sollen die Aufwendungen für den Transport innerhalb der Stromnetze zwischen den Provinzen gedrückt werden. Die Regierung hat im Kampf gegen die Konjunkturabschwächung bereits mehrere Maßnahmen zur Stützung der Wirtschaft angekündigt.

Die USA und China belegen sich aktuell wechselseitig mit Zöllen, was bereits unerwünschte Spuren in der wirtschaftlichen Entwicklung der Volksrepublik hinterlässt. Die Regierung in Peking peilt für 2019 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 6,0 bis 6,5% an. Ein Wert, der für die meisten Industriestaaten traumhaft wäre - für China markiert es dagegen das langsamste Wachstum seit knapp drei Jahrzehnten.

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