USA rufen nationalen Notstand für Telekommunikationssektor aus

17.05.2019

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

EU-Handelsbilanzüberschuss mit den USA fällt im ersten Quartal geringer aus

Der Export-Überschuss im Handel zwischen den EU-Ländern und den USA ist zu Jahresbeginn geringer ausgefallen. Wie das Statistikamt Eurostat am Donnerstag berichtete, übertrafen die Ausfuhren aus den EU-Ländern in die weltgrößte Volkswirtschaft die Importe von dort im ersten Quartal um 33,9 Milliarden Euro.

Im selben Zeitraum des Vorjahres betrug der Überschuss noch 36,2 Milliarden Euro. Insidern zufolge wird US-Präsident Trump seine Entscheidung, europäische Autos und Bauteile mit Strafzöllen zu belegen, vorerst um bis zu sechs Monate verschieben.

AMERIKA

Philly-Fed-Index steigt im Mai kräftig an

Die Stimmung der US-Industrie in der wirtschaftlichen Schlüsselregion Philadelphia hat sich im Mai deutlich verbessert. Der von der lokalen Notenbank in Philadelphia veröffentlichte Stimmungsindex stieg von 8,5 Punkten im April auf 16,6 Punkte im Mai an. Die Analysten hatten nur mit einem Anstieg auf 10,0 Punkte gerechnet.

Der Subindex für den Auftragseingang sank auf 11,0 Punkte, während es bei der Beschäftigung einen Anstieg auf 18,2 Zähler gab. Der Philly-Fed-Index bildet die Geschäftsbedingungen in der Region Philadelphia ab und gilt als ein wichtiger Frühindikator für die US-Produktion.

ASIEN

Ausgaben für Dienstleistungen in Japan gehen zurück

Wie aus dem Bericht des Ministry of Economy, Trade and Industry (METI) vom Freitag hervorgeht, sind die Ausgaben für Dienstleistungen im letzten Monat zurückgegangen. Der Industrieaktivitätsindex für den Tertiärsektor gab um 0,4% zum Vormonat nach. Die Experten hatten mit einem leichten Anstieg um 0,1% gerechnet. Der Tertiary Industry Index misst die Veränderung der Ausgaben für Dienstleistungen in Japan und gilt als wichtiger Indikator für die Inlandsaktivität der japanischen Wirtschaft.

UNTERNEHMENS-NEWS

MICROSOFT GEHT STRATEGISCHE PARTNERSCHAFT MIT SONY EIN

Zwei Konkurrenten bündeln ihre Kräfte. Die Hersteller der beiden konkurrierenden Spielekonsolen Xbox und PlayStation werden zukünftig beim Streamen von Spielen und Inhalten über neue Bildsensoren bis hin zu Künstlicher Intelligenz zusammenarbeiten.

Microsoft profitiert durch diese Zusammenarbeit vor allem beim Cloud-Geschäft. Über diese sollen Spiele und Medieninhalte von Sony an die Kunden gebracht werden.

Die Kooperation stärkt die beiden Unternehmen auch in ihrem Kampf gegen die Konkurrenz und hier in erster Linie Amazon. Das als Internet-Händler groß gewordene Unternehmen ist aktuell der größte Anbieter von Cloud-Dienstleistungen und zuletzt auch in den Spiele-Markt vorgestoßen.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

USA RUFEN NATIONALEN NOTSTAND FÜR TELEKOMMUNIKATIONSSEKTOR AUS

Im Handelsstreit der USA mit China hat Präsident Trump mit dem ausrufen des nationalen Notstands seiner Regierung per Dekret umfassende Möglichkeiten eingeräumt, gegen ausländische Telekommunikationsunternehmen vorzugehen. Wie das Weiße Haus erklärte, ist die Maßnahme nicht gegen ein bestimmtes Land oder Unternehmen gerichtet. Einer anschließenden Erklärung des US-Handelsministeriums zu Folge, bestehe aber ausreichender Anlass zur Annahme, dass der chinesische Netzwerkausrüster Huawei mit seinen Aktivitäten entgegen den nationalen Sicherheitsinteressen oder außenpolitischen Interessen der USA handle.

Gemeinsam mit 70 verbundenen Unternehmen wurde der chinesische Konzern auf eine schwarze Liste gesetzt. Ohne die Genehmigung der Regierung ist es Huawei damit verboten, Produkte und Technologie von US-Firmen zu erwerben. Die Regelung soll innerhalb der nächsten Tage in Kraft treten. Damit wird zukünftig für US-Unternehmen der Erwerb einer Lizenz notwendig, um US-Technik an Huawei zu verkaufen oder zu transferieren. Dieser Erwerb kann verweigert werden, wenn nationale Sicherheitsinteressen davon berührt sind.

Die neue Regelung ist in den USA umstritten. Kritiker glauben, dass die flächendeckende Nutzbarkeit der 5G-Technik ohne die Zusammenarbeit mit chinesischen Unternehmen erst viel später umsetzbar sein wird.

Einen anderen Weg als die USA wollen beispielsweise Deutschland oder die Niederlande gehen. Bei einem Treffen der Regierungschefs am Donnerstag in Berlin betonten die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte, dass sie dem Verbot der US-Regierung nicht folgen werden. In Deutschland wurde ein sehr fundierter Weg entwickelt, um über die Teilnahme von Firmen am Aufbau des 5G-Mobilfunknetzes zu entscheiden, so die Kanzlerin. Darin enthalten sind Sicherheitskriterien, die für alle Firmen gelten würden. Auch der niederländische Ministerpräsident betonte, dass im Rahmen des 5G-Ausbaus nationale Interessen und die nationale Sicherheit geprüft werden, ohne dabei aber schon im Vorfeld Länder oder Unternehmen außen vor zu lassen.

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