Ausbau des deutschen Stromnetzes geht zu langsam voran

20.05.2019

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Inflation in der Eurozone nähert sich wieder der Zielmarke der EZB an

Die Verbraucherpreise im Euroraum haben im April deutlich angezogen und nähern sich wieder der Zielmarke der EZB von knapp 2,0% an. Wie die Statistikbehörde Eurostat am Freitag bekanntgab, lag die Inflationsrate im Jahresvergleich um 1,7% höher. Zum Vormonat stiegen die Preise um 0,7% an. Auch die Kernrate, ohne die schwankungsanfälligen Preise für Energie und Lebensmittel, lag um 1,3% höher als im April des Vorjahres. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat sich angesichts der jüngsten Konjunkturschwäche dazu entschlossen, die Zinswende nach hinten zu verschieben und die Zinssätze noch mindestens bis zu Jahresende nicht zu erhöhen.

AMERIKA

US-Verbraucherstimmung steigt auf 15-Jahreshoch

Die Stimmung unter den Konsumenten in den USA hat sich im Mai stark verbessert und ist auf den höchsten Wert seit 15 Jahren gestiegen. Der von der Universität Michigan berechnete Konsumklimaindex stieg um 5,2 Punkte auf 102.4 Zähler. Die gute Stimmung unter den US-Verbrauchern ist besonders auf die gute Lage am Arbeitsmarkt zusammen mit deutlichen Lohnsteigerungen zurückzuführen. Der private Verbrauch gilt als wichtige Stütze für die US-Wirtschaft, die Konsumenten erwirtschaften etwa 70% des amerikanischen Bruttoinlandsproduktes (BIP).

ASIEN

Japan steigert BIP deutlich im ersten Quartal

Die japanische Wirtschaft ist überraschend gut ins neue Jahr gestartet. Wie aus den Zahlen des Kabinettbüros vom Freitag hervorgeht, belief sich der Anstieg des Bruttoinlandproduktes (BIP) zum Vorjahr 2,1%. Im Vergleich zum Vorquartal betrug das Plus 0,5%. In beiden Fällen wurde von den Analysten ein Rückgang des Wirtschaftswachstums erwartet.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

AUSBAU DES DEUTSCHEN STROMNETZES GEHT ZU LANGSAM VORAN

Der Präsident der deutschen Bundesnetzagentur, Jochen Homann, sprach in Bonn über den schleppenden Ausbau neuer Stromtrassen und die ständig steigenden Kosten für die Systemsicherheit.

Vor allem die jährlichen Kosten für die Leistungsanpassung von Kraftwerken und die Vorhaltung von Reservekraftwerken aufgrund der Verzögerung des Netzausbaus, kosten dem deutschen Steuerzahler jährlich 1,4 Milliarden Euro. In Deutschland befinden sich laut Jochen Homann derzeit 4600 Kilometer Stromleitungen in Planungsverfahren und nur 1800 Kilometer davon sind genehmigt. Von diesen genehmigten Stromleitungen wurden gerade einmal 950 Kilometer gebaut. Die Gründe für den langsamen Ausbau sieht Homann bei den Verzögerungen im Planungs- und Genehmigungsprozess und am lokalen Widerstand der Bevölkerung.

Um den Stromnetzausbau zu beschleunigen, trat am Freitag das „Gesetz zur Beschleunigung des Energieleitungsausbaus“ in Kraft. Das Gesetz soll die Verfahren beschleunigen, gleichzeitig aber die Öffentlichkeit weiter einbinden und die Umweltstandards erhalten. Trotz der nun beschleunigten Verfahren schätzen die deutschen Netzbetreiber den Investitionsbedarf für den Ausbau der Nord-Süd-Stromautobahn auf über 61 Milliarden Euro bis in das Jahr 2030.

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