EU steigert 2018 Handelsüberschuss mit den Vereinigten Staaten

21.05.2019

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Deutlicher Anstieg bei Erzeugerpreisen in Deutschland

Die deutschen Produzenten haben ihre Preise im April deutlich angehoben. Wie das Statistische Bundesamt (Detatis) am Montag mitteilte, zogen die Herstellerpreise im Vergleich zum Vormonat um 0,5% an. Die Ökonomen hatten nur mit einem Preisanstieg um 0,3% gerechnet. Ohne Einberechnung der Energiepreise lag der Erzeugerpreisindex um 0,3% höher gegenüber dem Vormonat.

Die Herstellerpreise geben einen guten Überblick über die Entwicklung der Inflation. Preisänderungen werden früher oder später an den Handel und somit an die Verbraucher weitergegeben.

AMERIKA

Wirtschaftsindex der Chicago-Fed geht im April zurück

Die Wirtschaftsaktivität in den USA hat sich im April abgeschwächt. Der von der lokalen Notenbank in Chicago berechnete Chicago Fed National Activity Index (CFNAI) ist im April auf einen Stand von -0,45 zurückgegangen. Der Indexstand für den März wurde nachträglich von -0,15 auf +0,05 berichtigt. Der etwas aussagekräftigere Dreimonatsdurchschnitt ging ebenfalls zurück, der Index notiert im April bei -0,32, im Vormonat lag er bei -0,24.

ASIEN

EU-Unternehmen sehen sich durch erzwungenen Technologietransfer in China belastet

Das Ergebnis einer Umfrage unter den Mitgliedern der europäischen Handelskammer hat gezeigt, dass sich viele europäische Unternehmen einem wachsenden Druck zum Technologietransfer in China ausgesetzt sehen. Erzwungene Technologietransfers würden nicht nur anhalten, sondern weiter zunehmen, meinte dazu die Vizepräsidentin der europäischen Handelskammer, Charlotte Roule.

Der jährlichen Umfrage zufolge beklagten 20% der Mitgliedsunternehmen, dass sie für einen Marktzugang in China zur Weitergabe von Technologie gezwungen werden. Vor zwei Jahren lag dieser Wert noch bei 10%. China hat den Vorwurf des Diebstahls von geistigem Eigentum immer wieder zurückgewiesen.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

EU STEIGERT 2018 HANDELSÜBERSCHUSS MIT DEN VEREINIGTEN STAATEN

Wie die Statistikbehörde Eurostat gestern mitteilte, hat die EU im Jahr 2018 einen Handelsüberschuss von rund 140 Milliarden Euro erzielt. Die Exporte der EU in die Vereinigten Staaten beliefen sich im Jahr 2018 auf insgesamt 407 Milliarden Euro, die Einfuhren aus den USA kamen auf 268 Milliarden Euro. Auch in den vergangenen zehn Jahren hat die EU einen Handelsüberschuss mit den Vereinigten Staaten erzielt.

Laut Eurostat waren die USA im Jahr 2018 der größte Importeur europäischer Produkte. Prozentuell entspricht das 21% der gesamten Ausfuhren der EU. Bei den Importen der EU nehmen die USA mit 14% den zweiten Platz ein. An erster Stelle der EU Importe liegt China mit einem Anteil von 20%.

Innerhalb der EU zählt Großbritannien zu den größten Importeuren von US-Produkten, Deutschland zu den größten Exporteuren. Der Handel zwischen der EU und den USA wird vor allem von den folgenden Produktgruppen dominiert: Maschinen und Fahrzeuge, chemische Produkte und andere Industrieerzeugnisse. Die Ausfuhren dieser Produkte aus der EU in die USA kamen auf 89%, die Einfuhren auf 80%.

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