Deutsche Steuereinnahmen stiegen im letzten Jahr um 3%

03.02.2020

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Inflation in der Eurozone zieht zu Jahresbeginn wieder etwas an

Die Inflationsrate in der Eurozone hat zu Jahresbeginn leicht zugelegt und nähert sich damit wieder etwas der Zielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB). Nach Zahlen der Statistikbehörde Eurostat vom Freitag zogen die Verbraucherpreise im Jänner auf Jahressicht um 1,4% an. Im Dezember lag die Teuerungsrate noch bei 1,3%.

Mittelfristig wird von der EZB eine Inflationsrate von etwa 2,0% angestrebt, dieses Ziel wird aber seit Jahren verfehlt. EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat zuletzt eine Überprüfung der strategischen Ausrichtung der Geldpolitik der Notenbank angekündigt. Dabei soll auch das Inflationsziel neu überdacht werden. Kräftige Preissteigerungen gab es im Jänner bei den Energiekosten um 1,8%, auch Dienstleistungen verteuerten sich um 1,5%.

AMERIKA

Stimmung der US-Konsumenten bleibt weiter sehr gut

Die Stimmung der amerikanischen Verbraucher hat sich im Jänner entgegen den Erwartungen weiter verbessert. Der von der Universität Michigan berechnete Stimmungsindex stieg bei der Umfrage am Monatsende von 99.3 Punkten aus dem Vormonat auf 99,8 Zähler an.

 

Der Subindex für die künftigen Erwartungen stieg auf 90,5 Punkte, während der Index für Einschätzung der aktuellen Lage auf 114,4 Zähler leicht zurückging. Die Verbraucher spielen in den USA eine wichtige Rolle für die Entwicklung der Wirtschaft. Der private Konsum erwirtschaftet etwa 70% des gesamten Bruttoinlandsproduktes (BIP) des Landes.

ASIEN

Chinas kleine und mittlere Industriebetriebe wachsen zu Jahresbeginn langsamer

Das Wachstum der kleinen und mittleren Industriebetriebe in China hat sich im Jänner verlangsamt. Der entsprechende Caixin/Markit-Index (PMI) für den Sektor ging von 51,5 Punkten aus dem Dezember auf 51,1 Zähler zurück. Er bleibt damit unter den Erwartungen der Experten, liegt aber noch immer über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten.

Als Grund wird ein Rückgang bei den Auftragseingängen gemeldet. Zudem ist der Ausbruch des Coronavirus in dieser Umfrage noch nicht berücksichtigt. Dieser könnte das Wirtschaftswachstum in den nächsten Monaten weiter belasten.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

DEUTSCHE STEUEREINNAHMEN STIEGEN IM LETZTEN JAHR UM 3%

Der deutsche Bund und die Länder konnten im vergangenen Jahr wieder einen neuen Rekord an Steuereinnahmen verzeichnen. Laut dem neuesten Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums wurden insgesamt 735,87 Milliarden Euro eingenommen.

Trotz des mageren Wirtschaftswachstums von 0,9% konnten vor allem die Steuereinnahmen um 3,1% zulegen. Alleine im Dezember lag das Plus bei 2,5% und stieg auf 95,3 Milliarden Euro.

Diese Zuwächse spiegeln den weiterhin robusten Arbeitsmarkt wider, der mit steigenden Löhnen und Gehältern einhergeht. Während der deutsche Bund im letzten Jahr nur rund fünf Milliarden Euro mehr einnahm, konnten die Länder ihr Plus erheblich ausweiten. Im Jahr 2021 werden die Länder aufgrund der Abschaffung des Solidaritätszuschlages noch mehr verdienen.

Aber auch der deutsche Bundeshaushalt ist noch ein großer Profiteur des aktuellen Zinsumfeldes. Die Zinsausgaben beliefen sich im letzten Jahr auf 11,9 Milliarden Euro, dies sind um rund sechs Milliarden weniger als noch im Jahr 2018 geplant. Die niedrigen Zinsausgaben und der robuste Arbeitsmarkt sind die Hauptgründe, warum der Bundeshaushalt auch im Jahr 2019 das sechste Jahr in Folge ohne neue Schulden auskam.

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