Arbeitslosigkeit im Jänner erneut rückläufig

04.02.2020

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Stimmung in Großbritanniens Industriebetrieben zeigt sich wieder positiver

Die Stimmung in Großbritanniens Industrie hat sich zu Jahresbeginn spürbar verbessert. Der Stimmungsindex des Markit-Institutes lag gegenüber dem Vormonat um 2,5 Punkte höher auf 50,0 Zählern. Er erreichte damit den höchsten Stand seit April des Vorjahres. Das Markit-Institut führte die bessere Stimmung vor allem auf die geringere politische Unsicherheit im Land zurück. Der rasch vollzogene Brexit unter der Regierung der konservativen Partei von Premier Boris Johnson hat für eine positivere Stimmungslage gesorgt. Der Indikator liegt nun genau an der 50 Punkte Marke, die auf ein Wachstum schließen lässt.

AMERIKA

US-Industrie kehrt in den Wachstumsbereich zurück

Das Wachstum in der US-Industrie hat im Jänner unerwartet deutlich angezogen und ist in den Wachstumsbereich zurückgekehrt. Der vom Institute for Supply Management (ISM) berechnete Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe stieg wieder über die Wachstumsgrenze auf 50,9 Punkte. Von den Ökonomen wurde nur ein Wert von 48,5 Zählern prognostiziert. Von den Subindizes legte besonders der für die Neuaufträge kräftig auf 52,0 Punkte zu, aber auch die Werte für Produktion und die bezahlten Preise zogen deutlich gegenüber dem Vormonat an. Der ISM-Index gilt als zuverlässiger Frühindikator für die wirtschaftliche Entwicklung in den USA.

ASIEN

US-chinesischer Handelsstreit und monatelange Unruhen belasten Wirtschaft in Hongkong

Die Wirtschaftskraft in der Sonderverwaltungszone Hongkong ist im Schlussquartal 2019 in die Rezession abgerutscht. In den Monaten Oktober bis Dezember ging das Wachstum im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,9% zurück. Im gesamten vergangenen Jahr verringerte sich das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 1,2%. Aufgrund des Coronavirus-Ausbruchs rechnen die Experten auch im ersten Quartal 2020 mit einem Wachstumsrückgang. Reisebeschränkungen belasten vor allem Handel und Tourismus in der asiatischen Finanzmetropole.

UNTERNEHMENS-NEWS

UMSATZSPRUNG VON ALPHABET ENTTÄUSCHT DIE ANLEGER

Der Mutterkonzern der Suchmaschine Google gab gestern nach Börsenschluss die Ergebnisse für das abgelaufene Geschäftsquartal bekannt. Der Konzern berichtete einen Quartalsgewinn von 10,7 Milliarden US-Dollar und damit eine Steigerung von 19,2%. Die Erlöse stiegen um 17,3% auf 46,1 Milliarden US-Dollar. Hier verfehlte man aber die Erwartungen des Marktes. Im nachbörslichen Handel gab die Alphabet-Aktie rund 3% nach.

Im abgelaufenen Geschäftsquartal flaute das Wachstum des Werbegeschäfts ab. Dennoch zeigte sich Alphabet-CEO Sundar Pichai. "Ich bin sehr zufrieden mit unseren anhaltenden Fortschritten im Suchmaschinengeschäft und beim Aufbau zweier unserer neueren Wachstumsbereiche", verkündete Pichai mit Blick auf YouTube und die Cloud-Services.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

ARBEITSLOSIGKEIT IM JÄNNER ERNEUT RÜCKLÄUFIG

Im Jahresvergleich ist die Arbeitslosigkeit in Österreich um 2,9% gesunken. In absoluten Zahlen entspricht das einem Rückgang um 12.684 Personen auf insgesamt 420.701 Arbeitslose und Schulungsteilnehmer. Ausnahmen gab es in der Steiermark, wo ein Plus von 0,3% gemeldet wurde und in Vorarlberg mit sogar plus 1,7%. Am stärksten ging die Quote in Salzburg mit 6,9% zurück. Gefolgt von Tirol mit minus 6,3% und dem Burgenland mit minus 3,3%.

Wie AMS-Vorstandsdirektor Johannes Kopf am Montag in der offiziellen Aussendung verkündete, hatte die Baubranche einen wesentlichen Anteil an der Entwicklung. Aufgrund des bisher milden Winters ist die Auftragslage nach wie vor gut. Die Branchenarbeitslosigkeit liegt daher auf einem um 7,2% geringeren Niveau als im Vorjahr. Gestiegen ist die Quote hingegen in der Warenproduktion mit 2,2% im Vorjahrsvergleich. Besonders erfreulich ist auch der Rückgang bei der Jugendarbeitslosigkeit. Hier steht in der Statistik ein Minus von 5,8%.

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