US-Finanzministerin Yellen strebt Steuererhöhungen an

25.03.2021

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Deutschlands Wirtschaft kommt dank starker Industrie deutlich in Schwung

Die Geschäftsaktivitäten der deutschen Wirtschaft haben im März trotz der heranrollenden dritten Corona-Welle deutlich an Fahrt zugelegt. Der Sammelindex für die Privatwirtschaft - Dienstleister und Industrie gemeinsam – ist um 5,7 Punkte auf 56,8 Zähler gestiegen. Das bedeutet den höchsten Stand seit mehr als drei Jahren, wie das IHS Markit-Institut am Mittwoch bekanntgab.

Ausschlaggebend für das gute Ergebnis war der Industriebereich. Hier schnellte der Indikator um 5,9 Punkte auf das Rekordhoch von 66,6 Zählern. Die weltweit starke Nachfrage nach deutschen Erzeugnissen ist ungebrochen. Auch zuletzt aufgeschobene Investitionen werden jetzt getätigt, kommentierte Markit-Ökonom Phil Smith das Umfrageergebnis. Aber auch die durch die Corona-Krise besonders stark belasteten Dienstleister sind auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Der entsprechende Index stieg um 5,1 auf 50,8 Punkte, den höchsten Wert seit sieben Monaten.

AMERIKA

US-Unternehmen erhalten weniger neue Aufträge für langlebige Wirtschaftsgüter

Der Auftragseingang für langlebige Wirtschaftsgüter ist in den USA im Februar erstmals seit dem Corona-Ausbruch im letzten Jahr zurückgegangen. Wie das US-Handelsministerium am Mittwoch in Washington berichtete, fielen die Aufträge im Vergleich zum Vormonat um 1,1% niedriger aus. Die Experten hatten dagegen mit einem Anstieg um 0,5% gerechnet.

Noch zu Jahresbeginn hatte der Ordereingang um 3,5% angezogen. Die Aufträge für zivile Kapitalgüter ohne Luftfahrt lagen um 0,8% niedriger als im Vormonat. Diese Kategorie wird von den Ökonomen viel beachtet, sie dient als wichtige Maßzahl für Investitionen der Unternehmen.

UNTERNEHMENS-NEWS

DISNEY’S NEUE BLOCKBUSTER STARTEN DIREKT IM STREAMING

Da die Corona-Pandemie die Öffnung der Kinos in vielen Regionen immer noch verhindert und die internationalen Kinostarts weiter in Bewegung sind, hat Disney nun seinen neuen Plan für die kommenden Blockbuster-Filme bekannt gegeben. Demnach sollen gleich mehrere davon direkt als Stream bei Disney+ erscheinen. In den Ländern, in denen die Streaming-Plattform nicht verfügbar ist, will man die Filme aber weiterhin ins Kino bringen.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

US-FINANZMINISTERIN YELLEN STREBT STEUERERHÖHUNGEN AN

US-Finanzministerin Janet Yellen sprach am Dienstag vor dem Repräsentantenhaus über die aktuelle Situation der amerikanischen Wirtschaft und schloss dabei eine mögliche Einnahmeerhöhung nicht mehr aus. Janet Yellen ging auf den Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie ein und erklärte, dass neben dem bereits Anfang März in Kraft getretenen Hilfspaket in der Höhe von 1,9 Billionen Dollar neue Konjunkturhilfen im Gespräch seien. Diese neuen billionenschweren Programme sollen den Klimawandel bekämpfen und die maroden Verkehrswege Amerikas modernisieren. Durch die Investitionen soll vor allem die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft verbessert werden.

Die US-Finanzministerin wies aber auch auf die Gegenfinanzierung der hohen Ausgaben hin. Es soll zukünftig zu einer fairen Änderung am Steuersystem kommen, wobei eine Anhebung der Körperschaftssteuer auf 28% von ihr ins Spiel gebracht wurde. US-Präsident Donald Trump hatte in seiner Amtszeit diese Steuer noch gesenkt.

Der deutsche Commerzbank-Analyst Bernd Weidensteiner sieht bei dieser Anhörung erste Anzeichen dafür, dass diese riesigen Investitionen durch höhere Steuern für Unternehmen und Topverdiener finanziert werden sollen. Er verwies auf Joe Bidens Wahlkampf, in dem eine Erhöhung der Körperschafts- und Einkommensteuer für die oberen Einkommen in Aussicht gestellt wurde.

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