Fed-Chef Powell: Zinswende erst nach Gesundung der Wirtschaft

26.03.2021

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Deutsche Baubranche startet gut ins neue Jahr

Trotz der noch immer anhaltenden Corona-Krise hat die Baubranche in Deutschland einen guten Start hingelegt. Wie aus den Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) vom Donnerstag hervorgeht, stiegen die Aufträge im Jänner um 2,0% zum Vormonat an. Das bedeutete den sechsten Anstieg bei den Neuaufträgen in Folge. Auch im Jahresvergleich legten die Aufträge um 1,5% zu. Die Baubranche hat sich im schwierigen Corona-Jahr 2020 als wichtige Stütze für die deutsche Wirtschaft erwiesen. Die große Nachfrage nach Wohnungen und die niedrigen Zinsen stützen den Bausektor auch weiterhin.

AMERIKA

US-Erstanmeldungen für Arbeitslosenhilfe erreichen tiefsten Stand seit einem Jahr

Die Erholung auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt setzt sich weiter fort. Nach Zahlen des US-Arbeitsministeriums sank die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung von 781.000 in der Vorwoche auf 684.000 und erreichte damit den niedrigsten Stand seit fast einem Jahr.

Ebenfalls gesunken sind die Folgeanträge, sie gingen um 260.000 zurück. Das bedeutet, dass der sanfte Abwärtstrend, der seit Ende Jänner besteht, noch anhält. Allerdings bleiben die Arbeitsverluste besonders in der Dienstleistungsbranche weiter sehr hoch. Insgesamt erhielten in der Woche zum 13. März 3,87 Millionen Menschen in den USA eine Arbeitslosenunterstützung.

UNTERNEHMENS-NEWS

ALLIANZ MACHT DAS RENNEN UM POLEN-GESCHÄFT VON AVIVA

Der deutsche Versicherungsriese übernimmt das polnische Geschäft von Aviva. 2,5 Milliarden Euro legt die Allianz dafür auf den Tisch. Letztendlich setzte man sich gegen den italienischen Konkurrenten Generali und den niederländischen Konzern NN durch.

Die Allianz hatte bereits vor Kurzem bei einem anderem zum Verkauf stehenden Teil des britischen Konzerns Aviva das Rennen gemacht. Man sicherte sich den Sachversicherungsbereich von Aviva Italy für 330 Millionen Euro.

SAMSUNG LIEFERT GERÄTE PER DROHNE

Wer in der irischen Stadt Oranmore wohnt, bekommt künftig Geräte des südkoreanischen Techriesen aus der Luft geliefert. Bestellt man ein Galaxy-Gerät über den irischen Samsung-Store wird die Bestellung per Drohne ausgeliefert. Diese fliegen in einer Höhe von 50 bis 80 Metern und einer Geschwindigkeit von mehr als 60 km/h - so können sie innerhalb von drei Minuten zu den Häusern in Oranmore liefern. Samsung kooperiert dafür mit dem Start-up-Unternehmen Manna. In Zukunft, so der Plan, soll der Service auch landesweit angeboten werden.

 

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

FED-CHEF POWELL: ZINSWENDE ERST NACH GESUNDUNG DER WIRTSCHAFT

Die US-Notenbank (Fed) will eine Erhöhung der Zinsen erst nach einer tatsächlich vollständigen Gesundung der Wirtschaft ins Auge fassen. Diese Marschroute unterstrich Notenbankchef Jerome Powell gestern in einem Hörfunk-Interview. In einem ersten Schritt gehe es darum, die monatlichen Anleihenkäufe in Höhe von 120 Milliarden Dollar (101 Milliarden Euro) „allmählich“ zu drosseln, erörterte er gegenüber dem Sender NPR. Das Volumen ihrer Käufe plant die Notenbank gemäß ihren eigenen Zielvorgaben aber noch so lange beizubehalten, bis „substanzielle weitere Fortschritte“ auf dem Weg zu Vollbeschäftigung und Preisstabilität erzielt sind.

Powell hatte zuletzt im Kongress klar festgestellt, dass die Fed vorerst weiter geldpolitisch auf dem Gaspedal verbleiben werde. Nachdem die Erholung der Wirtschaft von der Pandemiekrise bei weitem noch nicht abgeschlossen sei, werde die Fed der Wirtschaft noch so lange unter die Arme greifen, wie es nötig sei. Die Währungshüter gehen davon aus, dass der Zinssatz von derzeit 0 bis 0,25% noch bis Ende 2023 auf diesem Niveau bleiben wird.

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